CSU und FW ohne Mehrheit?

Bayern-Umfrage: Söder trudelt weiter ins Zustimmungs-Tief - Hälfte der Wähler nun unzufrieden

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Ministerpräsident Markus Söder
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Einer neuen Umfrage zufolge verliert die CSU in Bayern weiter an Zustimmung. Zudem ist die Hälfte der Bayern mit ihrem Ministerpräsidenten Markus Söder unzufrieden.

Augsburg - Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder schafft einer Umfrage zufolge keine Trendwende in Sachen Popularität im Freistaat. Die Hälfte der befragten Wählerinnen und Wähler ist unzufrieden mit der Arbeit des CSU-Politikers in Bayern, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen hervorgeht.

Der Umfrage zufolge äußerten sich genau 50 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Arbeit Söders. Im Vormonat hatte der Wert bei 49 Prozent gelegen. 36 Prozent stellten Söder ein gutes Zeugnis aus, das sind zwei Prozentpunkte weniger als im März. Seit November seien damit durchweg mehr Menschen unzufrieden mit Söders Arbeit als zufrieden, hieß es. 14 Prozent wollten nicht über die Regierungsarbeit Söders urteilen.

Zuletzt hatte Söder mit einem Bericht über einen möglicherweise brisanten Masken-Deal und Kritik an einem Volksfest-Auftritt kurz nach der Corona-Genesung weitere Negativschlagzeilen zu verkraften.

Bayern-Umfrage: Söders CSU und Aiwangers Freie Wähler ohne Mehrheit?

Wäre am Sonntag in Bayern Landtagswahl, käme die CSU auf 35 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als bei der Umfrage im Vormonat - und auch weniger als bei der Landtagswahl 2018, bei der die CSU auf 37,2 Prozent kam. Die Grünen legten dagegen von 17 auf 18 Prozent zu. Die Freien Wähler, Koalitionspartner der CSU, liegen weiterhin bei zehn Prozent, die SPD bei 15 Prozent.

Damit lägen Christsoziale und Freie Wähler hypothetisch bei 45 Prozent der Stimmen - womöglich zu wenig für Landtagsmehrheit, in jedem Fall zu wenig für den Anspruch der CSU. Sorgen haben allerdings auch andere Parteien: Die AfD verliert einen Prozentpunkt und kommt laut Civey und Augsburger Allgemeine nur noch auf 6 Prozent, die Fünfprozenthürde rückt näher. Die Linke wird gar nur noch auf zwei Prozent taxiert.

Landtagswahlen: In Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wird im Mai gewählt

Bis zur Landtagswahl in Bayern 2023 dauert es jedoch noch eine Weile. Nachdem die CDU, Schwesterpartei der CSU, eine deutliche Wahlniederlage im Saarland einstecken musste, wird nun in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gewählt. Vier Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt die SPD einer Umfrage zufolge knapp vor der CDU. Im NRW-Trend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa für die Bild am Sonntag erhoben hat, kommen die Sozialdemokraten auf 31 Prozent. Die CDU erreicht 29 Prozent.

Im Norden wird am 8. Mai gewählt und für die CDU sieht es dort ein wenig besser aus. Laut einer von Infratest dimap durchgeführten Umfrage im Auftrag des NDR liegen die Christdemokraten in Schleswig-Holstein deutlich vor der SPD. Der Umfrage zufolge würden 36 Prozent der Befragten die CDU wählen. Für die SPD würden 20 Prozent ihre Stimme abgeben. Diese Umfrage gibt jedoch das Stimmungsbild der Wähler von vor knapp drei Wochen wieder. (dpa/lp)

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