Bundeskanzler Olaf Scholz schätzt, dass die Bundeswehr gut mit dem neue Verteidigungsminister Boris Pistorius zurechtkommen wird.
Brandenburg an der Havel - «Ich bin überzeugt, dass das jemand ist, der mit der Truppe kann, und den die Soldatinnen und Soldaten sehr mögen werden», sagte er am Dienstag in Brandenburg an der Havel. Deshalb sei er sehr dankbar, dass der bisherige niedersächsische Innenminister Ja zu der Aufgabe gesagt habe.
Pistorius verfüge über sehr, sehr viele Erfahrungen in der Sicherheitspolitik, betonte Scholz. Er habe schon in seiner bisherigen Funktion sehr offen und eng mit der Bundeswehr zusammengearbeitet. Zudem sei der in Osnabrück geborene Pistorius jemand, «der auch die Kraft und Ruhe besitzt, die man für eine so große Aufgabe angesichts der jetzigen Zeitenwende braucht».
Arbeitsminister Heil: «Boris Pistorius ist eine ausgezeichnete Wahl»
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Entscheidung für den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (beide SPD) als künftigen Bundesverteidigungsminister begrüßt. «Boris Pistorius ist eine ausgezeichnete Wahl», sagte Heil am Dienstag in Berlin. «Er ist klug, er ist erfahren, er ist durchsetzungsstark», sagte Heil, der nach der Rücktrittsankündigung von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) selbst als möglicher Nachfolger im Gespräch gewesen war. Pistorius soll am Donnerstag offiziell Lambrechts Nachfolger werden.
«Das Bundesverteidigungsministerium, die äußere Sicherheit und auch die Truppe haben einen starken Minister verdient», so Heil. «Ich finde, der Bundeskanzler hat richtig entschieden.» Der in Hildesheim geborene Heil sagte, seiner Einschätzung nach sei über die Personalie «relativ rasch» entschieden worden. «Er wird am Donnerstag im Bundestag vereidigt, und das zeigt: Die Bundesregierung ist in diesem wichtigen Bereich, zumal in diesen Zeiten, voll handlungsfähig.» Er selbst habe als Bundesarbeitsminister noch viel vor, bekräftigte Heil.
Augenzwinkernd meinte Heil, der selbst Niedersachse ist: «Ich bin stolz, dass ich jetzt einen zweiten Niedersachsen im Kabinett habe.» (dpa)