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Bis zu sieben Tage: Corona-Krankschreibungen per Anruf wieder möglich

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Noch immer ist Corona ein großes Thema. Deshalb beschließen Ärzte, Krankenkassen und Klinken: Krankschreibungen per Telefon sind wieder erlaubt.

Berlin – Wer mit Erkältungsbeschwerden Zuhause im Bett liegt und nicht arbeiten kann, der kann sich ab sofort wieder per Anruf eine Krankschreibung holen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag in Berlin beschlossen. Der Grund für diese Entscheidung seien die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen. Die neue Regelung gelte zunächst bis Ende November.

Virus:Coronavirus, Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Häufige Variante derzeit:Omikron

Corona in Deutschland: Bis zu sieben Tage und noch länger – Krankschreibung per Anruf wieder möglich

Demnach dürften Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege ohne Praxisbesuch auf diese Regelung zurückgreifen. Möglich seien bis zu sieben Tagen. Doch auch wer nach Ablauf einer Woche noch nicht wieder genesen ist, darf sich telefonisch bis zu einer weiteren Woche krankschreiben lassen.

Krankschreibungen per Telefon sind ab sofort wieder erlaubt.

Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss die Regelung bereits zum ersten Januar verlängert hatte, wurde die Krankschreibung per Telefon jedoch zum 1. Juli vorerst wieder aufgehoben, weil sich die pandemische Lage entspannt hatte. Zuvor sei es wegen des Coronavirus bereits möglich gewesen, per Telefon eine Krankschreibung zu erhalten. Der Ausschussvorsitzende Josef Hecken erklärte, dass die Zahlen inzwischen jedoch wieder angestiegen seien.

Corona-Herbst 2022: Hohe Corona-Zahlen machen telefonische Krankschreibung wieder nötig

Deshalb greife die Regelung nun vorerst erneut. Zudem komme, dass in den kommenden Monaten auch neben dem Corona-Herbst 2022 die Erkältungs- und Grippesaison starten würde: „Wir wollen volle Wartezimmer in Arztpraxen und das Entstehen neuer Infektionsketten vermeiden“, so Hecken. Die telefonische Krankschreibung sei eine „einfache, erprobte und bundesweit einheitliche Lösung dafür“, heißt es von dem Ausschussvorsitzenden.

Rubriklistenbild: © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

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