Ostchinesisches Meer

Chinesische Spionagedrohnen und Bomber gesichtet: Japan lässt Kampfjet aufsteigen

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Eine chinesische Drohne wird während einer Militärparade präsentiert (Archivbild).

Zwischenfall im Ostchinesischen Meer: Als Reaktion auf chinesische Drohnen und Bomber hat Japan Kampfjets in die Luft geschickt.

Japan hat am Montag (28. August) einen Kampfjet zur Überwachung einer chinesischen Militärdrohne aufsteigen lassen, wie das Verteidigungsministerium in Tokio mitteilte. Zuvor habe man eine chinesische Militärdrohne vom Typ BZK-005 gesichtet, die zwischen der japanischen Insel Yonaguni und Taiwan entlang geflogen sein soll. Die Spionagedrohne sei aus dem Ostchinesischen Meer nördlich von Taiwan gekommen und weiter zum Bashi-Kanal zwischen der Südküste Taiwans und den Philippinen geflogen.

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Schon am Freitag (25. August) war es zu einem Vorfall gekommen, als Japan einige Kampfflugzeuge der Air Self-Defense Force aufsteigen ließ. Grund hierfür waren chinesische Bomber und Drohnen. Die beiden chinesischen H-6-Bomber waren in der Nähe der japanischen Insel Okinawa unterwegs, während die Drohnen in der Nähe Taiwans gesichtet wurden. Zusätzliche Brisanz erhält der Vorfall, weil sich auf Okinawa einer der größten US-Militärstützpunkte der Region befindet.

Und Entspannung ist nicht in Sicht. China kündigte am Montag an, man werde von Ende August bis Mitte September zusammen mit Singapur gemeinsame Militärmanöver durchführen. Derweil bauen die USA, Südkorea und Japan ihre militärische Zusammenarbeit aus. rad

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