Ukrainische Soldaten erwarten im Ukraine-Krieg 50 Bradleys aus den USA. An den Schützenpanzern geschult werden sollen sie in der Oberpfalz.
Washington - Kiew setzt im Ukraine-Krieg auf neues Gerät aus dem Westen – unter anderem auf Bradley-Schützenpanzer. Die USA hatten Anfang Januar angekündigt, 50 der Kettenfahrzeuge an Kiew zu liefern. Nun ist klar, wo ukrainische Soldaten an ihnen ausgebildet werden sollen: auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr. Das bestätigte Pentagon-Sprecher Pat Ryder am Dienstag (10. Januar).
Die 50 Bradleys sollen in den kommenden Wochen in der Ukraine ankommen, sagte Ryder. Sie verfügen laut US-Militär normalerweise über eine Kanone, ein Maschinengewehr sowie panzerbrechende Raketen. Mit den Bradleys wollen die USA auch 500 Anti-Panzer-Raketen und 250.000 Schuss 25-Millimeter-Munition liefern.
Ukraine-Besuche im Krieg – Die Politik zeigt Solidarität
Ausbildung an US-Panzern: Washington entscheidet sich für Grafenwöhr in Bayern
Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Mit einem neuen Paket haben sie dem Land seit Beginn der Amtszeit von Präsident Joe Biden militärische Hilfe im Umfang von mehr als 24,9 Milliarden US-Dollar bereitgestellt oder zugesagt, teilte das US-Verteidigungsministerium mit.
In Grafenwöhr im Nordosten Bayerns und im benachbarten Vilseck hat die US-Armee gut 12.500 Soldatinnen und Soldaten stationiert. Es ist einer ihrer größten Standorte in Europa. Zwischenzeitlich war ein Abzug im Raum gestanden. (dpa/frs)