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In der jüngsten Umfrage zur Beliebtheit der Spitzenpolitiker muss Corona-Fachmann Lauterbach einen Rückschlag hinnehmen. Im Gegensatz zu Markus Söder und Robert Habeck.
München/Berlin - Wie ernst nimmt Deutschland die Coronavirus-Pandemie noch? Zumindest ist die Corona-Krise durch den Russland-Ukraine-Krieg thematisch auf die Seite gedrängt - was die öffentliche Debatte betrifft. Stattdessen werden solche Bilder und Eindrücke immer häufiger: Am Münchner Hauptbahnhof begegnen einem reihenweise Menschen ohne Mundschutzmaske im Gesicht. Oder sie tragen diese unter dem Kinn. Und das, obwohl nach wie vor eine FFP2-Maskenpflicht gilt.
Umfrage zur deutschen Spitzenpolitik: Habeck liegt vor Scholz und Lauterbach
Ob es einen Zusammenhang gibt? In der Ampel-Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP ist in jedem Fall Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für die Covid-Expertise zuständig.
Und: Laut der jüngsten INSA-Umfrage für die Bild rauscht der 59-jährige Rheinländer in der Beliebtheit der Spitzenpolitiker ab. Weil er weniger in der Öffentlichkeit steht? Weil Corona nicht mehr diese Präsenz hat? Diese Frage beantwortet die Umfrage nicht. Wohl aber jene nach einem vermeintlichen Ranking unter den deutschen Spitzenpolitikern.
Im Video: Impfpflicht - Lauterbach kontert Twitter-Attacke von Merz
Geht es nach der repräsentativen Umfrage unter deutschen Wählerinnen und Wählern, verteidigt demnach Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) seinen ersten Platz. Auf Platz zwei rückt Kanzler Olaf Scholz (SPD) vor. Er übernimmt damit die Platzierung von Gesundheitsminister Lauterbach, der als Dritter immer noch auf dem Treppchen steht. In Sport-Sprache ausgedrückt. Und wie sieht es innerhalb der Union aus?
In dieser dominiert offenbar CSU-Chef Markus Söder. Der 55-jährige Franke steigt von Platz acht auf Rang fünf, CDU-Boss Friedrich Merz ist dagegen nur Neunter.
Ampel? Union? Weitere Erkenntnisse der INSA-Umfrage zu deutschen Spitzenpolitikern
- CDU/CSU sind im Meinungstrend von INSA mit 26 Prozent zwar die stärkste Partei. Gefolgt von der SPD (25 Prozent).
- Doch die Ampel-Koalition kommt zusammengerechnet auf eine klare Mehrheit von 53 Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen erlangen demnach 17,5 Prozent Zustimmung, die FDP kommt auf 10 Prozent. Die Linke (4,5 Prozent) bliebe dagegen unter der 5-Prozent-Hürde für den Deutschen Bundestag.
- Unionsintern liegt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor CDU-Boss Friedrich Merz in der Wählergunst auf Platz eins.
(pm)
