„Zeit es anzuerkennen“

Basta! Giorgia Meloni trennt sich von Partner: Peinliche Aufnahmen sorgten für Skandal

  • schließen

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat die Trennung von ihrem Partner bekannt gegeben. Vorausgegangen waren extrem peinliche Äußerungen von Andrea Giambruno.

Update vom 20. Oktober, 16.43 Uhr: Mittlerweile hat auch Andrea Giambrunos Arbeitgeber Mediaset auf die Vorfälle reagiert. Der TV-Sender hat den Moderator von seinen Aufgaben suspendiert, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet.

Erstmeldung vom 20. Oktober: Italiens Regierung wird von einem waschechten Skandal erschüttert. Im Mittelpunkt: Regierungschefin Giorgia Meloni. Doch es handelt sich nicht um einen politischen Skandal. Vielmehr sorgten in den vergangenen Tagen Medien-Veröffentlichungen von Äußerungen ihres Partners Andrea Giambruno für einen regelrechten Tsunami, der über der Ministerpräsidentin hereinbrach. Sie zieht Konsequenzen und gab am Freitag die Trennung bekannt.

Meloni gibt Trennung von Partner Giambruno bekannt: emotionale Worte

Giorgia Meloni hat sich von ihrem Partner Andrea Giambruno getrennt. Zuvor hatte ein peinlicher Mitschnitt des Journalisten für einen Skandal gesorgt. (Collage aus Archivbildern)

„Hier endet meine fast zehnjährige Beziehung zu Andrea Giambruno“, mit diesen Worten meldete sich Giorgia Meloni am Freitagmorgen auf X (vormals Twitter). Weiter heißt es: „Ich danke ihm für die großartigen Jahre, die wir zusammen verbracht haben, für die Schwierigkeiten, die wir durchgemacht haben, und dafür, dass er mir das Wichtigste in meinem Leben geschenkt hat, nämlich unsere Tochter Ginevra. Unsere Wege sind seit einiger Zeit auseinandergegangen, und es ist an der Zeit, dies anzuerkennen.“ Zu dem Posting stellt die Politikerin ein gemeinsames Familien-Foto mit Andrea und der gemeinsamen Tochter (7).

„Ich werde verteidigen, was wir waren, ich werde unsere Freundschaft verteidigen, und ich werde um jeden Preis ein siebenjähriges Mädchen verteidigen, das ihre Mutter und ihren Vater liebt, so wie ich meinen nicht lieben konnte“, schreibt Meloni weiter. Zum Abschluss gibt sie sich kämpferisch und richtet mahnende Worte an „alle, die hofften, mich zu schwächen, indem sie mich zu Hause angriffen“. Sie werde sich nicht unterkriegen lassen.

Vorausgegangen war ein echter medialer Skandal in Italien.

Skandal in Italien: Meloni-Partner macht Kollegin unverblühmt Angebote

An zwei aufeinanderfolgenden Abenden strahlte die satirische Unterhaltungssendung „Striscia la Notizia“ Aufnahmen von Andrea Giambruno aus. Dabei handelte es sich um Off-Air-Aufzeichnungen, also Äußerungen, die der Journalist hinter den Kulissen gemacht hatte, die aber dennoch mitgeschnitten worden waren.

Darin feuert der 42-Jährige sexistische Äußerungen ab und macht einer Kollegin, die mit ihm im Studio war, ziemlich unvermittelt sexuelle Avancen. So sagte Giambruno etwa: „Darf ich mich im Schritt anfassen, während ich mit dir spreche?“. Hier lacht die Kollegin auf dem Mitschnitt noch und antwortet während einer entsprechenden Geste ihres Kollegen: „Das hast du bereits getan.“

Giambruno wird aber noch direkter: Er bezeichnet sie als „Schönheit“ und fragt, warum man sich nicht schon früher kennengelernt habe. „Bist du verlobt?“, soll er zu der Kollegin gesagt haben. Die Kollegin antwortet: „Ja, das habe ich dir heute Morgen schon gesagt, Andrea“. Später spricht Melonis ehemaliger Partner auch darüber, dass er eine Affäre mit einer anderen Frau habe. „Das weiß ganz Mediaset (Fernsehsender in Italien, d. Red.)“, so Giambruno. Mit Blick auf die Affäre fragt er die Kollegin dann unverblühmt: „Sollen wir einen Dreier haben?“

Selbst als der Moderator darauf hingewiesen wird, dass seine Äußerungen mitgeschnitten werden, soll er nicht eingelenkt haben: „Was habe ich denn gesagt? Man sollte doch noch Spaß haben können“, soll er geantwortet haben.

In den vergangenen Monaten hatten Äußerungen von Giambruno wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. So sagte er Ende August in Bezug auf das Thema Vergewaltigungen: „Wenn eine Frau sich nicht betrinkt, meidet der Wolf sie“. Dies wurde in Italien als frauenfeindliche Aussage diskutiert. Damals schritt Meloni noch ein und stellte klar, dass die Aussagen ihres Partners nicht als Rechtfertigung für Vergewaltigungen zu sehen seien. Nun scheint Giambruno aber einen Schritt zu weit gegangen zu sein.

Rubriklistenbild: © Collage: dpa/Bernd von Jutrczenka // Screenshot: Striscia la notizia // IMAGO / ZUMA Press

Kommentare