„Trendbarometer“

Umfrage: Grüne fallen auf Tiefstwert seit 2018 – Ampel weiter klar ohne Mehrheit

  • schließen

In aktuellen Umfragen fallen die Grünen weiter zurück. Laut dem Trendbarometer würden so wenige Menschen für die Partei von Robert Habeck und Annalena Baerbock stimmen wie zuletzt im Mai 2018.

Berlin – Im neuen „Trendbarometer“ von RTL/ntv ergeben sich bei den Parteipräferenzen kaum Veränderungen. Die Union verbessert sich um einen Punkt auf 31 Prozent, während die Grünen einen Punkt verlieren und auf 11 Prozent sinken. Das ist der schlechteste Wert für die Grünen im Trendbarometer seit Mai 2018. Die Werte für die SPD (15 Prozent), die FDP (5 Prozent), die AfD (16 Prozent), die Freien Wähler (3 Prozent) und das BSW (7 Prozent) ändern sich nicht. Auf die sonstigen Parteien, darunter auch die Linke, entfallen 12 Prozent.

Ein Vergleich mit den Umfragewerten aus den Jahren 2018 und 2019 hilft, die aktuellen 11 Prozent der Grünen besser einzuordnen. Ein halbes Jahr nach dem Tiefpunkt vom Mai 2018 erreichten die Grünen im „Trendbarometer“ 24 Prozent, im Sommer 2019 zwischenzeitlich sogar 27 Prozent. Damals fanden viele Demonstrationen von Fridays for Future statt. Bei der Europawahl 2019 wurden die Grünen mit 20.5 Prozent zweitstärkste Kraft.

Für die Grünen sehen die Umfragen derzeit düster aus.
ParteiUmfrageergebnis
CDU/CSU31 Prozent
AfD16 Prozent
SPD15 Prozent
Grüne 11 Prozent
FDP5 Prozent
Freie Wähler 3 Prozent
BSW 7 Prozent
Sonstige12 Prozent

„Trendbarometer“: Grüne verschlechtern sich weiter

Das Ergebnis bei der Bundestagswahl 2021 blieb dann aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Grünen landeten bei 14,7 Prozent. Danach konnte sich die Partei in den Umfragen wieder stabilisieren, bis es seit etwa zwei Jahren stetig nach unten geht. Bei der Europawahl vom 9. Juni landeten die Grünen dann bei 11,9 Prozent.

Auch deshalb fragt das Meinungsforschungsinstitut Forsa, das für RTL und ntv das „Trendbarometer“ erstellt, seit Ende Mai dieses Jahres nicht mehr, ob die Deutschen die Grünen-Politiker Robert Habeck und Annalena Baerbock eher ins Kanzleramt wählen würden als Bundeskanzler Olaf Scholz oder den CDU-Chef Friedrich Merz.

Umfrage zur Bundestagswahl: Merz und Scholz liegen bei Kanzlerpräferenz fast gleichauf

Bei der Kanzlerpräferenz liegen sowohl Scholz als auch Merz in dieser Woche unter 30 Prozent. Wenn sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich aktuell 27 Prozent der Wahlberechtigten für Scholz und 29 Prozent für Merz (beide minus 1 Prozentpunkt) entscheiden. 44 Prozent wünschen sich weder Scholz noch Merz als Kanzler.

23 Prozent (+ 3 Prozentpunkte) trauen derzeit am ehesten den Unionsparteien, 7 Prozent der SPD (- 1 Prozentpunkt), unverändert jeweils 6 Prozent den Grünen bzw. der AfD, 2 Prozent der FDP und 5 Prozent einer der sonstigen Parteien die größte politische Kompetenz zu. 51 Prozent trauen keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden.

Die Daten zu den Partei- und Kanzlerpräferenzen sowie zur politischen Kompetenz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL vom 18. bis 24. Juni 2024 erhoben. Als Datenbasis dienen 2505 Befragte. Die statistische Fehlertoleranz liegt +/- 2,5 Prozentpunkten. (fmü/dpa)

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP

Kommentare