Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht erneut einen Rekordwert.
Berlin – Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1756,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1752,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1706,3 (Vormonat: 1259,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 296 498 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 297 845 Ansteckungen. Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 288 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Todesfälle. Das RKI mit Hauptsitz in Berlin zählte seit Beginn der Pandemie 19 893 028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 7,28 an (Mittwoch: 7,23). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 15 518 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 128 110.
Coronavirus: Thailand plant ab Juni weitere Lockerungen
Bangkok - Thailand will die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen voraussichtlich ab Juni weiter lockern. Dann könnten das derzeitige Modell, wonach PCR-Tests vor der Abreise und nach der Ankunft erforderlich sind, sowie die Online-Registrierung für den so genannten «Thailand Pass» gänzlich abgeschafft werden, sagte Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn am Freitag. Voraussetzung sei, dass die Corona-Zahlen nach dem traditionellen Neujahrsfest Songkran, das vom 13. bis zum 15. April gefeiert wird, nicht dramatisch stiegen.« Thailand ist vergangenes Jahr wie ein Kaninchen vorgeprescht und schnell gerannt, als wir wieder für Besucher geöffnet haben. Wir können das Land jetzt nicht zurückfallen lassen, während viele Nationen die Grenzen öffnen und weniger Einschränkungen haben als wir», sagte der Minister mit Blick auf zahlreiche andere Länder in Südostasien, die mittlerweile wieder Touristen empfangen.
Reiseveranstalter und Hoteliers in dem südostasiatischen Urlaubsparadies fordern schon lange, die Regeln weiter zu entschärfen, um mehr Gäste anzulocken. Im Juli 2021 war Thailand das erste Land in der Region, das auf der größten Insel Phuket wieder quarantänefreien Urlaub anbot. Ratchakitprakarn betonte, er rechne für das Gesamtjahr 2022 mit etwa sieben Millionen Touristen. Das seien drei Millionen weniger als zunächst gehofft, jedoch würden die weltweite Omikron-Welle und der Krieg in der Ukraine dem Sektor schwer zusetzen. Erst für 2024 rechnen die Behörden wieder mit so vielen Gäste wie vor der Pandemie. 2019 waren noch 40 Millionen Touristen nach Thailand gereist. Die Infektionszahlen sind seit Wochen für thailändische Verhältnisse sehr hoch, allerdings ist die Lage in den Krankenhäusern weitgehend unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichneten die Behörden in dem Land mit 70 Millionen Einwohnern rund 26 000 Neuinfektionen, 69 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. (dpa)