Chinas Präsident Xi Jinping will stärker mit der Türkei zusammenarbeiten.
Shanghai in China - Beide Seiten sollten das gegenseitige "politische Vertrauen" festigen, die Kerninteressen der jeweils anderen Seite respektieren und die politische Grundlage der Beziehungen beider Länder festigen, sagte Xi am Freitag laut dem Staatssender CCTV bei einem Treffen mit türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Rande des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Usbekistan.
Die Türkei ist ein sogenannter Dialogpartner der im Jahr 2001 gegründeten SCO. Ihr gehören China, Russland, die vier zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan sowie Indien und Pakistan an.
Peking und Ankara sollten sich zudem auf die Entwicklungszusammenarbeit konzentrieren und die Stärken beider Länder voll ausschöpfen, zitierte CCTV den chinesischen Staatschef weiter. Sie sollten "zur Sicherung der internationalen Industrie und Lieferketten sowie zur Lebensmittel- und Energiesicherheit beitragen". Xi rief laut CCTV auch zu einer stärkeren Zusammenarbeit in Chinas Infrastrukturinitiative Neue Seidenstraße auf.
Die Beziehungen beider Länder waren in der Vergangenheit von der Kritik an Peking wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen gegenüber Uiguren in China überschattet worden. Dabei handelt es sich um eine muslimische Minderheit, die im Nordwesten des Landes in der Provinz Xinjiang lebt. Bei dem Treffen zwischen Xi und Erdogan kam das Thema offiziell nicht zur Sprache.
Xi hatte sich am Donnerstag am Rande des Gipfeltreffens bereits mit Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen. Für Freitag stand zudem ein erstes Treffen Xis mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi an. mhe/ans