Vor Urteil im Schweigegeld-Prozess: Trumps Beliebtheit steigt rasant
VonNail Akkoyun
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Die Trump-Gefolgschaft bleibt loyal, auch während des Schweigegeld-Prozesses. Aktuelle Umfragen zeigen Trump sogar vor Amtsinhaber Joe Biden.
New York/Washington, D.C. – Als Donald Trump im Januar 2016 – knapp ein Jahr bevor er zum US-Präsident vereidigt wurde – erklärte, dass er jemanden mitten auf der New Yorker Fifth Avenue erschießen könnte, ohne dafür Wählerstimmen zu verlieren, hatte er offenbar recht. Acht Jahre und eine Amtszeit später zeigt sich die Trump-Gefolgschaft loyaler und teils völlig radikalisiert.
Vor US-Wahl 2024: Bestes Ergebnis in Umfrage für Trump seit mehr als zwei Jahren
Die Daten des Instituts zeigen, dass aktuell 41 Prozent der registrierten amerikanischen Wählerinnen und Wähler eine positive Meinung über Donald Trump haben. Während dem 55 Prozent dem wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner negativ gegenüberstehen, sind sich vier Prozent unschlüssig.
Die Nettozustimmungsrate von „nur“ -14 Prozent mag gering wirken, doch es handelt sich dabei um die beste Quote für Trump seit rund zweieinhalb Jahren. Auch in den Präsidentschaftsumfragen liefern er und Amtsinhaber Joe Biden sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aktuellen Analysen des Wahlforschungsinstituts „270 to Win“ zufolge liegt Donald Trump derzeit in den Umfragen durchschnittlich 1,8 Prozentpunkte vor Joe Biden. Demnach käme er auf 45,8 Prozent der Stimmen gegenüber 44 Prozent des aktuellen US-Präsidenten.
Selbst in Demokraten-Hochburg New York steigt Donald Trumps Popularität: „Alarmierend“
Die hohe Beliebtheit Trumps bereitet den Demokraten etwa ein halbes Jahr vor der US-Wahl 2024 Sorgen – selbst in demokratischen Hochburgen wie New York. So sprach der New Yorker Politiker und Bezirkspräsident Mark Levine vor wenigen Tagen erst von einer „alarmierenden Unterstützung“ für den früheren Präsidenten. „Die Zahl der Menschen in New York, auch der Farbigen, die ich treffe, die sich positiv über Trump äußern, ist alarmierend“, sagte Levine gegenüber CNN. Im Gespräch mit Politico betonte Levine zudem, dass seine Partei mehr Fokus auf die positive Entwicklung im Land legen und klarstellen müsse, dass man nicht per se gegen die Polizei oder regulierte Migration sei.
Schweigegeld-Prozess in New York: Trump könnte selbst bei Verurteilung zur US-Wahl antreten
Die meiste Zeit verbringt der 77-Jährige aktuell jedoch im Gerichtssaal. Die Staatsanwaltschaft wirft Trump vor, er habe seine Aussichten auf einen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl 2016 durch die Zahlung von 130.000 Dollar Schweigegeld an die Ex-Pornodarstellerin Stormy Daniels verbessern wollen und den Geldfluss anschließend unrechtmäßig verbucht. Trump bestreitet dies.
Obwohl die – von keiner Seite bestrittene – Zahlung selbst nicht illegal war, soll der heute 77-Jährige bei der Erstattung des Betrags an seinen damaligen persönlichen Anwalt Michael Cohen Unterlagen manipuliert haben, um den wahren Grund der Transaktion zu verschleiern. Dadurch machte er sich nach Überzeugung der Anklage der illegalen Wahlkampf-Finanzierung in 34 Fällen schuldig.