200 Euro

Auszahlung der Energiepauschale für Studierende: Letzte Hürde wohl genommen

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Studierenden wurde 200 Euro Energiepauschale versprochen. Nach langer Wartezeit steht die Auszahlung wohl kurz bevor. Es gibt neue Infos zur Antragsplattform.

Hamm - 200 Euro sind eine Menge Geld - in diesen teuren Zeiten sowieso und erst recht für Studierende. Im Herbst wurde ihnen diese Summe in Aussicht gestellt. Seither warten Studentinnen und Studenten auf die Auszahlung der Energiepauschale. Jetzt macht Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) Hoffnung.

200 Euro Energiepauschale für Studierende: Letzte Hürde für Auszahlung genommen

Bereits im September 2022 hatte die Ampel-Koalition die 200-Euro-Sonderzahlung für Studierende und Fachschüler vereinbart und Mitte Dezember ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Doch bis heute haben die bis zu 3,5 Millionen Betroffenen kein Geld gesehen - „obwohl sie die höheren Kosten für Gas und Strom jetzt haben“, sagt Matthias Anbuhl vom Deutschen Studierendenwerk. Die Geduld schwindet, der Unmut steigt.

Energiepreispauschale für Studierende und Fachschüler

Wie viel? 200 Euro.

Wann? Im Laufe des Jahres 2023. Termin noch nicht bekannt.

Wer? Alle, die am 1. Dezember 2022 an einer Hochschule eingeschrieben oder zu diesem Zeitpunkt in einer Fachschulausbildung waren. Auch Teilzeitstudierende, Teilnehmer an einem Dualen Studium, ausländische Studierende und diejenigen, die zurzeit ein Urlaubssemester machen.

Voraussetzung? Wohnsitz oder „gewöhnlicher Aufenthalt“ in Deutschland.

Wie? Antrag erforderlich, voraussichtlich über „Einmalzahlung200.de“.

Das Problem: Anders als etwa bei Arbeitnehmern oder Rentnern gab es keine zentrale Stelle, über die man die Zahlung abwickeln könnte. Deshalb musste ein eigenes Portal gebaut werden, damit Studenten einen Antrag auf die Energiepreispauschale stellen können.

Energiepauschale für Studierende: Online-Plattform steht

Das dafür zuständige Land Sachsen-Anhalt steht offenbar kurz vor der Fertigstellung. „Jetzt gehen wir damit auf die Zielgerade“, sagte Bettina Stark-Watzinger. Einen konkreten Termin nannte sich nicht. Dem Vernehmen nach sollen die ersten Auszahlungen aber noch im Winter stattfinden.

Das Portal wird voraussichtlich unter „Einmalzahlung200.de“ erreichbar sein. Wer die Seite aktuell aufruft, dem öffnet sich ein kleines Anmeldefenster, in das Nutzername und Passwort einzutragen sind. Die Zugangsdaten sollen über die Unis und Ausbildungsstätten verteilt werden. Immerhin soll der Antrag komplett digital möglich sein - also ohne Papier und persönliche Anwesenheit.

Neben den Daten der Ausbildungsstätte soll auch ein sogenanntes BundID-Nutzerkonto nötig sein. Das ist ein zentrales Benutzerkonto für digitale Verwaltungsleistungen in Deutschland, das seit einigen Jahren bereitsteht. Das BundID-Konto lässt sich bereits jetzt kostenlos anlegen. 

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Rubriklistenbild: © dpa

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