Ukraine-Krieg aktuell: Heute Verhandlungen in Abu Dhabi – Russland bestätigt Teilnahme
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Christian Stör
Felix Durach
Simon Schröder
Nail Akkoyun
Die aktuelle Lage: Treffen von Russland mit Vertretern der USA und der Ukraine. Russische Botschaft weist deutschen Spionagevorwurf zurück News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 5:20 Uhr: Nach Gesprächen zwischen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau hat der Kreml für heute ein Treffen mit Vertretern der USA und der Ukraine zu „Sicherheitsfragen“ angekündigt. Die „trilaterale Arbeitsgruppe“ werde sich in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten treffen, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow vor Journalisten. Das Treffen zwischen Putin und Witkoff sei „in jeder Hinsicht nützlich“ gewesen.
Update, 23. Januar, 5:00 Uhr: Die russische Botschaft in Berlin weist Spionagevorwürfe Deutschlands zurück. Es handle sich um eine „dumme, eilig zusammengestrickte Provokation, die vor dem Hintergrund der aktiv hochgedrehten Angstmacherei um Spione, die russische diplomatische Vertretung diskreditieren soll“, heißt es in einer Stellungnahme der Botschaft.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Witkoff trifft Putin
Update, 23.55 Uhr: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden. Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert - aber keinen Durchbruch gebracht.
Update, 21:50 Uhr: US-Sondergesandter Steve Witkoff ist für die Gespräche über den Ukraine-Krieg mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau eingetroffen. Zusammen mit Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner landete Witkoff am Donnerstag auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo, wie das russische Staatsfernsehen berichtete. Die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts haben zuletzt an Fahrt aufgenommen. Während Russland, das etwa 20 Prozent der Ukraine kontrolliert, die vollständige Eroberung der Donbass-Region anstrebt, warnt Kiew vor Gebietsabtretungen, die Moskau zu weiteren Angriffen ermutigen könnten.
Update, 21:34 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb hat sich optimistisch zum Verlauf des Ukraine-Kriegs aus westlicher Sicht geäußert. US-Präsident Donald Trump übe großen Druck auf Russland aus, sagte Stubb der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Ich denke, Präsident Trump übt großen Druck auf Russland aus, und ich hoffe, er macht damit weiter“, erklärte der finnische Staatschef. Stubb zeigte sich zuversichtlich bezüglich eines 20-Punkte-Friedensplans mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Wiederaufbau-Maßnahmen. Allerdings bezweifle er, dass Moskau den Plan aus innenpolitischen Gründen akzeptieren werde.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew produziert 1000 Abfangdrohnen pro Tag
Update, 20:03 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos neue Details zur Rüstungsproduktion beider Kriegsparteien im Ukraine-Krieg preisgegeben. Russland produziere täglich etwa 500 Angriffs-Drohnen und „dutzende“ ballistische Raketen, sagte Selenskyj am Mittwoch. Die Ukraine stelle dagegen etwa 1000 Abfang-Drohnen pro Tag her und setze diese gegen russische Luftangriffe ein. „Das reicht aber noch nicht aus“, räumte Selenskyj ein und forderte Europa zu stärkeren Verteidigungsanstrengungen auf.
Update, 19:11 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme an Donald Trumps geplantem „Friedensrat“ erst nach Kriegsende in Aussicht gestellt. Die Ukraine könne nicht am selben Tisch mit Russland und Belarus sitzen, sagte Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Wie Ukrainska Pravda berichtet, bestätigte Selenskyj am Rande des Forums den Erhalt einer entsprechenden Einladung Trumps.
Selenskyj dankt Macron für Frankreichs Vorgehen gegen die russische Schattenflotte
Update, 18:29 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für das Beschlagnahmen eines Tankers der russischen Schattenflotte gedankt. „Genau diese Entschlossenheit ist erforderlich, um sicherzustellen, dass russisches Öl nicht länger Russlands Krieg finanziert“, schrieb er auf X. Er forderte einen Stopp russischer Tanker nahe der europäischen Küsten und Sanktionen gegen die „Schattenflotte“. Die Schiffe müssten aufgebracht und das Öl verkauft werden. Kurz zuvor hatte er diese Thesen auch bei einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgetragen. Europa müsse sich das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump bei venezolanischem Öl als Vorbild nehmen.
Update, 17:46 Uhr: Die Ukraine hat sich offenbar mit den USA auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine für die Zeit nach dem Ende des Ukraine-Kriegs geeinigt. Das teilte Präsident Selenskyj am Abend mit. Das Thema Sicherheitsgarantien sei „erledigt“, sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten in der Schweiz. „Das Dokument muss von den Seiten, von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente“, sagte Selenskyj, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte.
Update, 15:50 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für Freitag ein Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt, an dem erstmals Vertreter der Ukraine, der USA und Russlands teilnehmen sollen. Wer genau für die drei Nationen an dem Treffen teilnehmen wird, ist jedoch nicht bekannt. Es wäre das erste trilaterale Treffen dieser Art im Rahmen des Ukraine-Kriegs.
Ukraine-Krieg aktuell: Frankreichs Marine entert Schiff von Putins Schattenflotte
Update, 15:41 Uhr: Die französische Marine hat im Mittelmeer einen Öltanker Russlands abgefangen und geentert, der zu Putins Schattenflotte gehören soll. Das meldetet Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Nachmittag in einem Beitrag auf X. „Die Operation wurde auf hoher See im Mittelmeer mit Unterstützung mehrerer unserer Verbündeten durchgeführt. Sie erfolgte in strikter Übereinstimmung mit dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen“, erklärte Macron zu dem Vorfall weiter. „Wir sind entschlossen, das Völkerrecht zu wahren und die wirksame Durchsetzung der Sanktionen sicherzustellen.“
Update, 15:12 Uhr: Donald Trump hat nach seinem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj auf ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gedrängt. „Dieser Krieg muss enden“, sagte der US-Präsident im schweizerischen Davos vor Journalisten auf die Frage nach einer Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Treffen mit Selenskyj sei „gut“ gewesen, fügte der 79-Jährige hinzu.
Update, 14:38 Uhr: Nach der Festnahme einer mutmaßlichen Spionin für Russland mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit hat die Bundesregierung den russischen Botschafter einbestellt. Ihm sei mitgeteilt worden, dass ein in dem Fall ebenfalls Verdächtiger ausgewiesen worden sei, der „im Auftrag von Russland spioniert hat“, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. Nach Informationen des Spiegel handelt es sich bei dem Ausgewiesenen um den Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin, den stellvertretenden Militärattaché der Botschaft.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump und Selenskyj beraten zum Ukraine-Krieg
Update, 14:01 Uhr: Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj beraten aktuell über ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Das Treffen hat begonnen“, teilte Selenskyjs Sprecher Serhyj Nykyforow mit. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff sagte in Davos, die Gespräche seien weit fortgeschritten. Es gebe nur noch „ein einziges Problem“ zwischen der Ukraine und Russland. Details dazu nannte der US-Gesandte nicht. „Ich denke, wir haben es auf ein einziges Problem reduziert, und wir haben verschiedene Varianten dieses Problems diskutiert, was bedeutet, dass es lösbar ist“, sagte er. Witkoff selbst will heute noch in Moskau mit Putin sprechen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Armee attackiert Ölterminal in Russland
Update, 13:25 Uhr: Die Ukraine hat in der vergangenen Nacht ein russisches Ölterminal angegriffen. Dies bestätigte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Betroffen sei ein Ölterminal „in der Siedlung Wolna im russischen Krasnodar Krai“. Weiter „wurden mehrere feindliche Stellungen auf der vorübergehend besetzten Krim getroffen“, hieß es weiter.
Update, 12:33 Uhr: In einer halbe Stunde beginnt in Davos das Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump. Besprochen werden dürften unter anderem die US-Sicherheitsgarantien für ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Ukraine-Krieg aktuell: Trumps Sondergesandter spricht von Zoll-„Gamechanger“
Update, 11:08 Uhr: Die USA könnten der Ukraine bei Zustimmung für einen Friedensplan im russischen Angriffskrieg erlauben, zollfrei in die USA zu exportieren. „Das könnte ein Gamechanger sein. Stellen Sie sich vor, wie die Industrie in großem Maßstab in dieses Gebiet umzieht“, sagte der US-Unterhändler Steve Witkoff bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz). Das wäre für das osteuropäische Land ein immenser Konkurrenzvorteil. „Denn Sie zahlen keine Zölle für Güter, die Sie in die Vereinigten Staaten senden“, fuhr Witkoff fort.
Der von US-Präsident Donald Trump beauftragte Unterhändler sprach zugleich von vielen Fortschritten bei den Gesprächen mit der ukrainischen Seite über den US-Friedensplan in Davos. „Ich denke, dass wir das jetzt auf ein Problem reduziert haben, und wir haben die Beseitigung dieses Problems diskutiert“, sagte Witkoff. Beide Seiten seien an der Lösung der Frage interessiert. Welche das sei, sagte er nicht.
Der US-Unterhändler kündigte dabei an, dass er nach Moskau reisen, dort aber nicht übernachten werde. „Wir reisen dann direkt nach Abu Dhabi“, kündigte er an. In den Vereinigten Arabischen Emiraten würden sich Arbeitsgruppen zusammenfinden, die über die militärischen, nichtmilitärischen und wirtschaftlichen Aspekte beraten sollen. Angaben zur Zusammensetzung dieser Gruppen machte er nicht.