Svenja Schulze

Ukraine-Krieg: Entwicklungsministerin Schulze will Wiederaufbau schon jetzt verstärken

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Entwicklungsministerin Svenja Schulze

Entwicklungsministerin Svenja Schulze plant den Wiederaufbau und die Beseitigung von Kriegsschäden in der Ukraine schon jetzt zu verstärken.

Berlin - Dazu stellte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin eine Plattform im Internet vor, die Hilfsorganisationen, Unternehmen und Initiativen bei einem Engagement vernetzen soll. «Wer an eine bessere Zukunft glaubt, wer daran arbeitet, der hält auch diese schwierigen Zeiten besser durch», sagte die in Düsseldorf geborene Schulze bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev. Sie sagte: «Wir wissen auch aus der weltweiten Erfahrung mit Wiederaufbau: Eine frühe Vorbereitung ist enorm wichtig, damit die kurzfristigen Soforthilfen möglichst gut und auch effizient zum langfristigen Wiederaufbau passen.»

Die Plattform, zu der eine zentrale Internetseite gehört, soll Anlaufstelle für alle sein, die sich beim Wiederaufbau einbringen wollen. «Die Schäden des russischen Angriffskrieges sind enorm, und die belaufen heute schon auf 135 Milliarden Dollar», sagte der Botschafter. Um alles wieder aufzubauen, brauche die Ukraine über 400 Milliarden US-Dollar (mehr als 370 Milliarden Euro), 14 Milliarden US-Dollar noch in diesem Jahr. Auf Nachfrage versicherte er, sein Land stelle eine ordnungsgemäße Verwendung von Geldern sicher und bekämpfe Korruption. Schulze sagte dazu, es sei sichtbar, wie die ukrainische Antikorruptionsbehörde arbeite. «Sie hat die jüngsten Vorfälle selber aufgedeckt. Es sind sofort Konsequenzen gezogen worden, und das ist auch enorm wichtig», sagte Schulze. (dpa)

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