US-Verteidigungsminister Lloyd Austin bereist den Irak.
Bagdad - «Ich bin hier, um die strategische Partnerschaft zwischen den USA und Irak zu bekräftigen», schrieb er nach seiner Ankunft in der irakischen Hauptstadt Bagdad am Dienstag auf Twitter. «Wir bewegen uns in Richtung eines sicheren, stabileren und souveräneren Irak», schrieb er weiter. Austin wolle bei seiner zuvor nicht angekündigten Reise unter anderem Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani treffen, berichteten US-Medien.
Auch nach dem Ende des Kriegs gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die im Irak immer noch aktiv ist und Anschläge verübt, sind dort weiterhin rund 2500 US-Truppen stationiert. Sie nutzen dort auch Stützpunkte irakischer Sicherheitskräfte, die in Vergangenheit immer wieder mit Raketen angegriffen wurden. Im Verdacht stehen Iran-treue Milizen, die den Abzug der US-Truppen aus dem Irak fordern. Die USA haben seit ihrem Einmarsch im Jahr 2003, der zum Sturz von Machthaber Saddam Hussein führte, eine militärische Präsenz im Irak.
Nach Jahren des Kriegs gegen den IS steht Iraks neuer Regierungschef Al-Sudani unter Druck, sein Land aus einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise zu führen. Er muss zudem die zerstrittenen schiitischen Kräfte im Land versöhnen.
Auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock wurde am Dienstag im Irak erwartet. Nach Angaben des irakischen Außenministeriums wollte sich die Grünen-Politikerin in Bagdad ebenfalls mit Al-Sudani sowie ihrem Kollegen Fuad Hussein treffen. (dpa)