Donald Trump und Ron DeSantis gelten als Favoriten im Kampf um die Nominierung der Republikaner für die US-Wahl 2024. Doch Medienmogul Rupert Murdoch hat offenbar andere Pläne.
Washington DC - In den USA steht in einem Jahr die Präsidentschaftswahl an. Amtsinhaber Joe Biden hat bereits angekündigt, erneut zu kandidieren, und seine Nominierung bei den Demokraten gilt als sehr wahrscheinlich. Bei den Republikanern hingegen zeichnet sich bereits jetzt ein spannender Kampf um die Kandidatur ab. Mehrere prominente Personen haben ihre Ambitionen bereits bekannt gegeben. Rupert Murdoch, Eigentümer von Fox News, dem einflussreichsten TV-Sender der USA, sieht aber keinen der üblichen Verdächtigen vorne, sondern wünscht sich jemand ganz anderen.
Laut eines Berichts der New York Times setzt der 92 Jahre alte, gebürtige Australier nicht auf Floridas Gouverneur Ron DeSantis und schon gar nicht auf Ex-Präsident Donald Trump. Die beiden gelten bislang als absolute Favoriten im breiten Kandidatenfeld der Republikaner. Murdoch favorisiert stattdessen Glen Youngkin und möchte, dass er im November 2024 gegen Joe Biden antritt. Dies habe der einflussreiche Medienmogul „Leuten im privaten Umfeld“ mitgeteilt, so die US-Zeitung.
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Konkurrenz für Donald Trump im Kampf um die Kandidatur der Republikaner
Glen Youngkin ist Gouverneur des Bundesstaats Virginia und sehr erfolgreicher Geschäftsmann mit einem geschätzten Vermögen von 440 Millionen US-Dollar. Das berichtet das US-Nachrichtenportal Forbes über den 56-Jährigen. Außerdem ist Youngkin seit geraumer Zeit Mitglied der Republikanischen Partei. Auf der politischen Bühne trat er erstmals mit seiner Kandidatur für das Amt des Gouverneurs auf. Unterstützt wurde er dabei vor allem von Donald Trump.
Zu Beginn des Jahres schloss Youngkin eine Kandidatur für die US-Wahl 2024 noch aus. Im Mai jedoch kamen Spekulationen auf, dass der aufstrebende Star der Republikaner möglicherweise höhere Ambitionen habe. Youngkin selbst kommentierte die Gerüchte bislang nicht.
Murdoch glaubt weder an Trump noch an DeSantis
Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass Murdoch kaum noch etwas von Donald Trump hält. Das Wall Street Journal berichtete letztes Jahr, der Fox News-Chef glaube, Trump sei „schädlich für die Republikaner“ und ein schlechter Kandidat ohne Erfolgsaussichten für die US-Wahl 2024. Auch die Entlassung von Tucker Carlson, dem zu diesem Zeitpunkt erfolgreichsten Moderator des Senders und bekennenden Trump-Unterstützer, wurde als Zeichen des endgültigen Bruchs zwischen Murdoch und Trump interpretiert.
Führungskräfte von Fox News hatten anfangs große Hoffnungen auf DeSantis gesetzt, sind jedoch laut dem Rolling Stone Magazin zunehmend unzufrieden mit seiner Kampagne. Auftritte des Gouverneurs aus Florida kämen beim Publikum nicht gut an, was sich sinkenden Umfragewerte ausdrücke.
TV-Debatte bei Fox News findet ohne Donald Trump statt
Für Trump kommt Murdochs Unterstützung für Youngkin zur Unzeit. Der ehemalige Präsident ist vor allem mit zahlreichen Klagen und Prozessen beschäftigt. Sein Verhältnis zu Fox News ist längst nicht mehr die innige Beziehung, die es einmal war. Obwohl Trump regelmäßig zu Gast beim TV-Sender ist, hat er angekündigt, nicht an einer Debatte mit allen aussichtsreichen Kandidaten für die republikanische Nominierung teilzunehmen, die von Fox News veranstaltet wird. Er bezeichnete den Kanal als „feindselig“ und die anderen Kandidaten als unwichtig. Ob sich daran etwas ändert, wird sicher auch von Rupert Murdoch beeinflusst werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von dem Redakteur Daniel Dillmann sorgfältig überprüft.