„Eine friedliche Machtübergabe“

Biden empfängt Trump: Seltenes Aufeinandertreffen im Weißen Haus am Mittwoch

  • schließen

Ein Treffen zwischen Trump und Biden gab es zuletzt beim TV-Duell. Nun empfängt Biden Trump im Weißen Haus und folgt damit einer Tradition, von der Trump abgerückt war.

Washington D.C. – Beim letzten Treffen waren die beiden noch Konkurrenten um die 47. US-Präsidentschaft – US-Präsident Joe Biden und der designierte Präsident Donald Trump. Im Juni – Biden als Kandidat der Demokraten und Trump für die Republikanertrafen sich die beiden Männer im TV-Duell. Seither hat sich einiges getan. Anstelle von Biden trat Kamala Harris bei der Wahl an und Trump ging als Sieger aus der Präsidentschaftswahl hervor. Nun steht das nächste Treffen des scheidenden und designierten Präsidenten an.

Nach Trumps Sieg bei der US-Wahl: Biden lädt den Republikaner ins Weiße Haus

Nach dem Sieg des Republikaners empfängt der demokratische Amtsinhaber seinen ehemaligen Kontrahenten am Mittwoch im Weißen Haus. Das kündigte Bidens Sprecherin, Karine Jean-Pierre, an. Das Treffen sei geplant für 11.00 Uhr Ortszeit im Oval Office, dem Amtszimmer des Präsidenten.

Nach Trumps Sieg bei der US-Wahl: Joe Biden empfängt den designierten US-Präsidenten im Weißen Haus (Montage)

Trump und Biden im Weißen Haus: „Genauso beeindruckend wie Obama und Trump im Jahr 2016“

Das Treffen am Mittwoch ist eine der seltenen direkten Begegnungen von Biden und Trump. „Das Bild von Herrn Biden und Herrn Trump zusammen im Weißen Haus wird wahrscheinlich genauso beeindruckend sein wie das des ehemaligen Präsidenten Barack Obama und Herrn Trump im Jahr 2016“, schreibt die New York Times über das Treffen zwischen Biden und Trump.

Damals hatte Trump gegen die Demokratin Hillary Clinton die Wahl gewonnen und startete seine erste Amtszeit als US-Präsident. Obama hatte Trump bei dem Treffen Erfolg gewünscht und erklärt, ihn bei dem Übergang unterstützen zu wollen. Trump sprach dem Ex-Präsidenten zwar damals seinen „Respekt“ aus, beleidigte Obama jedoch später immer wieder im Laufe seiner Amtszeit und versuchte Obamas Agenda rückgängig zu machen. Im Wahlkampf vor der diesjährigen US-Wahl hat Obama Harris unterstützt und wiederholt vor einer zweiten Amtszeit für Trump gewarnt.

„Friedliche Machtübergabe“ nach US-Wahl – Trump hat Biden 2020 nicht eingeladen

Das Treffen des scheidenden und designierten US-Präsidenten hat Tradition. Dabei geht es laut CNN darum, „die friedliche Machtübergabe zu symbolisieren“. Eine Tradition, von der Trump nach Ende seiner Amtszeit jedoch abgerückt war. Der Republikaner war bei der damaligen Wahl gegen Biden angetreten und verlor – er hat die Niederlage aber bis heute nicht eingeräumt. Damals hatte Trump Biden nicht nur nicht ins Weiße Haus eingeladen, sondern war auch dessen Amtseinführung ferngeblieben.

Biden und Trump haben ein gelinde gesagt angespanntes Verhältnis, das nicht erst seit dem diesjährigen Wahlkampf durch gegenseitige verbale Angriffe geprägt ist. Nach Trumps Wahlsieg hatte Biden Trump bereits kurz nach der Wahl angerufen, ihm zum Sieg gratuliert und ihn ins Weiße Haus eingeladen. Trump soll am 20. Januar für seine zweite Amtszeit an der Staatsspitze vereidigt werden. „Ich werde meine Pflicht als Präsident erfüllen: Ich werde meinen Eid erfüllen und die Verfassung ehren. Am 20. Januar wird es hier in Amerika eine friedliche Machtübergabe geben“, erklärte Biden am Donnerstag nach der US-Wahl. (pav/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ABACAPRESS, IMAGO / MediaPunch

Kommentare