VonMomir Takacschließen
China sieht sich offenbar zunehmend in seiner Sicherheit bedroht. Präsident Xi Jinping kündigte nun Maßnahmen an.
Peking - Vor knapp einer Woche hielt der Chef der US-Atomstreitkräfte eine alarmierende Rede. Am Mittwoch (2. November) sprach Admiral Charles Richard vor der Naval Submarine in Virginia offen die Defizite der US-Truppen an. Militärisch, warnte Richard laut dem Pentagon, übertreffe China die US-Army immer stärker.
China: Präsident Xi warnt vor „zunehmend instabiler Sicherheitslage“
Die Ukraine-Krise bezeichnete er als Aufwärmen für die große Krise, die noch bevorstehe. „Und es wird nicht mehr lange dauern, bis wir auf eine Weise getestet werden, wie wir es schon lange nicht mehr erlebt haben“, führte Richard weiter aus. Gerade in der Entwicklung von Atomwaffen sei China den USA überlegen. Die Vereinigten Staaten müssten reagieren - und zwar mit mehr Abschreckung.
Eine Reaktion kam jetzt zunächst einmal von der Volksrepublik: Präsident Xi Jinping, der gerade erst bei Kanzler Olaf Scholz‘ (SPD) Besuch in Peking vor einer nuklearen Krise im Ukraine-Krieg gewarnt hatte, kündigte eine Aufrüstung Chinas an. Beim Staatssender CCTV warnte Xi laut der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag (8. November) vor Herausforderungen für die Sicherheit seines Landes.
China kündigt Aufrüstung an: Was bedeutet das für Taiwan?
Die Sicherheitslage sei zunehmend instabil und ungewiss, wird Xi Jinping zitiert. Daher werde China die militärische Ausbildung und Kriegsvorbereitungen umfassend stärken. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua sprach hingegen von einer Stärkung der Kampfbereitschaft. Welche Herausforderungen er meint und wie die Aufrüstung konkret aussehen wird, blieb zunächst unklar.
In jedem Fall dürfte die Ankündigung in Taiwan sorgenvoll aufgefasst werden. Xi betrachtet den Inselstaat als „unabtrennbaren Bestandteil des chinesischen Territoriums“ und strebt eine „Wiedervereinigung“ an. Auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei Mitte Oktober bezeichnete Staatschef Xi die „Wiedervereinigung“ mit Taiwan als „historische Aufgabe. (mt)
