Top-Posten gelten als gesetzt

Einigung bei Ministerien für schwarz-rot – Einige Namen wohl gesetzt

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Nach der Einigung auf eine Koalition startet die Zuteilung der Ministerien der neuen schwarz-roten Regierung. Erste Namen machen die Runde.

Update vom 10. April, 11.28 Uhr: Die Nachricht, dass die SPD in einer Regierung unter Merz ebenso viele Ministerien wie die Union erhalten soll, nämlich sieben, kommt unerwartet: Bei der Bundestagswahl erzielten die Sozialdemokraten um Lars Klingbeil lediglich 16 Prozent und sind somit der deutlich kleinere Partner im Vergleich zur CDU/CSU, die 28,5 Prozent erreichte.

SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken äußerte sich nun im Sender Phoenix dazu. Sie betonte, man habe bei der Zuteilung der Ministerien im neuen Merz-Kabinett darauf geachtet, welche Ressorts die SPD auch bisher geführt habe. „Wir haben überwiegend daran festgehalten, wie es bisher ist, weil eine Reorganisation nicht unbedingt dafür steht, dass eine Regierung schnell loslegen kann und das ist ja das, was wir tun wollen.“

Mögliche Ministerien in einer Regierung von Merz
Zahl der Ministerien17
Ministerien für die CDU7
Ministerien für die SPD7
Ministerien für die CSU3

Merz-Kabinett: SPD will Namen der Minister der neuen Regierung erst im Mai benennen

Update, 10. April, 6.09 Uhr: Die SPD will ihre Ministerinnen und Minister in der künftigen Bundesregierung erst im Mai – nach Abschluss des SPD-Mitgliederentscheids – benennen. Dies kündigte der Parteivorsitzende Lars Klingbeil gestern Abend im ZDF an. Seiner Partei gehe es nach der Koalitionseinigung nun zunächst um die Inhalte, sagte Klingbeil.

Die schwarz-rote Koalition stellt ihren Vertrag vor. Einige Punkte entlasten die Bürgerinnen und Bürger direkt.

Update: Inzwischen haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD Inhalte zum Koalitionsvertrag vorgestellt. Aus dem Koalitionsvertrag geht hervor, dass die CDU neben dem Bundeskanzler sieben weitere Ministerien besetzt: der Chef des Bundeskanzleramts sowie Wirtschaft–, der Außen–, Bildung–, Gesundheit–, Verkehrs– und Digitalisierungsminister sollen allesamt von der CDU kommen. Laut des Koalitionsvertrags erhält die SPD sieben Ministerien. Neben den Verteidigungs–, Finanz– und Arbeitsministerien erhält die SPD auch das Justiz–, Umwelt– und Bau- und Entwicklungshilfeministerium.

Die CSU stellt in der schwarz-roten Regierung drei Ministerien. Söders Partei besetzt den Innenminister und das Forschung– sowie Ernährungsministerium. Details zu Ministernamen sind noch unklar.

Union und SPD wohl einig über Minister – mit mehreren Namen hat niemand gerechnet

Erstmeldung: Berlin – In Berlin warten derzeit einige Politiker auf einen bedeutenden Anruf von Friedrich Merz oder Lars Klingbeil, den Vorsitzenden von CDU und SPD: Die Einigung auf eine schwarz-rote Koalition ist da. Jetzt wird die Frage relevant, welche Politiker die politischen Vorhaben der neuen Regierung umsetzen sollen. Es dürfte sich also bald entscheiden, wer unter dem voraussichtlichen neuen Kanzler Friedrich Merz Ministerin oder Minister wird.

Neue Regierung unter Merz: SPD und Union haben sich offenbar auf erste Ministerien geeinigt

Am Mittwochmittag (9. April) erfuhr Merkur.de, dass die SPD in der schwarz-roten Koalition wahrscheinlich sowohl das Finanz- als auch das Verteidigungsministerium übernehmen wird. Dass das Finanzministerium an die SPD gehen soll, gilt als eher überraschend. Lars Klingbeil von der SPD ist nun der wahrscheinlichste Kandidat für den Posten des Finanzministers.

Gleichzeitig erfuhr unsere Redaktion am Mittwoch, dass die CDU/CSU definitiv das Innen- und das Außenministerium erhalten wird. Für Merz ist das Innenministerium von zentraler Bedeutung, um seine versprochene Migrationswende umzusetzen. Sollte die Union tatsächlich auch noch das Außenministerium übernehmen, wäre dies das erste Mal seit 60 Jahren. Eine neue Sonderrolle im Kabinett könnte zudem CSU-Chef Markus Söder bekommen.

Liste mit Namen kursiert: Wer könnte Minister in der neuen Regierung unter Merz werden?

Bereits seit einiger Zeit wird über die möglichen Minister und Ministerinnen unter Merz spekuliert. Laut Informationen von Merkur.de aus Unionskreisen in Berlin von Mittwochmittag (9. April) sollen die Ministerien folgendermaßen verteilt werden. Bei anderen Medien werden teilweise noch andere Personalien und Verteilungen genannt:

  • Wirtschaftsminister: Carsten Linnemann (CDU)
  • Finanzminister: Lars Klingbeil (SPD)
  • Innenminister: Alexander Dobrindt (CSU)
  • Arbeitsministerin: Bärbel Bas (SPD)
  • Verteidigungsminister: Boris Pistorius (SPD)
  • Infrastrukturministerium: Ina Scharrenbach (CDU)
  • Gesundheitsminister: Tino Sorge (CDU)
  • Umweltminister: Andreas Jung (CDU)
  • Außenminister: Johann Wadephul (CDU)
  • Familienministerin: Silvia Breher (CDU)
  • Digitalministerin: Kristina Sinemus (CDU)
  • Justizministerin: Sonja Eichwede (SPD)
  • Forschungsministerin: Dorothee Bär (CSU)
  • Landwirtschaftsministerin: Michaela Kaniber (CSU)
  • Entwicklungshilfeministerin: Svenja Schulze (SPD)
  • Vorsitzender CDU/CSU-Bundestagsfrasktion: Jens Spahn (CDU)
  • Chef des Bundeskanzleramts: Thorsten Frei (CDU)

Welche Ministerien werden CDU, CSU und SPD in der neuen Regierung unter Merz erhalten?

Auch ist jetzt klar, wie viele Ministerien es im Kabinett von Merz geben wird und welche Ministerien an CDU, CSU und SPD gehen. Es wird neben dem Kanzleramt offenbar 17 Ministerien geben: Sieben Ministerien gibt es für die CDU, ebenfalls sieben für die SPD und drei für die CSU, die bayerische Schwesterpartei der CDU. Dass die SPD trotz ihres Wahlergebnisses von nur 16 Prozent sieben Ministerien erhält, ist überraschend und darf Lars Klingbeil als Erfolg für sich verbuchen.

Welche Ministerien wird es im neuen Merz-Kabinett geben? Entscheidung steht bevor

Ob es tatsächlich bei 15 Ministerien bleibt, ist noch unklar. Laut ZDF könnte es sein, dass das Entwicklungsministerium künftig dem Auswärtigen Amt zugeordnet wird, sodass es keinen eigenständigen Entwicklungsminister oder -ministerin mehr geben wird.

Die Parteichefs entscheiden gemeinsam über die Anzahl und Art der Ministerien. Möglicherweise wird bereits am Mittwoch, dem 9. April, ein Ergebnis präsentiert. Welche Personen konkret von der SPD, CDU und CSU Minister oder Ministerin werden, entscheidet dann jede Partei für sich.

Merz muss bei der Auswahl der Minister und Ministerinnen viele Faktoren berücksichtigen

Neben der fachlichen Kompetenz müssen Merz und Klingbeil bei der Zusammenstellung des Kabinetts auch auf andere Aspekte achten. Dazu gehört, sowohl Frauen als auch Männer ins Kabinett zu berufen. Zudem müssen Union und SPD einen gewissen Proporz der Bundesländer einhalten.

Aktuell gibt es bei der CDU einen Überschuss an Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen für Ministerposten, darunter Carsten Linnemann, Thorsten Frei, Armin Laschet und Jens Spahn. Um innerparteiliche Konflikte zu vermeiden, muss Merz auch Politiker aus anderen Regionen Deutschlands berücksichtigen, insbesondere aus Ostdeutschland.

Ähnlich ergeht es Klingbeil bei der SPD: Viele potenzielle Minister stammen aus Niedersachsen, darunter Klingbeil selbst, Boris Pistorius, der derzeitige Arbeitsminister Hubertus Heil und SPD-Generalsekretär Matthias Miersch.

Gerüchte um den neuen Außenminister: Laschet, Wadephul und Pistorius als Kandidaten

Es gibt zahlreiche Spekulationen über den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Annalena Baerbock als Außenministerin. Armin Laschet von der CDU wird als möglicher neuer Außenminister gehandelt und begleitete Baerbock kürzlich nach Syrien. Einige zweifeln jedoch an seiner Eignung für das Amt in Krisenzeiten. Zudem wäre er ein weiterer Kandidat der CDU aus Nordrhein-Westfalen, von denen Merz bereits viele hat.

Johann Wadephul von der CDU, ein enger Vertrauter von Merz und derzeit für Verteidigung und Außenpolitik in der Unionsfraktion zuständig, gilt ebenfalls als Favorit für das Außenministerium. Sollte die CDU das Verteidigungsministerium übernehmen, könnte auch Boris Pistorius von der SPD neuer Außenminister werden. Er verfügt über Regierungserfahrung und ist international gut vernetzt.

Wen holt Friedrich Merz in sein Kabinett? Diese Minister stehen bereit

Wahlkampf CDU - Halle/Saale
Der CDU-Vorsitzende und Kanzler in spe Friedrich Merz muss sein Kabinett zusammenstellen. Nach mehreren Medienberichten sollen plus dem CDU-Kanzler Merz insgesamt sieben Minister von der CDU, fünf von der SPD und drei von der CSU gestellt werden. Wie ein mögliches schwarz-rotes Kabinett unter Merz aussehen kann, zeigt die folgende Bilderstrecke.  © Hendrik Schmidt/dpa
Die Vorstandsvorsitzender des Energiedienstkleisters Westenergie AG - Katherina Reiche - am 11. März 2024 während einer
Katherina Reiche (CDU) © Manngold/Imago
CDU-Politikerin Nina Warken spricht am 15. Mai 2024 im Bundestag
CDU-Politikerin Nina Warken  © Christoph Soeder/dpa
Wolfram Weimer zu Gast bei „Maischberger“ am 18. Februar 2025
Wolfram Weimer zu Gast bei „Maischberger“ am 18. Februar 2025  © HMB-Media/Imago
Karsten Wildberger
AFP_43QG68H.jpg © Tobias Schwarz/AFP
Merz‘ Kabinett: Christiane Schenderlein (CDU)
dpa_urn_binary_dpa_com_20090101_250428-935-552616-FILED.jpg © Christiane Schenderlein/dpa
Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD
SPD-Chef Lars Klingbeil führt zusammen mit der Co-Vorsitzenden Saskia Esken die Verhandlungsdelegation der Sozialdemokraten an. Berichten zufolge könnte er das Finanzministerium übernehmen. © Kay Nietfeld/dpa
Michaela Kaniber (CSU), Landwirtschaftsministerin von Bayern,
Michaela Kaniber (CSU) könnte auf Wunsch Markus Söder aus Bayern nach Berlin gerufen werden. Medienberichten zufolge wird sie als Agrarministerin gehandelt.  © Sven Hoppe/picture alliance/dpa
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
SPD-Chefin Saskia Esken ist auch parteiintern nicht unumstritten. Dennoch wird spekuliert, ob sie zukünftig ein Ministerium übernehmen könnte. © Christophe Gateau/dpa
Friedrich Merz‘ treuer Generalsekretär Carsten Linnemann gilt als Minister fast schon gesetzt. Er käme wohl für das Wirtschaftsministerium infrage, wo er die gewünschte Reform des Bürgergelds vorantreiben könne. Linnemann ist Volkswirt.
Friedrich Merz’ treuer Generalsekretär Carsten Linnemann galt als Minister fast schon als gesetzt. Der Volkswirt teilte jedoch überraschend mit, dass er sich gegen ein Ministeramt entschieden habe. Der CDU-Politiker wurde in der Vergangenheit als aussichtsreicher Kandidat für das Wirtschafts- oder Arbeitsministerium gehandelt. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett ebenfalls als gesetzt, wenn es mit Schwarz-Rot klappt. Laut Medienberichten könnte er eine zweite Amtszeit als Verteidigungsminister erhalten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Roland Koch
Der ehemalige hessische Ministerpräsident und Merz-Vertraute Roland Koch wird ebenfalls als möglicher Minister gehandelt. © Sebastian Gollnow/dpa
Christina Sinemus – von der CDU aus Hessen – könnte zukünftig Digitalministerin werden
Kristina Sinemus – von der CDU aus Hessen – könnte zukünftig Digitalministerin werden ©  IMAGO / Jörg Halisch
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Berichten zufolge könnte Spahn bei der Vergabe der Ministerien unter Friedrich Merz leer ausgehen und stattdessen den Vorsitz der CDU/CSU Fraktion im Bundestag übernehmen.  © IMAGO/Jens Schicke
Überraschen könnte Merz mit einer Besetzung des Innenministeriums von außerhalb der Politik. Möglicher Kandidat wäre Dieter Romann, Chef der Bundespolizei, von dem sich Merz häufig beraten lässt und der in Asylfragen versiert ist.
Überraschen könnte die schwarz-rote Regierung mit einer Besetzung des Innenministeriums von außerhalb der Politik. Ein möglicher Kandidat wäre Dieter Romann, Chef der Bundespolizei. Von diesem lässt sich auch Kanzler in spe Friedrich Merz häufig beraten. Romann soll in Asylfragen besonders versiert sein.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Johann Wadephul, bisher Vize-Fraktionschef der CDU. ist als Verteidigungsminister denkbar, sollte Pistorius weichen. Im Dezember war er gemeinsam mit Merz in Kiew und besuchte mit ihm auch die Siko in München.
Johann Wadephul war bisher Vize-Fraktionschef der CDU. Nun wird er Berichten zufolge, auch als Außenminister für die schwarz-rote Koalition gehandelt. Im Dezember war er gemeinsam mit Friedrich Merz in Kiew. Im Februar besuchte der 62-Jährige mit dem Kanzler in spe die Sicherheitskonferenz in München.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Union, zum Cannabis-Gesetz
Tino Sorge war bislang gesundheitspolitischer Sprecher der Union. Er könnte zukünftig als Gesundheitsminister unter Kanzler Friedrich Merz fungieren, und die Cannabislegalisierung rückgängig machen. Im November erläuterte er unserer Redaktion im Interview: „Wenn es möglich ist, werden wir die Cannabislegalisierung in einer neuen Regierungskonstellation rückgängig machen.“ © Philip Dulian/picture alliance
Die niedersächsischen Fraktionsvize Silvia Breher hat Außenseiterchancen auf das Digitalministerium unter Friedrich Merz. Die 51-Jährige ist gelernte Juristin.
Die niedersächsischen Fraktionsvize Silvia Breher hat Außenseiterchancen auf das Familienministerium unter Friedrich Merz. Die 51-Jährige ist gelernte Juristin. Im Jahr 2021 war Silvia Breher noch Teil des achtköpfigen „Zukunftsteams“ von dem damaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Bereits dort vertrat sie das Thema Familie. Laschet verlor das Rennen um die Kanzlerschaft gegen Olaf Scholz.  © IMAGO/Jakub Porzycki
Die Brandenburger Richterin Sonja Eichwede könnte für die SPD in das Justizministerium einziehen.
Die Brandenburger Richterin Sonja Eichwede könnte nach Medienberichten für die SPD in das Justizministerium einziehen. Sie ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestags, seitdem ruht auch ihr Richteramt. Sie ist die Tochter des Historikers und Professors für Politik und Zeitgeschichte Osteuropas Wolfgang Eichwede. Die 37-Jährige hat einen Sohn. ©  IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Die CSU hat als Schwesterpartei der CDU Anspruch auf Ressorts in Merz‘ Kabinett. An allererster Stelle ist hier Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef. Er soll ein mächtiges Ministerium wie das Finanz-, Innen- oder Verteidigungsministerium bekommen.
Die CSU hat als Schwesterpartei der CDU Anspruch auf Ressorts in Merz‘ Kabinett. An allererster Stelle ist hier Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef. In Merz neuem schwarz-roten Kabinett soll er ein mächtiges Ministerium wie das Innenministerium bekommen. Dobrindt war bereits von Dezember 2013 bis Oktober 2017 Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD
Die frühere Bundestagspräsidentin Bärbel Bas könnte in Merz schwarz-roter Koalition das Ministerium für Arbeit übernehmen. Ob Soziales mit in das Ministerium aufgefasst wird, bleibt derweil offen. Unterdessen wurde Bas laut Medienberichten, auch als neue Parteivorsitzende der SPD gehandelt. Zuvor hatten bereits Manuela Schwesig und Anke Rehlinger abgelehnt.  © Kay Nietfeld/dpa
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darf sich auf einen einflussreichen Posten in der neuen Regierung unter Merz freuen. Denkbar wäre das Innenressort, da Frei in dem Bereich als versiert gilt. Er könnte aber auch Kanzleramtschef werden oder den Fraktionsvorsitz übernehmen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darf sich auf einen einflussreichen Posten in der neuen Regierung unter Kanzler Friedrich Merz freuen. Er könnte in einer schwarz-roten Koalition unter Merz den wichtigen Posten des Kanzleramtschefs übernehmen. Zuvor hielt diesen Posten Wolfgang Schmidt von der SPD inne.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo ist für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei. Er könnte zukünftig im schwarz-roten Kabinett unter Friedrich Merz Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt werden. Der 54-jährige CDUler würde in dieser Funktion Claudia Roth von den Grünen folgen.  © Jörg Carstensen/dpa
Klara Geywitz (SPD) war unter Olaf Scholz Bauministerin. Sie wird als mögliche Arbeitsministerin in einem Kabinett Merz gehandelt.
Klara Geywitz (SPD) war unter Olaf Scholz Bauministerin. Sie wird als mögliche Arbeitsministerin in einem Kabinett von Kanzler Friedrich Merz gehandelt. Geywitz hatte 2019 erfolglos mit Ex-Kanzler Olaf Scholz um den SPD-Vorsitz kandidiert. Im Dezember 2019 wurde sie zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.  © IMAGO/Rüdiger Wölk
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet. Nach der verlorenen Wahl wurde Laschet 2022 Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz plant für sein Kabinett wohl auch ein Digitalministerium. Es wird gemunkelt, dass er es mit einer Expertin oder einem Experten von außen besetzen will. Auf die Beraterin Julia Jäkel würde dies zutreffen.
Friedrich Merz plant für sein schwarz-rotes Kabinett wohl auch ein Digitalministerium. Es wird gemunkelt, dass er es mit einer Expertin oder einem Experten von außen besetzen will. Auf die Beraterin Julia Jäkel würde dies zutreffen. Julia Jäkel ist Managerin und Verlegerin. Sie ist in mehreren Aufsichtsräten aktiv.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Die Chefin des Start-up-Verbandes, Verena Pausder, könnte Digitalministerin in der neuen Regierung von Merz werden. Ihr wird ein gutes Verhältnis zum CDU-Chef nachgesagt.
Die Chefin des Start-up-Verbandes, Verena Pausder, könnte Digitalministerin in der neuen Regierung von Friedrich Merz werden. Ihr wird ein gutes Verhältnis zum CDU-Chef nachgesagt. Die 46-jährige Verena Pausder war im Aufsichtsratsmitglied bei der Commerzbank-Tochter comdirect. © IMAGO/Emmanuele Contini
Merz wird sich auch einen Politiker aus dem großen CDU-Landesverband Niedersachsen als Minister in die Regierung holen. Hendrik Hoppenstedt wäre hierfür ein Kandidat. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und arbeitete unter Angela Merkel im Kanzleramt.
Merz wird sich auch einen Politiker aus dem großen CDU-Landesverband Niedersachsen als Minister in die Regierung holen. Hendrik Hoppenstedt wäre hierfür ein Kandidat. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und arbeitete unter Angela Merkel im Kanzleramt.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Mathias Middelberg (CDU) gilt als Haushaltsexperte. Ist er ein möglicher neuer Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz? Middelberg ist Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen.
Mathias Middelberg (CDU) gilt als Haushaltsexperte. Ist er ein möglicher neuer Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz? Middelberg ist Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen.  © IMAGO
Dorothee Bär (CSU) war bei der Bundestagswahl 2025 Stimmkreiskönigin und holte als einzige Kandidatin über 50 Prozent der Erststimmen. Belohnt Merz sie mit einem Ministeramt? Am ehesten käme wohl das Digitalministerium infrage. Bär war schon Digitalstaatsministerin unter Angela Merkel.
Dorothee Bär (CSU) war bei der Bundestagswahl 2025 Stimmkreiskönigin und holte als einzige Kandidatin über 50 Prozent der Erststimmen. Belohnt Friedrich Merz sie mit einem Ministeramt? Am ehesten käme wohl das Bildungsministerium infrage. In dem schwarz-roten Kabinett könnte sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen – Regierungserfahrung besitzt sie bereits: Bär war schon Digitalstaatsministerin unter Angela Merkel.  © IMAGO/M. Popow
Als Umweltminister käme Andreas Jung (CD) infrage. Er gilt als Liberaler und stammt aus Baden-Württemberg. Merz will das Umwelt- und Klimaministerium wieder aus dem Wirtschaftsministerium herauslösen.
Als Umweltminister käme Andreas Jung (CD) infrage. Er gilt als Liberaler und stammt aus Baden-Württemberg. Kanzler Friedrich Merz will das Umwelt- und Klimaministerium wieder aus dem Wirtschaftsministerium herauslösen. Der deutsche Rechtsanwalt könnte in diesem schwarz-roten Kabinett eine passende Besetzung sein.  © IMAGO/M. Popow
Dirk Wiese von der SPD wird bei einer schwarz-roten Koalition als neuer Arbeitsminister gehandelt. Wiese ist Vize-Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Der gelernte Jurist war früher Mitarbeiter von Franz Müntefering.
Dirk Wiese von der SPD wird bei einer schwarz-roten Koalition als neuer Arbeitsminister gehandelt. Wiese ist Vize-Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Der gelernte Jurist war früher Mitarbeiter von Franz Müntefering.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Noch eine mögliche Digitalministerin im Kabinett von Merz: Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie war früher Unternehmensberaterin.
Noch eine mögliche Digitalministerin im Kabinett von Merz: Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie war früher Unternehmensberaterin.  © M. Popow via www.imago-images.de
Svenja Schulze
Svenja Schulze könnte Berichten zufolge das Ministerium für Entwicklungshilfe übernehmen. Die 56-jährige SPDlerin wäre für Friedrich Merz schwarz-rotes Kabinett, eine Kandidatin mit Regierungserfahrung. Bis 2021 war Schulze Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland unter Kanzler Olaf Scholz.  © Thomas Banneyer/dpa
Sie gilt als Geheimtipp als mögliche Ministerin: Ex-Verfassungsschützerin Felor Badenberg. Sie ist Justizsenatorin in Berlin. Möglich wären das Justiz- oder Innenressort. Badenberg ist im Iran geboren und wäre eine Kandidatin mit Migrationshintergrund, die Chancen unter Merz hat.
Sie gilt als Geheimtipp als mögliche Ministerin: Ex-Verfassungsschützerin Felor Badenberg. Sie ist Justizsenatorin in Berlin. Möglich wären das Justiz- oder Innenressort. Badenberg ist im Iran geboren und wäre eine Kandidatin mit Migrationshintergrund, die Chancen unter Merz hat.  © IMAGO
Auf Ines Claus (CDU) soll Merz große Stücke halten. Sie wäre eine denkbare Justiz- oder Familienministerin. Claus ist Fraktionschefin in Hessen. Die 47-Jährige ist gelernte Juristin und gilt als konservativ und bodenständig.
Auf Ines Claus (CDU) soll Merz große Stücke halten. Sie wäre eine denkbare Justiz- oder Familienministerin. Claus ist Fraktionschefin in Hessen. Die 47-Jährige ist gelernte Juristin und gilt als konservativ und bodenständig.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Als mögliche Newcomerin in einem Kabinett von Friedrich Merz gilt Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Historikerin. Sie könnte Arbeitsministerin werden.
Als mögliche Newcomerin in einem Kabinett von Friedrich Merz gilt Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Historikerin. Sie könnte Arbeitsministerin werden.  © IMAGO/Juliane Sonntag
CSU-Mann Klaus Holetschek ist bislang Gesundheitsminister n Bayern. Geht es für ihn im gleichen Amt nach Berlin? Ambitionen auf einen Kabinettsposten unter Merz werden ihm nachgesagt. In der Gesundheitsbranche gilt er als gut vernetzt.
CSU-Mann Klaus Holetschek war bereits Gesundheitsminister in Bayern. Geht es für den Vorsitzenden der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag im gleichen Amt nach Berlin? Ambitionen auf einen Kabinettsposten unter Merz werden ihm nachgesagt. In der Gesundheitsbranche gilt er als gut vernetzt.  © IMAGO/Rolf Poss
Karin Prien kommt innerhalb der CDU als Bildungsministerium infrage. Als Merz während des Wahlkampfs gemeinsam mit der AfD im Bundestag abstimmte, verteidigte Karin Prien ihn leidenschaftlich. Prien ist derzeit Bildungsministerin in Schleswig-Holstein.
Karin Prien kommt innerhalb der CDU als Bildungsministerium infrage, für das schwarz-rote Kabinett infrage. Als Merz während des Wahlkampfs gemeinsam mit der AfD im Bundestag abstimmte, verteidigte Karin Prien ihn leidenschaftlich. Prien ist derzeit Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. © IMAGO/teutopress GmbH

Weitere mögliche Minister oder Ministerinnen im Kabinett Merz

In Berlin kursieren noch weitere Namen: Silvia Breher von der CDU könnte Familien- oder Landwirtschaftsministerin werden. Michaela Kaniber von der CSU könnte ebenfalls das Landwirtschaftsministerium übernehmen. Auch der ehemalige Gesundheitsminister unter Angela Merkel, Jens Spahn, wird immer wieder genannt. Saskia Esken von der SPD hat ebenfalls Ambitionen auf ein Ministeramt im Merz-Kabinett.

Wer letztendlich zum Zuge kommt, wird sich in den kommenden Stunden oder Tagen zeigen. Bis dahin warten einige weiterhin auf den entscheidenden Anruf von Merz oder Klingbeil. (smu)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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