Die Spitzen der Ampel-Parteien haben zu einer Kommunikationsoffensive gegen die AfD aufgerufen, um gegen deren hohe Umfragewerte anzugehen.
Berlin in Deutschland - „Wir müssen stärker als bisher herausstellen, dass unsere Politik den Menschen konkret hilft“, sagte SPD-Chefin Saskia Esken dem „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Freitag. Im Heizungsstreit sei das nicht gelungen.
Themen wie Wohngeld oder Gas- und Strompreisbremse seien kaum durch den Lärm der Empörung gedrungen. Mit Verweis auf die Wahl eines AfD-Landrats im thüringischen Sonneberg sagte sie: „44 Prozent der Menschen in Sonneberg haben von der Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro profitiert. Offenbar hat ihnen niemand gesagt, wer dafür gesorgt hat.“
Grünen-Chefin Ricarda Lang forderte mehr Geschlossenheit in der Ampel. „Wir müssen als gesamte Regierung mehr Sicherheit ausstrahlen, uns aufs Wesentliche konzentrieren“, sagte sie dem „Spiegel“. Sorgen vor Armut oder Wohlstandsverlust müssten ernst genommen werden.
Konstantin Kuhle, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, forderte im „Spiegel“, mehr über die „realen Probleme der Menschen“ zu reden und sie zu lösen. Einen Hebel sehe er in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. „Steuerentlastungen und Investitionserleichterungen sind ein Ansatz. Damit kriegt man die AfD nicht unter fünf Prozent, aber vielleicht ja unter 15“, sagte er. ald/akr