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Nils Thomas Hinsberger
Franziska Schwarz
Christoph Elzer
Nail Akkoyun
In Utah wird der Trump-nahe Influencer Charlie Kirk angeschossen – und stirbt kurz darauf. Zum Schützen ist noch nichts bekannt.
Update, 9.22 Uhr: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den rechten Aktivisten Charlie Kirk nach dessen Tod gewürdigt. Kirk sei ein „löwenherziger Freund Israels“ gewesen, so Netanjahu auf X. Der nach einem mutmaßlichen Attentat an einer Universität im US-Bundesstaat Utah gestorbene Kirk sei von Israels Regierungschef noch vor kurzem eingeladen worden. „Leider wird dieser Besuch nicht stattfinden“, so Netanjahu weiter. Kirk galt als überzeugter Unterstützer Israels im Krieg gegen die Hamas und verteidigte das Vorgehen des Landes im Gazastreifen.
Attentat auf Charlie Kirk: Bilder zeigen das Entsetzen – und den mutmaßlichen Täter




Update, 8.48 Uhr: Die Suche nach dem Schützen aus Utah geht weiter. Nachdem der rechte Aktivist Charlie Kirk bei einer Rede an einem Uni-Campus im US-Bundesstaat erschossen wurde, habe die Polizei bereits zwei Verdächtige festgenommen, berichtete die New York Times. Die beiden seien nach kurzer Zeit wieder entlassen worden.
Update, 11. September, 5.36 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den erschossenen rechten Aktivisten Charlie Kirk als „Märtyrer der Wahrheit“ bezeichnet und die „radikale Linke“ für dessen Tod verantwortlich gemacht. „Seit Jahren vergleichen radikale Linke wunderbare Amerikaner wie Charlie mit Nazis und den weltweit größten Massenmördern und Kriminellen“, sagte Trump in einem kürzlich auf Truth Social veröffentlichten Video.
Auch Aktivisten aus Trumps Maga-Bewegung feierten Kirk als Märtyrer, der für konservative Werte gestorben sei. „Charlie Kirk ist an der Front gestorben“, sagte der ultrarechte Ideologe und frühere Trump-Berater Steve Bannon im Sender „Real America‘s Voice“. „Die von Charlie Kirk begonnene Bewegung wird nie enden“, sagte der rechte Aktivist Jack Posobiec im Gespräch mit Bannon.
Die Person, die in dem Fall festgenommen wurde, ist unterdessen wieder freigelassen worden. Sie sei nach einer Befragung aus dem Gewahrsam entlassen worden, teilte FBI-Chef Kash Patel auf X mit. Es handelt sich dabei um die Person, die Patel zuvor als tatverdächtig bezeichnet hatte. Die Ermittlungen dauerten an, schrieb er nun.
Update, 23:59 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, dass zu Ehren des „großartigen amerikanischen Patrioten“ Charlie Kirk alle Flaggen in den Vereinigten Staaten bis Sonntagabend auf Halbmast gesetzt werden müssen.
Update, 23:50 Uhr: Der Mordanschlag auf Charlie Kirk ist der neueste Höhepunkt einer Spirale der politischen Gewalt in den USA. Vor gut einem Jahr, im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, wurde ein Attentat auf Donald Trump verübt. Im Mai diesen Jahres wurden in Washington D.C. zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft getötet und im Juni eine demokratische Politikerin und ihr Ehemann im US-Bundesstaat Minnesota erschossen.
Charlie Kirk selbst sagte im April 2023 bei einer politischen Podiumsdiskussion zum Thema Waffengewalt in den USA: „Man wird niemals in einer Gesellschaft leben können, in der die Bürger bewaffnet sind und es keinen einzigen Todesfall durch Schusswaffen gibt. Das ist Unsinn. Aber ich bin der Meinung, dass es das wert ist. Ich denke, es lohnt sich, leider jedes Jahr einige Todesfälle durch Schusswaffen in Kauf zu nehmen, damit wir den zweiten Verfassungszusatz haben, um unsere anderen gottgegebenen Rechte zu schützen. Das ist ein vernünftiger Kompromiss.“
Update, 23:14 Uhr: Nach dem tödlichen Schuss auf MAGA-Influencer Charlie Kirk hatte die Polizei zunächst einen Verdächtigen in Gewahrsam genommen. Diese Person, ein Mann mittleren Alters, wurde inzwischen allerdings wieder freigelassen. Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass es sich bei dem Mann um den Schützen handelt. David Young, Bürgermeister der Universitätsstadt Orem im US-Bundesstaat Utah, sagte, dass der Täter weiterhin auf der Flucht sei.
Update, 23:00 Uhr: Auch Utah-Gouverneur Spencer Cox hat den Tod von Charlie Kirk bestätigt. Er habe kurz darauf mit Donald Trump gesprochen. „Ich habe gerade mit Präsident Trump telefoniert. In Zusammenarbeit mit dem FBI und den Strafverfolgungsbehörden von Utah werden wir den Verantwortlichen für diese Tragödie vor Gericht bringen“, schrieb Cox auf X.
Der republikanische Senator John Curtis, ebenfalls aus Utah, warnte vor den Folgen für die USA. Auf die Frage nach dem Stand der politischen Gewalt in den USA antwortete Curtis CNN zufolge: „Sie eskaliert wirklich.“ Weiter forderte er die Amerikaner auf, „die Art und Weise, wie wir über Themen sprechen, neu zu überdenken“.
Update, 22:48 Uhr: Charlie Kirk ist seinen Schussverletzungen laut Donald Trump erlegen. „Der großartige, ja sogar legendäre Charlie Kirk ist tot“, schrieb der US-Präsident auf Truth Social. „Niemand verstand die Jugend in den Vereinigten Staaten von Amerika besser oder hatte ein besseres Gespür für sie als Charlie“, fuhr Trump fort. „Er wurde von ALLEN geliebt und bewundert, besonders von mir, und jetzt ist er nicht mehr unter uns. Melania und ich sprechen seiner schönen Frau Erika und seiner Familie unser Beileid aus. Charlie, wir lieben dich!“
MAGA-Aktivist Charlie Kirk angeschossen: Details zum Schützen noch unklar
Update, 22:26 Uhr: Was sich genau auf dem Uni-Campus in Provo ereignete, ist aktuell noch unklar. Auch zum Gesundheitszustand Kirks wurden bislang keine Informationen von der Hochschule oder vom FBI bekanntgemacht. Spencer Cox, Gouverneur des US-Bundesstaates Utah teilte auf X mit, Amerikaner aller politischer Richtungen müssten sich vereinen, um diese Tat zu verurteilen: „Gewalt hat in unserem öffentlichen Leben keinen Platz.“
Zudem herrscht derzeit Ungewissheit, was den Schützen angeht. Hatte die Universität laut CNN zunächst noch mitgeteilt, dass der Schütze in Gewahrsam wäre, sei nun doch niemand festgenommen worden. Ein Sprecher der Utah Valley University habe dies CNN bestätigt.
Video zu Schüssen kursiert: Kirk offenbar in den Hals getroffen
Update vom 10. September, 21:54 Uhr: Über Kirks Zustand war zunächst nichts bekannt. Auf Onlineplattformen teilten Nutzer ein Video, das angeblich den Vorfall zeigt. Darauf ist zu sehen, wie Kirk vor hunderten Menschen spricht. Er sitzt auf einem Stuhl unter einer Zeltüberdachung mit der Aufschrift „American Comeback“ – das Motto von Kirks Tour. Plötzlich ist ein Schuss zu hören, und Kirk stürzt offenbar getroffen von seinem Sitz. In Großaufnahmen scheint er aus dem Hals zu bluten. Ob die Aufnahmen authentisch sind, konnte zunächst nicht geprüft werden.
Eine Reporterin von Deseret News, einer Tageszeitung aus Salt Lake City in Utah, berichtete, wie der MAGA-Influencer nach den Schüssen „zusammensackte“. „Es schien, als würde sofort sehr viel Blut aus seinem Hals fließen“, sagte Emma Pitts gegenüber CNN.
Erstmeldung: Provo – In den USA ist der einflussreiche Rechtsaußen-Aktivist und Podcaster Charlie Kirk nach Medienberichten durch Schüsse verletzt worden. Wie CNN und andere Sender berichten, fielen die Schüsse, während Kirk eine Rede an einer Universität in der Stadt Provo im US-Bundesstaat Utah hielt. Präsident Donald Trump rief alle Bürger auf, für Kirk zu beten.
Kirk sei „ein großartiger Kerl von Kopf bis Fuß“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. FBI-Chef Kash Patel kündigte umfassende Ermittlungen an, um den oder die Täter zu finden. Auch US-Vizepräsident JD Vance bat X: „Sprechen Sie ein Gebet für Charlie Kirk, einen wirklich guten Kerl und jungen Vater.“ Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth postete auf X: „Möge die heilende Hand Jesu Christi über ihm ruhen.“
MAGA-Influencer Kirk angeschossen: Kalifornien-Gouverneur Newsom verurteilt Angriff
Kirk gilt als einer der bekanntesten rechtsgerichteten Aktivisten in den USA und steht Trump nahe. Mit der „Charlie Kirk Show“ hat er einen eigenen Podcast.
Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Gavin Newsom, verurteilte die Tat auf das Schärfste. „Der Angriff auf Charlie Kirk ist widerlich, abscheulich und verwerflich“, schrieb Newsom als Vertreter der Demokratischen Partei auf X. „In den Vereinigten Staaten von Amerika müssen wir politische Gewalt in jeder Form ablehnen.“
Das politische Klima in den USA gilt als aufgeheizt. Vor gut einem Jahr war Trump selbst bei einem Wahlkampfauftritt in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania am Ohr verletzt worden, der Schütze wurde von Sicherheitskräften getötet. Ein weiterer Mann steht derzeit in Florida vor Gericht, weil er mutmaßlich im September 2024 Schüsse auf Trump abfeuern wollte, als dieser in West Palm Beach Golf spielte. (red mit Agenturen)
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