Vergünstigtes Monatsticket

49-Euro-Ticket kommt: ICE, Gültigkeit, Abo – die Antworten auf drängende Fragen

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Bund und Länder haben sich doch noch auf die Finanzierung verständigt: Das 49-Euro-Ticket kommt. Was wissen wir bisher zu der vergünstigten Monatskarte?

Berlin – Auf eine bundesweite ÖPNV-Monatskarte im Preisumfang von 49 Euro hatten sich Bund und Länder schon länger verständigt, die Finanzierungsfrage hingegen brachte den endgültigen Beschluss ins Stocken. Jetzt haben die Länder und die Ampel unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) auch bei der Finanzierung zueinander gefunden.

Doch was wissen wir bisher über das geplante Angebot, das Sozialverbände in Deutschland für zu teuer halten? Einige Fragen sind weiterhin offen oder nicht eindeutig zu beantworten.

Wann das 49-Euro-Ticket kommt, ist nicht endgültig klar – geplant ist jedoch der 1. Januar 2023

Abschließende Klarheit in der Frage wann das 49-Euro-Ticket kommt, gibt es bisher nicht. Doch es gibt zumindest Pläne: Geht es nach der Bundesregierung, dann soll das vergünstigte Monatsticket für 49 Euro zu Beginn des neuen Jahres kommen: Geplant soll bisher ein Start zum 01. Januar 2023 sein. In Stein gemeißelt ist das Startdatum allerdings keineswegs: Noch ist es möglich, dass sich der Beginn des Klimatickets verzögert. Mit einer definitiven Antwort auf die Frage „Wann kommt das 49-Euro-Ticket“ muss noch gewartet werden.

Das 49-Euro-Ticket wurde als Teil eines Entlastungspakets beschlossen. (Symbolfoto)

49-Euro-Ticket wo gültig? Geltungsbereich klar: Klimaticket soll bundesweit im ÖPNV nutzbar sein

Auf gängigen Suchmaschinen im Internet findet sich immer wieder eine Suchanfrage zum Klimaticket: „49-Euro-Ticket wo gültig?“. Tatsächlich dürfte sich das Angebot in seinem Geltungsbereich sehr eng an seinem Vorgänger, dem 9-Euro-Ticket orientieren. Konkret bedeutet das, dass das 49-Euro-Ticket bundesweite Gültigkeit besitzen soll. Damit wird sich die Auseinandersetzung mit komplizierten Preisstrukturen für Angebote in einzelnen Bundesländern für die meisten Kundinnen und Kunden erübrigen.

49-Euro-Ticket: ICE fahren wird mit dem 9-Euro-Ticket-Nachfolger nicht möglich sein

Doch noch eine weitere Frage drängt zum 49-Euro-Ticket: Welche Züge kann ich nehmen? Aus der Erkenntnis, dass es sich bei dem 9-Euro-Ticket-Nachfolger ebenfalls um ein Angebot für den ÖPNV handelt, ergibt sich eine schlechte Nachricht zum 49-Euro-Ticket: ICE fahren wird auch mit dem Klimaticket zukünftig nicht möglich sein. Von einem Bundesland ins andere kann daher auf den Schienen nur mit Regionalbahnen oder Straßenbahnen gefahren werden. Kurzum: Im Fernverkehr ist die Karte nicht gültig – lediglich im Regionalverkehr. Auch in Hamburg beispielsweise wird das 49-Euro-Ticket im HVV schon heiß erwartet – so kommt man beim HVV an das 49-Euro-Ticket.

49-Euro-Ticket im Abo: Wie lange gilt das 49-Euro-Ticket? Angebot soll monatlich kündbar sein

Doch wie lange gilt das 49-Euro-Ticket? Laut aktuellen Berichten kommt das 49-Euro-Ticket im Abo – allerdings soll das Klimaticket monatlich kündbar sein. Verbraucherinnen und Verbraucher verpflichten sich daher mit dem Kauf nicht langfristig, mit der Kündigung muss daher gegebenenfalls nicht über Monate gewartet werden. Tatsächlich soll der 9-Euro-Ticket Nachfolger nur im monatlich kündbaren Abo erhältlich sein. Der Kauf ist planmäßig auch über die Apps regionaler Verkehrsanbieter möglich. Das sogenannte Deutschlandticket wird es voraussichtlich digital geben, doch nicht nur das: Laut Plan ist das 49-Euro-Ticket auch als Plastikkarte erhältlich.

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Der im Vergleich zum Vorgänger hohe Preis des 49-Euro-Tickets steht in der Kritik, doch in diesem Punkt wird es wohl keine Bewegung mehr geben – der Preis steht fest. Kritik kommt unter anderem aus dem Sozialverband Deutschland. Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte laut der Nachrichtenagentur dpa: „Trotzdem bleiben wir dabei, dass sich 49 Euro nicht alle Menschen leisten können. Deshalb fordern wir weiterhin ein 365-Euro-Ticket. Ein Euro pro Tag für Mobilität, das wäre wirklich sozial verträglich.“

Rubriklistenbild: © Arne Dedert / dpa

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