Gräueltaten in der ukrainischen Stadt Butscha

Entsetzen über Kriegsgräuel in Butscha

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Trümmer liegen in den Straßen von Bucha

Die Kriegsgräuel in der ukrainischen Stadt Butscha haben Grünen-Chef Omid Nouripour bestürzt.

Berlin - «Es ist das grauenvolle Gesicht eines Überfalls auf die Ukraine durch den Kreml, der nicht ungeahndet bleiben darf», sagte Nouripour am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». «Und deshalb ist jenseits der Frage, wie es jetzt weitergeht, wie wir jetzt der Ukraine noch mehr beistehen können, die Frage der Straflosigkeit eine relevante.»

Nouripour betonte: «Auch wenn die russische Armee morgen verlieren und sofort abziehen würde: Es wird nach diesen Bildern sicher keine Normalisierung mehr geben können. Wir werden alles dafür tun müssen, damit wir einfach komplett entkoppelt sind und auch keine Wirtschaftsbeziehungen mehr mit Russland unterhalten, solange diese Leute im Kreml, dem ältesten Teil der russischen Hauptstadt Moskau, sind, die diese Dinge verantworten, wie wir sie sehen.» Nouripour zufolge wird es bei den nun geplanten weiteren Sanktionen um Personen und finanzielle Instrumente gehen.

Nach dem Abzug der russischen Truppen aus dem Vorort von Kiew waren in Butscha Dutzende toter Zivilisten entdeckt worden. Die Ukraine macht für das Massaker russische Truppen verantwortlich, die die Kleinstadt bis vor kurzem besetzt hatten. Moskau bestreitet das.

Premierminister Morrison entsetzt über Gräueltaten ukrainischen Stadt Butscha

Der australische Premierminister Scott Morrison hat sich entsetzt über die Kriegsgräuel in der ukrainischen Stadt Butscha gezeigt. «Angriffe auf unschuldige Zivilisten und zivile Infrastruktur sind Kriegsverbrechen», twitterte der Regierungschef am Montag. «Russland muss und wird für die Aktionen seiner Streitkräfte zur Rechenschaft gezogen werden.» Außenministerin Marise Payne bezeichnete die Berichte über «summarische Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Plünderungen und andere Verbrechen» durch russische Truppen in Butscha und der gesamten Ukraine als «verabscheuungswürdig».

Australien hatte bereits kurz nach Kriegsbeginn weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt und diese mehrmals ausgeweitet. Zudem unterstützt die Regierung in Canberra, welche die Hauptstadt von Australien ist, die Ukraine mit militärischer Ausrüstung. (dpa)

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