In Washington D.C. führt Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit US-amerikanischen Experten Gespräche über den Kampf gegen das Coronavirus.
Berlin/Washington - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will sich mit Wissenschaftlern und Regierungsvertretern in den USA über Strategien für den weiteren Corona-Krisenkurs austauschen. Zum Auftakt der Gespräche ist am Mittwoch in der Hauptstadt Washington unter anderem ein Treffen mit Anthony Fauci, dem Pandemie-Berater des Weißen Hauses, geplant. Zentrale Themen der Reise sollen die Impfstrategie für den Herbst, aber auch langfristige Perspektiven im Umgang mit dem Virus sein, wie es vorab aus dem Ministerium hieß.
Auf Lauterbachs Programm stehen bis Sonntag außerdem auch Gespräche mit der Weltbank, seinem US-Amtskollegen Xavier Becerra und mit dem Internationalen Währungsfonds. Vorgesehen sind bei weiteren Stationen in New York und Boston zudem Besuche in Gesundheitseinrichtungen und beim Impfstoffhersteller Moderna. Neben der Corona-Krise soll auch die Digitalisierung im Gesundheitswesen ein Thema sein.
US-Gesundheitsbehörde empfiehlt Impfstoff von Novavax für Erwachsene
Erwachsene in den USA können sich künftig auch mit dem Impfstoff des Hersteller Novavax gegen das Coronavirus impfen lassen. Die zuständige US-Gesundheitsbehörde CDC gab am Dienstag (Ortszeit) eine entsprechende Empfehlung für Menschen ab 18 Jahre bekannt. «Es stehen jetzt vier sichere und wirksame Covid-19-Impfstoffe zur Verfügung, die die Amerikaner vor schweren Erkrankungen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen schützen», teilte das Weiße Haus mit. Zuvor hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Impfstoff eine Zulassung erteilt.
Der Impfstoff, von dem zwei Dosen notwendig sind, ist in Deutschland bereits seit Ende Februar verfügbar. Er basiert auf einem klassischeren Verfahren als die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, weswegen er als mögliche Alternative für Menschen angesehen wird, die diese skeptisch sehen. Außerdem gibt es noch das Präparat des US-Herstellers Johnson & Johnson, das per Einzeldosis verabreicht wird. (dpa)