Bürgermeisterwahl in US-Metropole

Ein Linker mit Obama-Flair: Mamdani begeistert New York

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Er wurde in Uganda geboren, ist erst seit 2018 US-Bürger und rappt für seine Oma. Wer ist der linke Demokrat, der bald New York regiert?

New York – Zohran Mamdani hat es geschafft: Der 34-Jährige wird als erster Muslim Bürgermeister von New York. Mamdani hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich: Noch vor einem Jahr war der Abgeordnete aus Queens im Parlament des Bundesstaats New York nahezu unbekannt. Jetzt gehört er zu den Superstars der Demokraten in den USA.

Zohran Mamdani feiert zusammen mit seiner Ehefrau Rama Duwaji den Wahlsieg in New York.

Den ersten Schritt auf seinem Weg unternahm er schon kurz nach der US-Wahl 2024. Damals ging er in New York dorthin, wo Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl gegen Kamala Harris am besten abgeschnitten hatte. Bei seinen Interviews in der Fordham Road in der Bronx und in der Hillside Avenue in Queens wollte er wissen, wieso so viele Menschen aus der Arbeiterklasse für Trump gestimmt oder gar nicht erst gewählt hatten. Das dazugehörige Video ging hinterher viral – und war der Startschuss einer herausragenden Wahlkampagne.

Neuer Bürgermeister von New York: Wer ist Zohran Mamdani?

Mamdani wurde 1991 als Sohn indischstämmiger Eltern in Uganda geboren. Seine Mutter ist die Regisseurin Mira Neir, deren Film „Salaam Bombay!“ 1988 für einen Oscar nominiert wurde. Sein Vater ist der renommierte ugandische Politologe Mahmood Mamdani, der an der Columbia University in New York lehrt.

Im Alter von sieben Jahren kam Mamdani mit seinen Eltern nach New York. 2018 erhielt er die US-Staatsbürgerschaft. Während seines Studiums engagierte er sich politisch, danach arbeitete er mit Menschen in prekären Wohnsituationen. Als Aktivist forderte er unter anderem mit drastischen Worten Kürzungen bei der New Yorker Polizei, was er jüngst öffentlich zurücknahm.

Bürgermeisterwahl in New York: Mamdani will Geschichte schreiben - Trump droht

Skyline von New York City
Am 4. November 2025 entscheiden die Wahlberechtigten in New York City darüber, wer die Ostküstenmetropole die nächsten vier Jahre als Bürgermeister regieren soll. Die Wahl in der Hochburg der Demokraten elektrisiert aber nicht nur die Menschen in Manhattan, Queens und den weiteren Stadtteilen, sondern strahlt über die Stadt hinaus in die ganzen USA. Das hat vor allem einen Grund. © Imago
Zohran Mamdani im Wahlkampf
Dieser Grund trägt den Namen Zohran Mamdani. Der 34 Jahre alte Newcomer in der US-Politik tritt für die Demokraten bei der Wahl in New York an. Laut aktuellen Umfragen ist Mamdani der Favorit auf den Wahlsieg im Big Apple. © Imago
Mamdani vor der Bürgermeisterwahl in NEw York
Mamdani gilt als Vertreter des linken Flügels der Demokraten. Sollte er die Wahl in New York gewinnen, würde er der erste muslimische Bürgermeister der Stadt werden. Es wäre darüber hinaus auch das erste Mal, dass der in Uganda geborene Hobby-Rapper, der seine Kindheit in Südafrika verbrachte, ein politisches Amt bekleiden würde. © Imago
Mira Nair (im Bild), ist als Filmregisseurin erfolgreich
Das politische Engagement wurde Mamdani offenbar schon in die Wiege gelegt. Sein Vater Mahmood Mamdani ist Politikwissenschaftler. Seine Mutter, Mira Nair (im Bild), ist als Filmregisseurin erfolgreich und unterrichtet nebenbei an der Columbia University in New York City. © Imago
Wahlkampf in New York
Zentrales Wahlkampfthema Mamdanis ist die Bezahlbarkeit des Lebens im immer teurer werdenden New York City. Der Kandidat der Demokraten will den Anstieg der Mietpreise stoppen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und kostenlos machen. Damit kommt Mamdani im Wahlkampf vor der Bürgermeisterwahl gut an, wie ein dieser Mann per Schild auf einer Veranstaltung im New Yorker Stadtteil Queens belegt. © Imago
Tatsächlich ist das Leben in New York City aktuell so teuer wie noch nie.
Tatsächlich ist das Leben in New York City aktuell so teuer wie noch nie. Die Mieten in der Millionenmetropole erreichten im Februar 2025 einen neuen Rekord. Im New Yorker Stadtteil Manhattan lag der durchschnittliche Mietpreis bei mehr als 5300 US-Dollar. Laut einer Untersuchung des Maklerbüros Douglas Ellimann stiegen die Mieten in dem als teuerste Stadt der Welt berüchtigten New York im Jahresvergleich erneut um 6,4 Prozent. © Imago
New Yorker Ubahn während der Comic Con
Ein weiteres zentrales Thema im Wahlkampf von Zohran Mamdani ist der öffentliche Nahverkehr in New York. Der Kandidat für die Bürgermeister-Wahl will die U-Bahn, die hier vom Publikum der Comic Con genutzt wird, ausbauen. Der Busverkehr, der vor allem von Bürgerinnen und Bürgern mit niedrigem Einkommen genutzt wird, soll kostenlos werden. Finanziert werden sollen diese Vorhaben mit einer Erhöhung des kommunalen Spitzen- und des Unternehmenssteuersatzes. © AFP
US-Präsident Donald Trump, hier als Gast bei den US Open
Mit derartigen Plänen rief Zohran Mamdani vor der Bürgermeisterwahl New Yorks berühmtesten Sohn auf den Plan: US-Präsident Donald Trump, hier als Gast bei den US Open in der Ostküsten-Metropole. Trump nannte Mamdani einen „Kommunisten“ und drohte New York mit Konsequenzen, sollte der linke Kandidat der Demokraten die Wahl am 4. November 2025 gewinnen. © Imago
Rudy Giuliani und Donald Trump
Für Donald Trump ist die Bürgermeisterwahl in New York eine Herzensangelegenheit. Der US-Präsident ist gebürtiger New Yorker und langjähriger Vertrauter des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt, Rudy Giuliani. (Archivbild) © Imago
Zohran Mamdani in New York
Kontroversen löste Zohran Mamdani im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in New York mit seiner Position im Gaza-Israel-Krieg aus. Bereits als Student engagierte sich Mamdani für die Rechte der Palästinenser. Auch im Wahlkampf hielt sich der Demokrat mit Israel-Kritik nicht zurück. Das wiederum rief einen Teil der großen jüdischen Community in New York auf den Plan. „Ich glaube, dass Zohran Mamdani eine Gefahr für die jüdische Gemeinde in New York darstellt“, sagte Rabbi Elliot Cosgro, der eine Synagoge im Stadtbezirk Upper East Side leitet, laut dem britischen Guardian in einer Predigt. © Imago
Bürgermeisterwahl in New York
Wahltag für die Bürgermeisterwahl in New York ist der 4. November. Die Stimmabgabe begannt aber bereits mehrere Tage zuvor. Mehr als 100.000 Menschen nutzten die Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe - mehr als je zuvor bei einer Wahl in New York. © imago
Größter Konkurrent Mamdanis bei der Bürgermeisterwahl in New York City ist Andrew Cuomo.
Größter Konkurrent Mamdanis bei der Bürgermeisterwahl in New York City ist Andrew Cuomo. Der 67-jährige Politik-Veteran war zehn Jahre Gouverneur des Bundesstaates New York, trat im August 2021 aber infolge einer Reihe von Skandalen und Vorwürfen zurück. 13 Frauen werfen Cuomo vor, er habe sie sexuell belästigt. Zahlreiche Demokraten, darunter auch der damalige Präsident Joe Biden, forderten Cuomo zum Rücktritt auf. © Imago
Protest gegen Andrew Cuomo in New York
Ebenfalls im Jahr 2021 sah sich Andrew Cuomo mit weiteren Vorwürfen konfrontiert. Dem damaligen Gouverneur wurde vorgeworfen, er und seine Regierung hätten im Zuge der Corona-Pandemie die Todeszahlen in New Yorker Seniorenheimen manipuliert, um Ermittlungen der Bundesregierung unter Donald Trump zu verhindern. © Imago
Andrew Cuomo kündigt seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahlen in New York City an
Doch vier Jahre versuchte Andrew Cuomo sich am politischen Comeback und kündigte seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahlen in New York City an. In den Vorwahlen der Demokraten unterlag der ehemalige Gouverneur aber dem Newcomer Zohran Mamdani. Davon ließ sich Cuomo aber nicht entmutigen. Kurz darauf gab er bekannt, als unabhängiger Kandidat bei der Wahl in der Hochburg der Demokraten anzutreten. © Imago
Der dritte im Bunde für die Bürgermeisterwahl in New York City ist Curtis Sliwa.
Der Dritte im Bunde für die Bürgermeisterwahl in New York City ist Curtis Sliwa. Er tritt als Kandidat der Republikaner an. Der 71 Jahre alte Radiomoderator machte sich als Gründer der „Guardian Angels“ einen Namen – eine Bürgerwehr, die seit 1979 in New York gegen Kriminalität vorgehen will und sich seitdem auf 130 Städte in den USA und weltweit ausgebreitet hat. Bei der Bürgermeisterwahl im Big Apple gilt Sliwa aber als Außenseiter im Rennen gegen Mamdani und Cuomo. © Imago
Wahlkampf in New York
Für die Anhängerschaft von Curtis Sliwa in New York ist Zohran Mamdani Feindbild Nummer Eins. Das Schild dieser Frau macht deutlich, wovor die Republikaner sich fürchten: Eine Wahl Mamdanis würde Sozialismus, Enteignung und Gewalt versursachen, heißt es dort. © imago
Amtsinhaber Eric Adams zog seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in New York City zurück.
Amtsinhaber Eric Adams zog seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in New York City zurück. Er hatte 2021 die Wahl als Kandidat der Demokraten gewonnen. Doch Vorwürfe der Bestechlichkeit und der illegalen Wahlkampffinanzierung führten von 2024 an zum Bruch zwischen Adams und seiner Partei. Der ehemalige Polizist, der zeitweise von Donald Trump unterstützt wurde, verkündete im April 2025, dass er als unabhängiger Kandidat in New York antreten wolle. Im September zog er sich aus dem Wahlkampf zurück – wohl auch, um die Chancen Cuomos im Duell mit Mamdani zu erhöhen. © Imago
Bei einer Wahlkampfveranstaltung vor der Bürgermeisterwahl in New York hielten sowohl Bernie Sanders als auch Alexandria Ocasio-Cortez Reden
Während Andrew Cuomo auf die Unterstützung der Eliten in New York hofft, stellt sich der linke Flügel der Demokraten demonstrativ hinter Zohran Mamdani. Bei einer Wahlkampfveranstaltung vor der Bürgermeisterwahl in New York hielten sowohl Bernie Sanders als auch Alexandria Ocasio-Cortez Reden, in denen sie zur Wahl Mamdanis aufriefen. © dpa
Die 36 Jahre alte Alexandria Ocasio-Cortez ist gebürtige New Yorkerin und vertritt den 14. Kongresswahlbezirk der Stadt im US-Repräsentantenhaus.
Die 36 Jahre alte Alexandria Ocasio-Cortez ist gebürtige New Yorkerin und vertritt den 14. Kongresswahlbezirk der Stadt im US-Repräsentantenhaus. Wie Mamdani wird auch „AOC“ dem linken Parteiflügel der Demokraten zugerechnet. © Imago
Chuck Schumer, Führer der Demokraten im US-Senat, und Hakeem Jeffries.
Im Gegensatz zum linken Flügel tut sich die Führung der Demokraten in Washington DC weiter schwer mit der Kandidatur von Zohran Mamdani in New York City. Chuck Schumer, Führer der Demokraten im US-Senat, sprach sich im Vorfeld der Bürgermeisterwahl nicht für Mamdani aus. Hakeem Jeffries (r.), Sprecher der demokratischen Fraktion im US-Repräsentantenhaus, unterstützte Mamdani erst spät. © imago
Comedian Andrew Schulz
Doch nicht nur linke Demokraten finden an Zohran Mamdani Gefallen. Auch zahlreiche Prominente aus New York sprachen sich vor der Bürgermeisterwahl für Mamdani aus. Darunter der Comedian Andrew Schulz, der vor der US-Wahl noch als Unterstützer der Kampagne Donald Trumps gegolten hatte.  © Imago
Unterstützung erhält Zohran Mamdani vor der Wahl in New York City auch von Ava DuVernay
Unterstützung erhält Zohran Mamdani vor der Wahl in New York City auch von Ava DuVernay. Die US-amerikanische Filmregiesseurin sprach sich öffentlich für eine Wahl des Kandidaten der Demokraten bei der Bürgermeisterwahl aus. © Imago
Emily Ratajowski. Das Supermodel, hier bei einem Formel 1 Rennen in Monte Carlo
Gleiches gilt für Emily Ratajkowski. Das Supermodel, hier bei einem Formel-1-Rennen in Monte Carlo unterstützte die Wahlkampagne von Zohran Mamdani mehrfach in den sozialen Medien. © Imago
Die Schauspielerin Cynthia Nixon
Cynthia Nixon ist eine weitere prominente Vertreterin aus dem Lager Zohran Mamdanis. Die Schauspielerin wurde durch ihre Rolle in der Kult-Serie „Sex and the City“, die in New York spielt, berühmt. Nixon unterstütze im Vorfeld der dortigen Bürgermeisterwahl Mamdanis Kampagne durch Auftritt auf Wahlkampfveranstaltungen und durch Posts in sozialen Medien. © Imago
Comedian Bowen Yang, hier auf dem New Yorker Empire State Building
Comedian Bowen Yang, hier auf dem New Yorker Empire State Building, postete ein Video auf Instagram, in dem er sich als Unterstützer von Zohran Mamdani zeigte. Dessen Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl in New York bezeichnete Yang als „historischen Moment“. © Imago
Sängerin Lorde stammt aus Neuseeland, lebt aber in New York.
Sängerin Lorde stammt aus Neuseeland, lebt aber in New York. Dort engagierte sich der 28 Jahre alte Popstar vor der Bürgermeisterwahl für Zohran Mamdani und forderte ihre Fans auf, ihre Stimme am 4. November dem Kandidaten der Demokraten zu geben. © Imago
New Yorker Rathaus
Ob Zohran Mamdani wirklich der Einzug in das New Yorker Rathaus gelingen wird, entscheidet sich am Dienstag, dem 4. November 2025. Die Wahllokale in der Millionenmetropole werden bis 21 Uhr Ortszeit geöffnet bleiben. Ein Ergebnis dürfte also erst am Mittwoch in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit bekannt sein. © Imago

Zohran Mamdani gehört zum linken Flügel der Demokraten

2021 zog Mamdani für seinen Wahlkreis im Stadtteil Queens ins Parlament des Bundesstaats New York ein. Als Mitglied der „Democratic Socialists of America“ gehört er zum linken Flügel der Demokraten. Erste Aufmerksamkeit erregte der junge Abgeordnete mit einem Hungerstreik, um auf die Lage von New Yorker Taxifahrern hinzuweisen, die nach einem drastischen Wertverfall ihrer teuren Lizenzen in existenzielle Not geraten waren.

Mit breitem Lächeln, federndem Gang und einer zugewandten Art erinnert Mamdani nicht wenige an den jungen Barack Obama, der es mit Parolen wie „Hope“ (Hoffnung) und „Yes we can“ (Ja, wir schaffen das) 2008 gegen alle Vorzeichen ins Präsidentenamt schaffte. Unterstützt wurde Mamdani vom linken Flügel der Demokraten und unabhängigen Politikern wie dem früheren Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders oder der linken Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez.

Zohran Mamdani genießt Prominentenstaus in New York

In der Stadt genoss er zuletzt Prominentenstatus. Wenn der 34-Jährige irgendwo auftauchte, stupsten junge Frauen ihre Freundinnen an: „Oh mein Gott, da ist Zohran!“ Er wurde umarmt, um Selfies gebeten. Seine Inhalte erreichten online ein Millionenpublikum, und das weit über New York hinaus. 

Dem jungen Politiker werden bereits Qualitäten eines Barack Obama nachgesagt. Kurz vor der Bürgermeisterwahl berichtete die New York Times, der Ex-Präsident habe Mamdani telefonisch angeboten, ihm künftig beratend zur Seite zu stehen. Mamdani wisse die „unterstützenden Worte“ von Obama sehr wertzuschätzen, ließ seine Sprecherin mitteilen.

Wie inszenierte sich Zohran Mamdani im Wahlkampf?

Neben Bürgernähe setzte Mamdani auf Popkultur, Humor und soziale Medien. Seine Hochzeitsfotos mit Künstlerin Rama Duwaji in der New Yorker U-Bahn gingen viral, ebenso ein altes Musikvideo aus seiner Zeit als Mr. Cardamom: Mamdani rappt darin in einem Halal-Imbisswagen – mit nacktem Oberkörper unter der Schürze – ein Lied für seine Großmutter. Vor allem bei jungen Menschen kam das gut an.

Wenngleich Mamdani sich populistischer Mittel bediente – etwa, als er im Anzug in den eiskalten Atlantik vor Coney Island watete, um seinen Slogan „Freeze the Rent“ („Mieten einfrieren“) zu bewerben – hatte das selten einen plumpen Anschein. Wegen solcher Aktionen – und sicher auch wegen seines unbestreitbaren Charismas – ist Mamdani einer, dem viele Menschen in New York Glaubwürdigkeit attestieren. So versammelte er eine breite Bewegung hinter sich.

Ehefrau, Herkunft – Zohran Mamdani in Stichpunkten

NameZohran Kwame Mamdani
Geboren18. Oktober 1991
GeburtsortKampala, Uganda
EhepartnerinRama Duwaji (verh. seit 2025)
Partei: Demokratische ParteiDemokraten
ElternMira Nair, Mahmood Mamdani

Bedenken bei der Parteispitze wegen Zohran Mamdani

Allerdings teilen nicht alle die Begeisterung. Die Parteiführung der Demokraten tut sich schwer mit dem lautstarken Linken. Es bestehen große Zweifel, ob sein Erfolgsrezept über das progressive New York hinaus verfangen kann. Man fürchtet, sein Image könnte die Menschen anderswo verschrecken. Zudem glaubt das Establishment nicht, dass der junge Politiker den 116 Milliarden Dollar schweren Haushalt der Metropole managen kann. 

Mamdanis Wahlsieg ist für gemäßigte Demokraten aber durchaus eine Warnung: Seit Trumps Rückkehr hat die Partei noch keine gemeinsame Linie gefunden – und der Sieg des Linken offenbart einen ideologischen Graben. Soll sie im Kampf gegen Trump dem linken Flügel folgen, der Umverteilung als Lösung sieht? Oder dem Kurs der Mitte treu bleiben? In den Kongresswahlen 2026 beabsichtigen linke Kandidaten, etablierte Amtsinhaber herauszufordern. (Quellen: NY Times, dpa, AFP) (cs)

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