Konzertierte Aktion

Inflationsprämie: 3000 Euro steuerfrei vom Arbeitgeber? Daran glauben nur wenige 

+
Die Bundesregierung möchte die Weichen für eine Inflationsprämie stellen.
  • schließen

Bei der Konzertierten Aktion könnte über die Inflationsprämie gesprochen werden. Daran, dass es die steuerfreien 3000 Euro gibt, glauben aber wenig Arbeitnehmer.

Berlin – 3000 Euro steuerfrei: Für viele Arbeitnehmer in Deutschland, die derzeit unter der hohen Inflation und der Gaskrise leiden, ist die mögliche Inflationsprämie, die die Bundesregierung im Rahmen des Entlastungspakets 3 angekündigt hat, ein Traum. Ein Traum, der in weiter Ferne liegt. Denn wer die 3000 Euro als steuerfreie Inflationsprämie erhält, entscheidet schlussendlich nicht die Bundesregierung. Vielmehr sind die Arbeitgeber gefordert. Um die Chancen auszuloten, trifft sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einer Konzertierten Aktion in Berlin mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften.

Steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von bis zu 3000 Euro: Entlastungspaket 3 bringt weitere Hilfen

Die Ziele der Konzertierten Aktion im Kanzleramt ist es, gemeinsam Lösungen zur Bekämpfung von Abschwungrisiken und Inflation zu bekämpfen. Konkret ist also die Inflationsprämie in Höhe von 3000 Euro bei den Gesprächen nicht auf dem Tisch. Doch nachdem die Ampel-Koalition mit dem 3. Entlastungspaket unter anderem die Energiepauschale für Rentner und den Bonus für Studierende und Auszubildende auf den Weg gebracht hat, ist die Inflationsprämie in Deutschland zum großen Gesprächsthema geworden.

Da die Inflationsprämie eine steuerfreie und sozialabgabenfreie Einmalzahlung von Unternehmen an ihre Mitarbeiter ist, obliegt es allerdings den Arbeitgebern selbst, zu entscheiden, ob eine Unterstützung wegen der hohen Inflation in Deutschland gezahlt wird oder nicht. Ebenso können sie die Höhe bestimmten. Die 3000 Euro sind nur die Grenze, bis zu welcher Summe die Zahlung steuerfrei bleibt.

3000 Euro steuerfrei: Inflationsprämie aus dem 3. Entlastungspaket sorgt bei Arbeitnehmern für Hoffnung

Bereits kurz nach der Bekanntgabe der Ergebnisse zum 3. Entlastungspaket hatte Scholz auf die Gesprächsrunden mit den Gewerkschaften und Arbeitgebern verwiesen. Damals kündigte er an, dass der Bund in einem solchen Fall bereit wäre, „bei zusätzlichen Zahlungen der Unternehmen an ihre Beschäftigten einen Betrag von bis zu 3000 Euro von der Steuer und den Sozialversicherungsabgaben zu befreien.“ 

Die Regierung kann in diesem Zusammenhang nur den Anreiz für Unternehmen schaffen, damit die steuerfreie Inflationsprämie in maximaler Höhe von 3000 Euro gezahlt wird. Dass es durch diese Regelung tatsächlich zu einem „Inflationsprämien-Frust“ bei Arbeitnehmern kommen kann, ist naheliegend: Angesichts der Gaskrise in Deutschland sind zahlreiche Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage geraten und einige werden nicht in der Lage sein, den Mitarbeitern eine Inflationsprämie zu zahlen.

Gaskrise in Deutschland: Arbeitnehmer hoffen auf Inflationsprämie in Höhe von 3000 Euro aus Entlastungspaket 3

Wahrscheinlich ist, dass angesichts der Energiekrise in Deutschland zahlreiche Unternehmen keine steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von bis zu 3000 Euro zahlen werden. Für viele Arbeitgeber geht es derzeit um die wirtschaftliche Existenz. Erwartet wird, dass die Verhandlungen über eine mögliche Einmalzahlung unter den einzelnen Tarifparteien ausgemacht werden. Nun bleibt abzuwarten, inwieweit eine Inflationsprämie für Arbeitgeber kommt – und ob Olaf Scholz sein Versprechen, die Bürger in der Gaskrise nicht alleine zu lassen, halten kann.

Kommentare