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Die finale Merz-Liste: Das sind die Bundesminister, Staatsminister und Staatssekretäre

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Bis Friedrich Merz am 6. Mai zum Kanzler gewählt werden kann, müssen noch SPD und CDU dem Koalitionsvertrag zustimmen. Merz‘ Ministerliste steht zumindest.

Berlin – Lange wurde gemutmaßt, jetzt herrscht Klarheit. Die Ministerliste von CDU-Chef Friedrich Merz ist finalisiert. Dabei gibt es auch einige Überraschungen bei der Besetzung der Ministerposten des CDU-Chefs. Zahlreiche künftige Minister und Ministerinnen stammen aus der Wirtschaft, für andere war die politische Karriere eigentlich schon zu Ende. Nachfolgend die endgültige Liste im Überblick:

Merz‘ Liste für das Kabinett: alle Minister und Ministerinnen der CDU im Überblick

  • Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei
  • Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien
  • Bundesministerin für Wirtschaft und Energie: Katherina Reiche
  • Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder
  • Bundesminister des Auswärtigen: Johann Wadephul
  • Bundesministerin für Gesundheit: Nina Warken

Und die Staatsminister der CDU

  • Staatsministerin für Sport und Ehrenamt: Christiane Schenderlein
  • Staatsminister für Kultur und Medien: Wolfram Weimer
  • Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit: Michael Meister
  • Staatsministerin im Bundesministerium des Auswärtigen: Serap Güler
  • Staatsminister im Bundesministerium des Auswärtigen: Gunther Krichbaum

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden.  © IMAGO/Uwe Koch
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke
Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz
Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt.  © AnikkaxBauer
Wolfram Weimer Minister für Kultur
Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage.  © IMAGO/Thomas Bartilla
Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO
Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste
Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett
Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat.  © IMAGO/Christian Spicker
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern.  © IMAGO/Heiko Becker
Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister
Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet.  © IMAGO/FRANK TURETZEK
Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil
Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags.  © IMAGO
Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett
Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich
Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil
Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.  © IMAGO
Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett
Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke

Außerdem sollen folgende Parlamentarische Staatssekretäre kommen:

Die Parlamentarischen Staatssekretäre der CDU im Überblick

  • Bundeswirtschaftsministerium: Gitta Connemann und Stefan Rouenhoff
  • Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung: Philipp Amthor und Thomas Jarzombek
  • Bundesgesundheitsministerium: Georg Kippels und Tino Sorge
  • Bundesministerium für Bildung und Familie: Mareike Wulf und Michael Brand
  • Bundesverkehrsministerium: Christian Hirte
  • Bundesministerium des Innern: Christoph de Vries
  • Bundesministerium für Landwirtschaft: Silvia Breher
  • Bundesministerium für Forschung und Raumfahrt: Matthias Hauer

Die Liste soll auch noch offiziell beim Parteitag der CDU präsentiert werden. Die CSU präsentiert ihre Liste voraussichtlich bei einer Pressekonferenz um 12.00 Uhr der Öffentlichkeit. Beide Veranstaltungen können Sie in Echtzeit im TV und Stream miterleben. Ab 12.00 Uhr beginnt phoenix die Übertragung der CSU-Pressekonferenz. Um 13.00 Uhr erfolgt dann eine Liveübertragung des CDU-Parteitages auf der Social-Media-Plattform X und auf der offiziellen CDU-Website. Eine offizielle Liste von Markus Söder existiert zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht offiziell. Doch die drei CSU-Ministerposten gelten als gesetzt:

  • Bundesminister des Innern: Alexander Dobrindt
  • Bundesministerin für Forschung und Raumfahrt: Dorothee Bär
  • Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft: Alois Rainer
Wer wird künftig Deutschland unter Friedrich Merz regieren? Die finale Liste ist mit einigen Überraschungen da.

Die SPD beabsichtigt, ihre Minister und Ministerinnen erst nach dem SPD-Mitgliederentscheid bekanntzugeben. Bis zum Dienstag (29. April) haben die rund 360.000 Mitglieder noch die Möglichkeit, über den Koalitionsvertrag abzustimmen. Das Ergebnis wird voraussichtlich am Mittwoch veröffentlicht werden. Vorher plant die SPD auch keine Minister zu benennen. Beobachter gehen davon aus, dass Parteichef Lars Klingbeil nach dem Finanzministerposten streben und Vizekanzler werden könnte. Als sicher erscheint auch, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius in seiner Position verbleibt.

Parteitag der CDU live mitverfolgen: Vorstellung der Bundes- und Staatsminister

Auf dem kleinen Parteitag der CDU werden dann mutmaßlich alle CDU-Kabinettsmitglieder und die Staatsminister sowie die parlamentarischen Staatssekretäre dem Publikum präsentiert. Die Zustimmung der rund 150 Delegierten zu dem Koalitionsvertrag wird als sicher eingeschätzt. „Ich rechne mit einer sehr großen Zustimmung, weil es ein guter Koalitionsvertrag ist“, sagte Baden-Württembergs CDU-Landeschef Manuel Hagel dem Tagesspiegel. „Aus den 28,5 Prozent der Wählerstimmen – und da hätte ich mir weit Besseres gewünscht – haben Friedrich Merz und unser Verhandlungsteam das Beste gemacht“, stellte Hagel fest.

Licht und Schatten erkennt der Parteinachwuchs in dem 144 Seiten umfassenden Papier. Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, erklärte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, nach der Einigung auf die Neuverschuldung habe es in der JU eine „große Verunsicherung“ gegeben. Auch mit den Rentenbeschlüssen im Vertrag sei man nicht zufrieden zu stellen. Positiv bewertete er, bei den Themen Migration und Wirtschaft wäre eine Grundlage geschaffen worden, mit der ein Politikwechsel möglich erscheine. (sischr/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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