Grüne verlieren

Neue Umfrage: AfD erreicht Höchstwert im Deutschlandtrend wegen Habecks Heizungsgesetz

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Im neuen Deutschlandtrend zeigen sich die Menschen zunehmend unzufrieden mit dem geplanten Heizungsgesetz der Ampel. Die AfD erreicht einen Rekord.

Berlin/München - Die große Unzufriedenheit mit der Ampel-Koalition hält in Deutschland weiter an. Im aktuellen Deutschlandtrend der ARD spiegelt sich wider, dass viele Menschen politische Entscheidungen zunehmend kritisieren. Besonders das geplante Heizungsgesetz der Ampel und eine steigende Beliebtheit der AfD stehen dabei im Fokus.

Steigende Beliebheit: AfD erreicht neuen Höchstwert im Deutschlandtrend

Das seit Wochen anhaltende Umfragehoch der AfD hat im Deutschlandtrend sogar einen Rekordwert erreicht. Wie die ARD am Donnerstagabend mitteilte, verbessert sich die Partei im Vergleich zum Juni um zwei Prozentpunkte und erreicht in der Umfrage aktuell 20 Prozent. Damit liegen die Rechtspopulisten weiterhin auf Platz zwei hinter der Union (28 Prozent).

Verschlechtert haben sich unterdessen die Grünen und die Union, sie haben im Vergleich zum Juni jeweils einen Prozentpunkt der Stimmen verloren. Während die Union damit aber weiterhin die stärkste Kraft in Deutschland bleibt, erreichen die Grünen nur noch einen Wert von 14 Prozent und laut der ARD damit ihr schlechtestes Ergebnis seit Jahren. Die SPD und FDP blieben unterdessen beide unverändert, so liegt die SPD weiterhin bei 18 Prozent und die FDP bei sieben Prozent.

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD und Parteivorsitzende, und Tino Chrupalla, AfD-Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der AfD.

Einen kleinen Lichtblick für die Ampel-Regierung gibt es trotzdem. Zwar ist der Großteil der Befragten noch immer unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung (75 Prozent), aber der Wert hat sich seit Juni etwas verbessert. Immerhin zeigen sich im Juli drei Prozent mehr als im Vormonat zufrieden mit der Koalition.

Kritik an der Ampel: Hälfte der Befragten laut Umfrage unzufrieden mit Heizungsgesetz

Die anhaltende Unzufriedenheit könnte dabei vor allem auf das Heizungsgesetz der Ampel zurückzuführen sein. Die geplanten Klimaschutz-Maßnahmen im sogenannten Gebäudeenergiegesetz gehen für fast jeden zweiten Deutschen (45 Prozent) zu weit. Das sind zwei Prozentpunkte mehr im Vergleich zum April. Für rund zehn Prozent der Befragten geht das Vorhaben nicht weit genug. Die Meinung, dass das Gesetz „angemessen“ ist, ist hingegen um fünf Prozent auf 35 Prozent gesunken. Die Umfrage fand statt, noch bevor das Verfassungsgericht das Heizungsgesetz vorerst gestoppt hat.

Im Vergleich zum April haben sich die Meinungen zum Klimaschutz in Deutschland allgemein verändert. Zwar ist die Mehrheit mit 38 Prozent immer noch der Meinung, dass das Tempo bei Klimaschutzmaßnahmen zu langsam ist. Der Anteil hat im Vergleich zum April aber um acht Prozent abgenommen. Mit sechs Prozentpunkten mehr sind nun 33 Prozent der Meinung, dass das Tempo „zu schnell“ ist. Der Rest ist mit der Herangehensweise an die Klimaziele zufrieden. (nz)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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