Pence auf der Siegerseite

Klatsche für Trump – wieder in Georgia: Vertrauter scheitert krachend an der Vorwahl

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Ex-Präsident Donald Trump im Juni 2021

Donald Trumps Plan ging in Georgia bei den Vorwahlen nicht auf: Der von ihm unterstützte Kandidat musste eine eine krachende Niederlage einräumen.

Atlanta - Donald Trump ist in den USA nicht verschwunden. Die Frage, ob er 2024 noch einmal ins Präsidentschafts-Rennen der USA einsteigt, geistert weiter umher. Eine offizielle Aussage Trumps gibt es nicht, aber die Hinweise sind ziemlich klar. Rund läuft für den Republikaner aber nicht alles.

Bei Vorwahlen im US-Bundesstaat Georgia hat der von Trump unterstützte Kandidat am Dienstag (24. Mai) eine empfindliche Niederlage erlitten. Der trumpnahe Bewerber für das Gouverneursamt in dem Südstaat, David Perdue, räumte seine Niederlage ein, als erste Teilergebnisse ihn fast 50 Prozentpunkte hinter dem konservativen Amtsinhaber Brian Kemp sahen. Kemps Wahlsieg war zwar erwartet worden, nicht aber mit derartigem Vorsprung.

Trump-Unterstützer kassiert herbe Niederlage: Ex-Präsident kritisiert Georgia-Gouverneur

Der unterlegene Perdue hatte sich im Wahlkampf als besonders enger Trump-Verbündeter gegeben. Der frühere Senator wiederholte regelmäßig die Vorwürfe des früheren Präsidenten vom angeblichen massiven Betrug bei der Präsidentschaftswahl 2020, die Trump gegen den Demokraten Joe Biden verloren hatte.

In dieser Angelegenheit kannte Vorwahlsieger Kemp die Wut Trumps bereit: Der Gouverneur hatte sie auf sich gezogen, weil er sich wiederum damals weigerte, den Ausgang der Wahl in Georgia zugunsten des damaligen Präsidenten zu kippen. Trump hat Kemp deswegen regelmäßig scharf attackiert und sich hinter dessen Herausforderer Perdue gestellt.

Am Wahltag selbst bekräftigte Trump seine Unterstützung für Perdue und seine Kritik an Kemp. Perdue sei „ein konservativer Kämpfer, der keine Angst vor der radikalen Linken“ habe, schrieb der 75-jährige Ex-Präsident in einer Erklärung. Kemp dagegen habe Georgia „im Stich gelassen“ und „massiven Wahlbetrug“ zugelassen. „Kemp ist ein sehr schwacher Gouverneur.“

Trump sprach 2020 auch in Georgia von Wahlbetrug - was ihm mit verantwortlichen Republikanern vor Ort viel Streit einbrachte. Denn Mitarbeiter gingen die Behauptungen fein säuberlich durch und widerlegten sie damals Punkt für Punkt.

Donald Trumps Einfluss bei den Republikanern: Schadet Fixierung auf angeblichen Wahlbetrug?

In den USA finden im November Kongress-Zwischenwahlen und eine Reihe von Gouverneurswahlen statt. Bei den Vorwahlen will der bei der konservativen Basis nach wie vor sehr beliebte Trump seine Macht spielen lassen und spricht seine Unterstützung für republikanische Kandidaten aus, die ihm gegenüber loyal sind. Teile der Partei versuchen dagegen, Trumps Einfluss zurückzudrängen. Sie befürchten unter anderem, dass Trumps Fixierung auf seine Wahlniederlage 2020 und angeblichen Wahlbetrug den Republikanern bei den nächsten Wahlen schaden könnte.

Der frühere Vizepräsident Mike Pence stellte sich im Vorwahlkampf in Georgia offen auf die Seite von Gouverneur Kemp - und damit indirekt gegen seinen früheren Chef Trump. Pence, dem wie auch Trump Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur 2024 nachgesagt werden, absolvierte am Montagabend zusammen mit Kemp einen Wahlkampfauftritt. „Ich war schon für Brian Kemp, bevor das cool war“, sagte Pence dabei vor hunderten Anhängern im Großraum Atlanta.

US-Vorwahlen in Georgia und anderswo: Trump-Kandidaten müssen teils Niederlagen verkraften

Am Dienstag fanden auch Vorwahlen in den Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Minnesota und Texas statt. Bei Vorwahlen in anderen Bundesstaaten in den vergangenen Wochen hatten von Trump unterstützte Kandidaten teilweise Erfolge erzielen können, es gab aber auch Niederlagen für das Lager des Ex-Präsidenten. (AFP/cibo)

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