VonFabian Hartmannschließen
Außenministerin Annalena Baerbock ist die beliebteste Politikerin im Kabinett. Auf Platz zwei folgt ebenfalls ein Grüner. Für die SPD und ihren Kanzler bliebt die Lage schwierig.
Berlin - Annalena Baerbock im Umfragehoch: Jeder zweite Deutsche ist mit der Arbeit der Außenministerin zufrieden – im Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kommt kein anderer Politiker auf so hohe Zustimmungswerte. Das hat eine INSA-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag ergeben. Auf Platz zwei landet mit Wirtschaftsminister Robert Habeck (46 Prozent Zufriedenheit) ebenfalls ein Grüner. Mit Annalena Baerbock und Habeck stellen die Grünen also die beliebtesten Regierungspolitiker.
Umfrage: Nur noch 38 Prozent sind mit Olaf Scholz zufrieden
Schlecht sieht es dagegen für den Kanzler aus. 49 Prozent sind mit seiner Arbeit unzufrieden, nur 38 Prozent zufrieden. Es ist der bislang schlechteste Wert in der Amtszeit von Olaf Scholz. In der Debatte um schwere Waffenlieferungen für die Ukraine geriet der Kanzler zuletzt unter Druck. In der Koalition rumort es öffentlich. Grüne und FDP würden die Ukraine im Krieg gegen Russland gerne stärker unterstützen, doch die SPD bremst.
Auf dem Parteitag der Liberalen am Wochenende sprach Parteichef und Finanzminister Christian Lindner dem Kanzler zwar das Vertrauen der FDP aus. Gleichzeitig haben die Liberalen aber ihre Forderung nach schweren Waffen für die Ukraine unterstrichen. FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack Zimmermann war zuletzt sogar zu einer Art Gegenspielerin des Kanzlers aufgestiegen.
Umfrage: SPD hinter Union, Grüne mit starken Werten
Laut INSA liegen die Sozialdemokraten in der Wählergunst mit 25 Prozent wie auch in der Vorwoche knapp hinter der Union, die auf 26 Prozent kommt. Die Grünen liegen bei 18 Prozent, die FDP bei neun. Linke und AfD kommen auf fünf bzw. elf Prozent. Mit der Arbeit der Bundesregierung ist eine Mehrheit (55 Prozent) unzufrieden. Das dürfte zu einem guten Teil an der SPD liegen. 60 Prozent der Befragten sehen die Russland-freundliche Politik der SPD kritisch, nur 13 Prozent bejahen diesen Kurs.
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