Vorhaben von Franziska Giffey

Berlin will 9-Euro-Ticket bis Jahresende verlängern

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Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) will das auslaufende 9-Euro-Ticket in der Hauptstadt bis Jahresende verlängern.
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Ende August 2022 läuft das 9-Euro-Ticket bundesweit aus. Doch Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey soll die Verlängerung bis Jahresende in die Wege leiten.

Berlin – Das 9-Euro-Ticket ist längst zum Politikum geworden. Bundesweit wurde das auf die Monate Juni, Juli und August befristete Angebot für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) von Millionen Menschen wahrgenommen. Emsig wurde und wird in der Politik bereits über eine mögliche Verlängerung oder zumindest ein ähnliches Modell diskutiert. Den Worten will Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) schon am Freitag, 26. August 2022, Taten folgen lassen.

9-Euro-Ticket: Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey strebt Verlängerung bis Jahresende an

Wie die Bild berichtet, sollen Berliner das 9-Euro-Ticket auch in den Monaten Oktober, November und Dezember käuflich erwerben können. Die geplante Verlängerung der Günstig-Tickets begründet Giffey folgendermaßen: „80 Prozent finden es gut, gerade für eine Großstadt“.

Doch im Gegensatz zum aktuellen 9-Euro-Ticket, das den Nahverkehr in ganz Deutschland abdeckt, würde das Berliner Ticket ausschließlich im Berliner AB-Bereich gelten. Somit wären beispielsweise Fahrten zum Berliner Flughafen BER ausgeschlossen. Der Grund hierfür: Brandenburg würde bei der Verlängerung des 9-Euro-Tickets nicht mitziehen wollen.

Finanzierungs-Überschuss aus der Inflation soll verlängertes 9-Euro-Ticket in Berlin finanzieren

Zur Einordnung: Ein AB-Monatsticket kostet 86 Euro, im Abo bezahlen die Berliner 63,42 Euro. Laut Franziska Giffey würden sich die Gesamtkosten für die Verlängerung des 9-Euro-Tickets auf rund 400 Millionen Euro beziffern. Nach dem ersten Halbjahr 2022 konnte Berlins Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne) immerhin einen Finanzierungs-Überschuss von 2,3 Milliarden Euro feststellen.

„Ich glaube nicht, dass er bis Jahresende komplett aufgebraucht wird“, heißt es in diesem Kontext von Franziska Giffey. Rekordeinnahmen, die sich auch aus der Inflation speisen würden. Nun wolle man den Berlinern etwas zurückgeben. Die Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket sollte in der Hauptstadt auf jeden Fall gegeben sein. Schließlich konnten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das 9-Euro-Ticket im Juni und Juli 1,1 Millionen Mal verkaufen. Bei der S-Bahn gab es sogar 1,2 Millionen Abnehmer.

Als Nachfolger fürs 9-Euro-Ticket in Niedersachsen: Bernd Althusmann schlägt 49-Euro-Ticket vor

Derweil wird in Niedersachsen als Nachfolger für das 9-Euro-Ticket ein 49-Euro-Ticket ins Gespräch gebracht. Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte der dpa Folgendes: „Wir haben derzeit rund 50 Tarifgebiete in Niedersachsen. Das ist sehr kleinteilig und nicht gerade kundenfreundlich“. Deswegen macht sich Althusmann für „ein landesweites 49-Euro-Ticket“ stark.

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