Ein gutes Zeichen

Merck zahlt Kinderwunschbehandlung – andere Firmen so: Nö

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Der Pharmakonzern hilft Angestellten mit einem fünfstelligen Betrag dabei, Eltern zu werden. Die Unterstützung ist aber nicht nur finanziell.

Elternsein ist trotz aller Nachteile, die es mit sich bringt, ihr sehnlichster Wunsch – nur klappt es leider einfach nicht. Wenn Paare nicht auf natürlichem Wege ein Kind bekommen können, können sie es mit einer Kinderwunschbehandlung versuchen. Doch das kann ziemlich teuer werden. Je nach Form der Behandlung liegen die Kosten bei bis zu 4500 Euro.

Der Pharmakonzern Merck bietet seinen Mitarbeiter:innen deshalb an, einen Teil der Kinderwunschbehandlung mitzufinanzieren. BuzzFeed Deutschland hat andere Firmen gefragt, ob sie das auch in Erwägung ziehen.

Merck unterstützt Mitarbeiter:innen mit unerfülltem Kinderwunsch – nicht nur finanziell

Fruchtbarkeitstests, In-Vitro-Fertilisationsbehandlungen, Hormontherapien – bei alldem unterstützt Merck seine Mitarbeiter:innen. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung stellt das Darmstädter Unternehmen dafür einen niedrigen fünfstelligen Betrag über das gesamte Berufsleben zur Verfügung. Nicht nur die Mitarbeiter:in, sondern auch die oder der jeweilige Partner:in kann die Angebote in Anspruch nehmen, wie das Darmstädter Unternehmen mitteilte.

Neben der finanziellen Entlastung unterstützt Merck Mitarbeiter:innen mit unerfülltem Kinderwunsch auch mit Informationsangeboten rund um das Thema Fruchtbarkeitsstörungen. Das ist ein gutes Zeichen für Frauen, die nicht schwanger werden können, denn die werden oft alleine gelassen.

Das Programm wird im Oktober in acht Märkten eingeführt: Deutschland, Großbritannien, Schweiz, China, Indien, Taiwan, Brasilien und Mexiko. Ein ähnliches Angebot gibt es bereits für Mitarbeiter:innen in den USA, in Kanada sowie Japan. Ab dem kommenden Jahr soll es auf weitere Länder ausgeweitet werden.

Manche Mütter sehen sich danach, ein Kind zu bekommen. (Symbolbild)

Und was geht mich das an? Hier sind neun Fakten über Fruchtbarkeit, die du schon in deinen 20ern lernen solltest.

So sieht es mit der Finanzierung einer Kinderwunschbehandlung bei anderen Unternehmen aus

Wir haben bei sechs Unternehmen, die über 20.000 Mitarbeiter:innen haben, nachgefragt. Keines der Unternehmen, die uns geantwortet haben, finanziert seinen Mitarbeiter:innen eine Kinderwunschbehandlung. Weder BASF, die wie Merck ein Pharmakonzern ist, noch das Technologieunternehmen Bosch oder die deutsche Telekom. Von dem Pharmakonzern Bayer und dem Automobilunternehmen Volkswagen haben wir keine Antwort erhalten.

Das Automobilunternehmen BMW beteiligt sich als Unternehmen ebenfalls nicht an einer Kinderwunschbehandlung ihrer Mitarbeiter:innen, wie die Sprecherin BuzzFeed Deutschland mitteilte. Die eigene Betriebskrankenkasse, BMW BKK, übernehme jedoch über die Hälfte der Kosten für eine künstliche Befruchtung, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Design Pics/ Westend61/ Collage BuzzFeed News Deutschland

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