Olaf Scholz

Bundeskanzler Scholz macht sich Sorgen über instabile Lage im Kaukasus

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Bundeskanzler Scholz zeigt sich besorgt über die Lage an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan.

Am Donnerstag hat Bundeskanzler Olaf Scholz seine Sorgen über die instabile Situation an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan geäußert.

Berlin - Insbesondere die humanitäre Lage in der Konfliktregion Berg-Karabach sei zunehmend kritisch, sagte der in Osnabrück geborene Scholz am Donnerstag in Berlin. «Der Status quo ist so nicht haltbar», betonte er. Die Bundesregierung unterstütze daher mit Nachdruck die Friedensbemühungen von Ratspräsident Charles Michel.

Die ehemalige Sowjetrepublik Armenien hatte seinem Nachbarn Aserbaidschan Mitte Februar ein Friedensangebot unterbreitet. Nach Angaben von Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan soll ein Abkommen Mechanismen gegenseitiger Kontrolle vorsehen, die Verstöße gegen den Frieden verhindern.

Beide Länder kämpfen seit Jahrzehnten um die Region Berg-Karabach. Hintergrund ist ein ethnischer Konflikt um die auf aserbaidschanischem Territorium liegende, aber mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region. Trotz eines Waffenstillstands kommt es immer wieder zu Grenzkonflikten. Aserbaidschaner blockieren zudem seit Monaten den Latschin-Korridor als einzigen Zugang Armeniens zu Berg-Karabach. (dpa)

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