VonTil Huberschließen
München - Der Parteigründer der AfD, Bernd Lucke, übt bei seinem Besuch in der Redaktion des Münchner Merkur heftige Kritik am Anti-Islam-Kurs der AfD.
Der Gründer der AfD, Bernd Lucke, hat den Anti-Islam-Kurs seiner ehemaligen Partei heftig kritisiert. "Ich sehe jetzt keinen Unterschied mehr zwischen AfD und Pegida", sagte Lucke dem Münchner Merkur (Ausgabe vom Dienstag). "Die AfD ist jetzt an den rechten Rand gerutscht." Auf ihrem Parteitag in Stuttgart hatte die AfD ein Grundsatzprogramm beschlossen, in dem sie den Islam als mit westlichen Werten unvereinbar darstellt. „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, heißt es unter anderem in dem Programm. Lucke hält die Sonderbehandlung des Islam als Religionsgemeinschaft für rechtswidrig. "Das ist mit rechtstaatlichen Denken und mit dem was die AfD mal wollte, völlig unvereinbar", sagte der Europaabgeordnete, der inzwischen eine neue Partei mit Namen "Allianz für Aufbruch und Fortschritt" gegründet hat. "Millionen von Muslimen, die friedlich hier leben, zeigen, dass man den Islam auch anders leben kann", betonte Lucke. Die AfD-Beschlüsse zum Islam seien deshalb "falsch und unanständig". Äußerungen beim Parteitag, ein aufgeklärter Islam sei weder realistisch noch wünschenswert, nante Lucke "absurd". "Sebstverständlich ist das wünschenswert. Genau das brauchen wir in Europa." Lucke war im vergangenen Jahr nach einem heftigen Machtkampf aus der Partei augetreten.
Das ganze Gespräch mit Bernd Lucke, können Sie am Dienstag in voller Länge lesen.
