COP 27

Aussage zu Klimaschutz: Rockström kritisiert Saudi-Arabien

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Klimawandelforscher Johan Rockström

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström, hat Saudi-Arabien für dessen Einstellung zum Klimaschutz kritisiert.

Scharm el Scheich - In einem Tweet vom Donnerstag verwies Rockström auf Saudi-Arabiens Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Dschubair. Dieser hatte in einem Interview mit der «Financial Times» gesagt, der Kampf gegen die Erderwärmung drehe sich «nicht um fossile Energieträger», sondern um verringerte Emissionen in allen Sektoren. Solche Sätze seien wie die Aussage, «dass die Wirtschaft sich nicht um Geld dreht», schrieb Rockström bei Twitter.

Das Königreich am Golf besitzt etwa 15 Prozent der nachgewiesenen Ölreserven und ist der größte Exporteur von Erdöl weltweit. Das Land will sich weniger abhängig machen vom Öl, aber die Öl-Geschäfte machen immer noch den größten Teil der Staatseinnahmen aus. Auf der Weltklimakonferenz in Ägypten bewirbt Saudi-Arabien sich mit einem schicken Pavillon und - als einziger Teilnehmerstaat - mit einem eigenen Areal außerhalb des UN-Geländes als Vorreiter beim Klimaschutz und der Energiewende.

Bei der Klimakonferenz COP27 verhandeln Vertreter aus fast 200 Staaten über weitere Maßnahmen, um die Erderwärmung zu verlangsamen. Die Konferenz läuft offiziell bis Freitag, eine Verlängerung gilt aber zunehmend als wahrscheinlich. (dpa)

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