„Jeder weiß das“

Nach Iran-Angriff auf Israel: Trump macht Biden schwere Vorwürfe – „Große Schwäche“

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Der massive Angriff des Iran auf Israel macht auch vor dem US-Wahlkampf nicht halt. Donald Trump attackiert den amtierenden US-Präsidenten Joe Biden.

Schnecksville – Der Großangriff des Iran auf Israel hat selbst Donald Trump auf den Plan gerufen. Der frühere US-Präsident kam bei seiner Wahlkampfveranstaltung zur US-Wahl 2024 in Pennsylvania auf die massiven Drohnen- und Raketenangriffe des Irans gegen Israel zu sprechen. Besonders den amtierenden Präsidenten Joe Biden nahm der republikanische Kandidat für die US-Wahl 2024 ins Visier.

US-Wahlkampf: Donald Trump attackiert Joe Biden nach dem Großangriff des Iran auf Israel

Bei der Rede vor seinen Fans in Schnecksville machte Trump deutlich, dass es seiner Ansicht nach ein Angriff auf Israel durch den Iran nicht zustande gekommen wäre, wenn er und nicht sein demokratischer Kontrahent derzeit im weißen Haus sitzen würde. „Sie werden gerade angegriffen, weil wir [die USA] große Schwäche zeigen. Es ist eine unglaubliche Schwäche, die wir zeigen“, so Trump über die Rolle der USA und Joe Biden bei dem Angriff aus dem Iran auf Israel.

„Das wäre nicht passiert, wenn wir im Amt wären – Ihr wisst das, sie wissen das, jeder weiß das“, erklärte Trump auf dem Podium weiter. „Amerika betet für Israel, wir senden unsere absolute Unterstützung an alle, die in Gefahr sind“, so Trump.

Krieg in Nahost: Iran greift Israel mit hunderten Drohnen und Raketen an

Der beispiellose Angriff des Iran auf Israel bestand der Armee zufolge aus mehr als 350 Geschossen. Nach Angaben des Verteidigungsministers Joav Gallant die erste große Welle iranischer Drohnen- und Raketenangriffe abgewehrt. Die Konfrontation sei aber noch nicht vorbei, sagte er in einer Video-Botschaft.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte unterdessen auf dem Kurznachrichtendienst X: „Wir haben abgefangen, wir haben abgewehrt, zusammen werden wir gewinnen.“

Donald Trump greift Boden bereits vor dem Angriff des Irans auf Israel an

Bereits vor dem Angriff des Iran auf Israel mit hunderten Drohnen und Raketen attackierte Donald Trump den amtierenden US-Präsidenten Biden. Hintergrund war der Luftangriff auf die iranische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Anfang des Monats starben zwei hohe iranische Generäle und fünf weitere Offiziere.

Donald ist der Meinung, dass ein Angriff des Irans auf Israel nicht passiert wäre, wenn er derzeit im weißen Haus sitzen würde. (Montage)

Trump, der einzig übrig gebliebene Republikaner im Rennen um die US-Präsidentschaftswahl 2024, sprach am vergangenen Freitag (12. April) bei einer Pressekonferenz zum Iran-Israel-Konflikt. Dabei bezeichnete er den amtierenden Präsidenten Biden als „ziemlich erbärmlich“. Wäre Trump im Amt geblieben, würde der Iran keinen Vergeltungsschlag gegen Israel durchführen, so die Behauptung des Ex-Präsidenten. „Sie würden Israel nicht angreifen, wenn ich Präsident wäre, das kann ich Ihnen sagen“, sagte er gegenüber der Presse in Palm Beach im Bundesstaat Florida. „Und das haben sie auch nie getan“, fuhr Trump, gegen derzeit mehrere Strafverfahren laufen, fort. Darüber berichtet die Daily Mail.

Krieg in Nahost: Nach Irans Angriff auf Israel wächst die Angst vor einem Flächenbrand

Derweil wächst die Sorge vor einem Flächenbrand, der den Krieg in Nahost auf eine neue Eskalationsstufe heben könnte. Nach dem Drohnen- und Raketenangriff aus dem Iran wird Israel vor einem Vergeltungsschlag nicht zurückschrecken. Während international viele Politiker Besonnenheit in dem Krieg einforderten, sendete das Kabinett des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine eindeutige Botschaft nach Teheran.

„Israel hat heute umfassende internationale Legitimität erhalten, um den Iran mit beispielloser Gewalt anzugreifen“, sagte Kulturminister Miki Zohar laut einem Bericht der Times of Israel. Zuvor hatten auch schon andere Minister mit beträchtlichen Konsequenzen gedroht.

Biden sichert Israel nach Iran-Angriff volle Unterstützung zu: Minister fordert „vernichtenden Angriff“

Bereits vor dem Vergeltungsschlag gegen Israel sicherte die Biden-Regierung Netanyahu bereits die Unterstützung zu. Diese unterstrich er abermals in einem Statement in der vergangenen Nacht. Ob das aber auch für einen Vergeltungsschlag vonseiten Israels gegen den Iran, wie es der Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir auf dem Onlinedienst X fordert, bleibt ungewiss.

Ben-Gvir schrieb in seinem Post, dass es „bisher eine beeindruckende Verteidigung“ sei, bevor er seiner Forderung mit Worten Gewicht verlieh. „Jetzt brauchen wir einen vernichtenden Angriff.“

Rubriklistenbild: © dpa (3) / Joe Lamberti / Tomer Neuberg / Mark Schiefelbein

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