Reaktionen auf den neuen Papst: „Ein Krieg der Kirche gegen Trump!"
VonNils Thomas Hinsberger
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Die Wahl von Leo XIV. verzückt die katholische Welt. Doch das Umfeld Trump reagiert mit wütender Kritik. Die Reaktionen auf den neuen Papst im Ticker.
Update, 11.04 Uhr: In einer Diskussionsrunde auf CNN lobte Radiomoderator Ben Ferguson die Reaktion Donald Trumps auf den neuen Papst. „Einige Leute sollten heute Abend Präsident Donald Trump für die Art und Weise, wie er reagiert hat, Anerkennung zollen“, so Ferguson.
Update, 08.35 Uhr: Aus dem Kreis rund um Donald Trump kommen eher abfällige Reaktionen auf den neuen Papst. „Er ist anti-Trump, anti-MAGA, für offene Grenzen und ein totaler Marxist“, schrieb Laura Loomer in den sozialen Medien. Die rechtsradikale Influencerin gilt als enge Vertraute Trumps. Und sie ist nicht die Einzige aus dem Team Trump, die mit dem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche so ihre Probleme hat.
Das gilt auch für Alex Jones. Der mehrfach vorbestrafte Verschwörungstheoretiker sprach in seiner Show mit Leo Zagami, einem angeblichen Insider aus dem Vatikan und Autor eines Buches über die Illuminati, der zum neuen Papst sagte: „Er ist schlimmer als Franziskus. Es wird einen Krieg der Kirche gegen Trump geben.“
Update, 22.39 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte die Wahl des US-Kardinals zum Papst einen „historischen Moment“ für die katholische Kirche. Er hoffe, dass das „neue Pontifikat Frieden und Hoffnung bringt“, schrieb Macron auf X.
Internationale Reaktionen auf den neuen Papst: Putin zuversichtlich für „konstuktiven Dialog“
Update, 22 Uhr: Auch Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zum neuen Papst Leo XIV. geäußert. In einer vom Kreml veröffentlichten Erklärung heißt es: „Ich bin zuversichtlich, dass sich der konstruktive Dialog und die Interaktion zwischen Russland und dem Vatikan auf der Grundlage der christlichen Werte, die uns verbinden, weiter entwickeln werden.“
Reaktionen zum neuen Papst Leo XIV.: Vance gratuliert – „Gott segne ihn!“
Update, 21.04 Uhr: Nach der freudigen Reaktion von US-Präsident Donald Trump hat auch US-Vize JD Vance dem neuen Papst Leo XIV. gratuliert. „Ich bin sicher, dass Millionen amerikanischer Katholiken und anderer Christen für seine erfolgreiche Arbeit an der Spitze der Kirche beten werden“, schrieb der Republikaner in einem kurzen Post auf der Plattform X. „Gott segne ihn!“ Vance ist als Erwachsener zum katholischen Glauben konvertiert und wurde 2019 getauft. Er hatte Papst Franziskus noch am Tag vor seinem Tod im Vatikan zu einem Gespräch getroffen.
Update, 20.08 Uhr: Nach den Reaktionen von Regierungschefs wie Trump und Merz richtet sich auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an den Sieger der Papst-Wahl: „Wir wünschen, dass sein Pontifikat von Weisheit und Stärke geleitet sein möge, während er die katholische Gemeinschaft führt und die Welt durch sein Engagement für Frieden und Dialog inspiriert.“
Reaktionen zum neuen Papst: Sánchez hofft auf Beitrag zu „Verteidigung der Menschenrechte“
Update, 19.57 Uhr: Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez hat der katholischen Kirche zur Wahl des US-Amerikaners Robert Prevost zum neuen Papst gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an die gesamte katholische Kirche zur Wahl des neuen Papstes Leo XIV. zum Pontifex“, schrieb der Sozialist auf der Plattform X. „Möge sein Pontifikat dazu beitragen, den Dialog und die Verteidigung der Menschenrechte in einer Welt zu stärken, die Hoffnung und Einheit braucht“, fügte der Regierungschef Spaniens hinzu, ein Land, in dem sich eine große Mehrheit der rund 49 Millionen Einwohner zum katholischen Glauben bekennt.
Update, 19.41 Uhr: Als einer der ersten hat auch Bundeskanzler Friedrich Merz dem neuen Papst gratuliert. „Zu Ihrer Wahl zum Oberhaupt der Katholischen Kirche gratuliere ich Ihnen sehr herzlich“, erklärte Merz am Donnerstag laut Bericht der Nachrichtenagentur AFP. Der Papst sei für viele Menschen „ein Anker für Gerechtigkeit und Versöhnung“.
Papst-Wahl: Reaktionen auf den Sieger – Trump feiert „ersten amerikanischen Papst“
Update, 19.26 Uhr: Der US-Amerikaner Robert Prevost ist neuer Papst. Er wird Papst Leo XIV. heißen. Dies teilte Kardinal Dominique Mamberti nach dem Konklave auf dem Balkon des Petersplatzes mit. Kurz nach Bekanntgabe erfolgen bereits die ersten Reaktionen aus den USA.
Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Plattform Truth Social: „Es ist eine große Ehre, zu wissen, dass er der erste amerikanische Papst ist. Was für eine Aufregung und was für eine große Ehre für unser Land.“ Dem neuen Papst gratuliert Trump und fügt hinzu: „Ich freue mich darauf, Papst Leo XIV. zu treffen. Es wird ein sehr bedeutsamer Moment sein!“
Reaktionen auf Papst-Wahl: Jubel auf dem Petersplatz in Rom – nach weißem Rauch
Update, 18.17 Uhr: Die katholische Kirche hat einen neuen Papst. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikan stieg weißer Rauch auf. Auf dem Petersplatz, wo gut 15.000 Menschen warteten, brach als Reaktion kurz nach 18 Uhr lauter Jubel aus. Vom Petersdom läuteten die Glocken.
Nun wird es noch etwas dauern, bis der Name des neuen Oberhaupts von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken bekannt wird. Nach dem Ritus der katholischen Kirche wird der neue Papst jetzt in Weiß eingekleidet. Alle Kardinäle schwören ihm Gehorsam. Nach einem gemeinsamen Gebet geht es zur Mittelloggia des Petersdoms. Dort wird das „Habemus Papam“ (Wir haben einen Papst) verkündet – und auch der Name.
Papst-Wahl: 133 Kardinäle in der sixtinischen Kapelle
Erstmeldung: Vatikan – Heute beginnt die Suche nach einem neuen Papst. Nach dem Tod von Papst Franziskus, treten ab dem 7. Mai 133 Kardinäle in der sixtinischen Kapelle im Stadtstaat Vatikan zusammen, um ein neues Oberhaupt der katholischen Kirche zu ernennen. Das sogenannte Konklave kann dabei mehrere Tage andauern, wie der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Papst-Beerdigung in Rom: Trump trägt blau, Selenskyj im Anzug
Auch in der Politik blickt man mit Spannung auf die Ernennung eines neuen Papstes. Immer wieder sind Politikerinnen und Politiker zum Pontifex gereist – nicht zuletzt, weil sich Papst Franziskus stets über internationale politische Themen geäußert hatte. So setzte er sich unter anderem für einen Frieden im andauernden Ukraine-Krieg ein. „Krieg ist immer eine Niederlage. Ich fordere noch einmal, den Irrsinn der Gewalt zu beenden und sich für einen gerechten und dauerhaften Frieden einzusetzen“, zitierte ihn dazu die Nachrichtenseite Vatican News.
Eine derjenigen, die sich sogar mehrfach mit Papst Franziskus getroffen haben, war Altkanzlerin Angela Merkel (CDU). Die ehemalige Bundeskanzlerin und evangelische Christin nannte das ehemalige Kirchenoberhaupt im Gespräch mit Domradio.de einen „lebendigen und weltzugewandten Menschen“. In dem Podcast äußerte sich Merkel auch über ihre Wünsche an einen neuen Papst. So würde sie es begrüßen, „wenn einfach diese Linie eines menschennahen Papstes, die Franziskus angefangen hat, fortgesetzt würde“.
Nach dem Tod von Papst Franziskus hatte sich auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über die Zukunft des Papst-Amtes geäußert. In einem Beitrag auf X sprach von der Leyen allen Trauernden ihre Anteilnahme aus. „Möge ihnen der Gedanke Trost spenden, dass das Vermächtnis von Papst Franziskus uns allen auch weiterhin den Weg zu einer gerechteren, friedlicheren und mitfühlenderen Welt weisen wird.“
Konklave beginnt im Vatikan: Trump schockiert nach Papst-Tod mit KI-Bild
In Washington reagierte man ebenfalls mit Beileidsbekundungen auf den Tod von Papst Franziskus. „Ich habe gerade vom Tod von Papst Franziskus erfahren“, schrieb US-Vize-Präsident JD Vance in einem Beitrag auf X. Er hatte den Pontifex noch einen Tag zuvor im Vatikan besucht. „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Millionen Christen weltweit, die ihn geliebt haben.“
Täglich finden zwei Wahlgänge statt. Die Zeit für die Papst-Wahl ist nicht begrenzt
Wo wird gewählt?
In der Sixtinischen Kapelle im Vatikan
Die Reaktionen auf die Bildmontage ließen nicht lange auf sich warten. „Es gibt nichts Kluges oder Lustiges an diesem Bild, Mr. President“, zitierte der Spiegel eine Erklärung der New York State Catholic Conference. „Wir haben gerade unseren geliebten Papst Franziskus beerdigt, und die Kardinäle stehen kurz vor einem feierlichen Konklave.“ Die Vereinigung warf Trump vor, sich über das Amt des Papstes lustig zu machen. Trump dagegen tat die Aktion als Scherz eines nicht weiter genannten Mitarbeiters ab.
Zur Wahl des neuen Papstes sind alle Kardinäle unter 80 Jahren zugelassen, was sich laut der Nachrichtenagentur Reuters auf insgesamt 133 Kardinäle aus insgesamt 70 Ländern beläuft. In der Regel wird der Nachfolger des verstorbenen oder abgetretenen Kirchenoberhaupts aus den Reihen der Kardinäle ausgewählt, was allerdings keine Voraussetzung ist.
Am ersten Tag des Konklaves findet nur ein Wahlgang statt. An allen darauffolgenden Tagen müssen die Kardinäle zweimal täglich ihre Stimme abgeben. Die geschieht so lange, bis ein Kandidat die benötigte Zweidrittel-Mehrheit erreicht. Dann signalisiert weißer Rauch aus dem Schornstein der sixtinischen Kapelle die Wahl eines neuen Oberhaupts der katholischen Kirche. Das längste Konklave dauerte übrigens ganze zwei Jahre und neun Monate an. Doch ganz so lange werden sich Interessierte diesmal wohl nicht gedulden müssen. (nhi mit Agenturen)