„Alle wollen, dass ich kandidiere“

Trump deutet erneute Kandidatur bei Präsidentschaftswahl an - „eine Menge Leute werden sich sehr freuen“

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Obwohl Donald Trump kein Präsident mehr ist, wird es dennoch nicht ruhig um ihn. In einem Interview ließ der 76-Jährige nun eine erneute Kandidatur durchblicken.

München/Washington - Macht er es? Oder macht er es nicht? Viele fragen sich, ob der frühere US-Präsident Donald Trump bei den nächsten US-Präsidentschaftswahlen 2024 kandidieren wird. Er selbst macht ein großes Geheimnis daraus. Immer wieder präsentiert er sich auf großen Bühnen und lässt sich feiern. Dennoch laufen Ermittlungen gegen ihn, da er streng geheime Dokumente nach seiner Präsidentschaft auf sein Anwesen in Florida mitgenommen hatte. Auch der Sturm auf das Kapitol verfolgt ihn weiterhin.

Donald Trump gibt Hinweise auf erneute Kandidatur bei US-Präsidentschaftswahl

Donald Trump hat erneut eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit angedeutet. „Alle wollen, dass ich kandidiere. Ich führe in den Umfragen“, sagte Trump in am Donnerstag veröffentlichten Auszügen aus einem Interview mit dem indischen Fernsehsender NDTV.

Er liege sowohl in Umfragen unter Republikanern als auch unter Demokraten vorn, sagte der Ex-Präsident, „und ich vermute, ich werde in sehr naher Zukunft eine Entscheidung treffen. Und ich glaube, eine Menge Leute werden sich sehr freuen.“ Ob der amtierende Präsident Joe Biden bei den Wahlen 2024 antritt, ist noch nicht bekannt.

US-Ex-Präsident Donald Trump kündigte womöglich eine zweite Amtszeit an.

Der 76-Jährige wiederholte in dem Interview seine widerlegte Behauptung, ihm sei bei der Wahl 2020 durch massiven Wahlbetrug der Sieg „gestohlen“ worden: „Es gibt überwältigende Beweise, es gibt überwältigende Indizien“, behauptete Trump.

Donald Trump: FBI beschlagnahmt streng geheime Dokumente auf seinem Privatanwesen

Der Ex-Präsident steht derzeit im Verdacht, gegen Spionagegesetze verstoßen zu haben, indem er zum Ende seiner Amtszeit kistenweise geheime Unterlage in sein Privat-Anwesen Mar-a-Lago nach Florida mitnahm. Bei einer Razzia in Trumps Luxusanwesen im August hatten FBI-Beamten nach Angaben des Justizministeriums dutzende als „streng geheim“, „geheim“ und „vertraulich“ eingestufte Dokumente beschlagnahmt.

Trump weist jegliche Vorwürfe im Zusammenhang mit den Unterlagen zurück und bezeichnete die Durchsuchung als „einen der schockierendsten Machtmissbräuche durch eine Regierung in der amerikanischen Geschichte“. US-Präsidenten sind dazu verpflichtet, bei ihrem Ausscheiden aus dem Amt sämtliche offiziellen Dokumente an das Nationalarchiv zu übergeben. (dpa/vk)

Rubriklistenbild: © Mary Altaffer/dpa

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