SPD-Politikerin Svenja Schulze hat für das Konzept des Entwicklungsministeriums für eine stärkere feministische Politik argumentiert.
Berlin - Es sei bekannt, dass Gesellschaften mit mehr Gleichberechtigung weniger mit Hunger oder Armut zu kämpfen hätten und stabiler seien, sagte die Entwicklungsministerin am Mittwoch im ARD-«Morgenmagazin» in Berlin. «Und deswegen ist es einfach nur ein Gebot der Vernunft, dass man in der Entwicklungspolitik ganz besonders darauf achtet, dass Frauen auch Rechte haben, dass sie Ressourcen haben und dass sie eben auch repräsentiert sind», sagte Schulze. Es gehe darum, Frauen sichtbar zu machen als die starke Kraft in der Gesellschaft, die sie seien.
Die Leitlinien für eine feministische Entwicklungspolitik sehen vor, dass neu zugesagte Projektmittel in Zukunft zu mehr als 90 Prozent in Vorhaben fließen sollen, die auch die Gleichberechtigung voranbringen. Im Jahr 2021 waren es etwa 64 Prozent.
An diesem Mittwoch stellen Schulze, die aus Düsseldorf stammt, und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) Leitlinien für eine stärkere feministische Politik in ihren jeweiligen Ministerien vor. Kritik an den Konzepten kommt aus der Opposition von Union und Linksfraktion - aber auch aus der FDP, einem Ampel-Partner. (dpa)