Erstes Treffen

Berlin: Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD haben begonnen

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Giffey will die Koalitionsverhandlungen mit der CDU noch im März abschließen

Nachdem die CDU vor gut dreieinhalb Wochen als Sieger der Wiederholungswahl in Berlin hervorging, hat die Partei die Koalitionsverhandlungen über eine schwarz-rote Landesregierung mit der SPD begonnen.

Berlin - Dafür hat sich am Donnerstag die Dachgruppe zum ersten Mal getroffen, das Kernteam der Verhandler von beiden Seiten. Sie betonten, schnell vorankommen zu wollen. «Wir gehen jetzt an die Arbeit, um einen Berlin-Plan, ein Programm zu entwickeln, wie wir Berlin wirklich nach vorne bringen», sagte CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner zum Beginn der Gespräche. «Da haben wir uns einen ziemlich straffen Zeitplan ausgedacht.»

Die Regierende Bürgermeisterin und SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey, ergänzte, es sei auch das Anliegen der SPD, dass es nun zügig gehen solle. Es gehe darum, die Koalitionsverhandlungen noch im März abzuschließen. Bei der SPD stehe anschließend noch ein Mitgliedervotum an, sagte Giffey, die aus Frankfurt an der Oder stammt. «So dass wir alles daran setzen werden, jetzt zügig, sehr lösungsorientiert, schnell zu einem guten Ergebnis für die Stadt zu kommen.»

Ab Anfang nächster Woche sollen 13 Arbeitsgruppen regelmäßig zusammenkommen. Anfang April soll der Koalitionsvertrag vorliegen. Bei der CDU muss dem ein Parteitag anschließend noch zustimmen. Bei der SPD haben die Jusos bereits eine Kampagne gegen die Zusammenarbeit mit der CDU angekündigt. Auch in einigen SPD-Kreisverbänden regt sich Widerstand.

Werden sich die Verhandler einig und bekommen anschließend die Zustimmung ihrer Parteien, könnte der rot-grün-rote Senat bald Geschichte sein. SPD, Grüne und Linke regieren seit 2016 in der deutschen Hauptstadt. In einem schwarz-roten Senat soll der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Kai Wegner der erste christdemokratische Regierende Bürgermeister seit 2001 werden. (dpa)

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