Die Entscheidung über eine Lieferung von Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine soll schnell geklärt werden, fordert CDU-Generalsekretär Mario Czaja. Er kritisiert das Zögern von Bundeskanzler Olaf Scholz.
Berlin - «Das kostet auch Leben auf beiden Seiten, wenn wir jetzt weiter nicht Klarheit haben innerhalb des nationalen Verteidigungsbündnisses», sagte Czaja am Montag im ZDF-«Morgenmagazin».
Es sei dennoch wichtig, dass Deutschland nicht Kriegspartei werde, sondern die Ukraine «im Rahmen der völkerrechtlichen Möglichkeiten» unterstütze. Die Ausbildung von ukrainischen Soldaten an den Leopard-Kampfpanzern und die Lieferung der Panzer seien der richtige Schritt.
Trotz erheblichen Drucks aus der Ukraine und von verbündeten Staaten hat die Bundesregierung noch keine Entscheidung über die Lieferung der Panzer getroffen. Die Ukraine hatte Deutschland bereits am 3. März 2022 - gut eine Woche nach dem russischen Angriff - erstmals offiziell um die Kampfpanzer gebeten und diese Forderung danach immer wiederholt. Deutschland nimmt als Produktionsland in der Frage eine Schlüsselrolle ein. Eine Weitergabe an die Ukraine auch durch andere Länder muss von der Bundesregierung genehmigt werden. (dpa)