Die Linke rät dringend von der Kampfpanzer-Lieferung an die Ukraine ab.
Berlin - «Nach dem Marder scheint vor dem Leopard 2 zu sein», sagte Parteichef Martin Schirdewan am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit Sitz in Hamburg. «Wenn man sich das Säbelrasseln einiger Politiker anschaut, muss man befürchten, dass es nicht lange dauert und wir über Kampfhubschrauber und die Entsendung von Soldaten streiten werden. Ich bin sehr besorgt über die aktuelle Debatte und frage mich, wo das hinführen soll.»
Der in Berlin geborene Schirdewan forderte erneut einen diplomatischen Vorstoß, um den «verbrecherischen Krieg Russlands gegen die Ukraine» zu beenden. Es sei bestürzend, dass die Forderung nach noch mehr und noch schwereren Waffen die Debatte in Deutschland beherrsche. «Ich würde mir wünschen, dass mit diesem Engagement endlich einmal die Möglichkeiten für diplomatische Initiativen und zielgerichtete Sanktionen diskutiert würden», sagte Schirdewan.
Am Freitag kommen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz zudem die Verteidigungsminister mehrerer Dutzend Staaten zusammen, um über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine zu beraten. Der in Oslo geborene Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet von dem Treffen ein Signal, dass es «mehr schwerere Waffen und mehr moderne Waffen» für die Ukraine gibt. (dpa)