Donald Trumps Zustimmungswerte sind „auf dem Niveau der Titanic“
Trumps aktuelle Umfragen dürften dem US-Präsidenten alles andere als gefallen. Ein US-Analyst zieht nun einen drastischen Vergleich.
Washington, D.C. – Die Zustimmungswerte des US-Präsidenten Donald Trumps „liegen auf dem Niveau der Titanic“, meint CNN-Datenexperte Harry Enten. Enten ist leitender Datenanalyst bei dem US-Medium und erklärte, dass der Zustimmungswert des Präsidenten „an einem Tiefpunkt in seiner zweiten Amtszeit“ sei und dies die Chancen republikanischer Kandidaten bei Wahlen beeinträchtige.
Am 4. November fanden im ganzen Land verschiedene Wahlen statt, bei denen die Demokraten Gewinne in Schlüsselpositionen verzeichneten, darunter die Bürgermeisterwahl in New York, bei der der demokratische Sozialist Zohran Mamdani den unabhängigen Andrew Cuomo und den Republikaner Curtis Sliwa besiegte. Diese Wahlergebnisse bereiten der Republikanischen Partei Sorgen im Hinblick auf zukünftige Abstimmungen, darunter die Zwischenwahlen im November 2026.
Midterms im Fokus: Trumps aktuelle Umfragewerte könnten die Zwischenwahlen gefährden
Wenn Trump in den Umfragen weiterhin schlecht abschneidet, könnte dies Folgen für republikanische Kandidaten bei den Midterms sowie für Trumps Reputation im weiteren Sinne haben. In einer Sendung auf CNN am Donnerstag sagte Enten, dass Trumps Zustimmungswert „an einem Tiefpunkt in seiner zweiten Amtszeit“ lag und „so tief wie die Titanic“, wobei Umfragen sein Rating zwischen -12 und -26 Prozentpunkten verorteten.
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Er fügte hinzu, dass diejenigen, die mit Trump unzufrieden waren, bei den Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia am vergangenen Dienstag gegen republikanische Kandidaten gestimmt hätten, was bedeute, dass Trumps Zustimmungswert für die Republikanische Partei von umfassender Bedeutung sei.
Trump als „Klotz am Bein“ für republikanische Kandidaten bei kommenden Wahlen?
„Wenn sich die Vorstellung hält, dass sich Republikaner von Donald Trumps niedrigen Zustimmungswerten abkoppeln können, dann sagt das hier: ‚Ganz und gar nicht‘ – sie werden wie Impalas (amerikanisches Automodell, Anm. d. Red.) sein, die in der afrikanischen Wüste von einem großen Löwen gejagt werden“, so Enten weiter. Er erklärte, dass Trump „ein Klotz am Bein für republikanische Kandidaten“ sei und dass jeder, der in einem Staat Wahlkampf mache, in dem Trump unpopulär ist, „großen, großen Problemen“ entgegensehe.
All dies geschieht, während negative Umfragen über den Präsidenten kursieren. Nach Angaben von Rasmussen Reports, einem Institut, dem vorgeworfen wird, republikanische Kandidaten zu bevorzugen, das sich aber als unabhängig bezeichnet, liegt Trumps Netto-Zustimmungswert bei -8 Prozentpunkten. Dies ist laut deren Tracker der niedrigste Wert seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar.
Eine aktuelle Umfrage von The Economist/YouGov zeigt, dass Trumps Zustimmungswert auf dem niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar ist: 39 Prozent der Befragten befürworten seine Politik, während 58 Prozent sie ablehnen – ein Netto-Zustimmungswert von -19 Punkten. Laut RealClearPolitics, die verschiedene Umfragen aggregieren, liegt Trumps Netto-Zustimmungswert bei -8,9 Prozentpunkten – der bisher schlechteste Wert seiner zweiten Amtszeit, so der Tracker der Website.
Nach den Wahlen Anfang November: Trumps niedrige Zustimmungswerte wirken sich aus
Im Gespräch mit Newsweek sagte Mark Shanahan, der an der Universität Surrey im Vereinigten Königreich amerikanische Politik unterrichtet: „Es war eine schlechte Woche für republikanische Politiker fast überall im Land – mit Ausnahme von Texas. Donald Trump behauptete, ihre Verluste seien so hoch, weil er nicht auf dem Wahlzettel stand, aber er schwebte diese Woche über jeder einzelnen Bundes- und Kommunalwahl. Ein Großteil der Rückschläge für die Republikanische Partei ist auf Wähler zurückzuführen, die das Trump-Projekt ablehnen.“
Präsident Donald Trump sagte am Montag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social: „So viele gefälschte Umfragen werden von den radikal linken Medien gezeigt, alle stark zugunsten der Demokraten und der extremen Linken (…) Fake News werden sich nie ändern, sie sind schlecht und korrupt, aber während ich mich in meiner wunderschönen Umgebung umsehe, denke ich bei mir: ‚Oh, schau mal, ich sitze im Oval Office!‘“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)