Ukraine-Krieg

Estland hält Kampfjet-Lieferungen an Ukraine für sinnvoll

+
Polen und die Slowakei kündigen eine Kampfjet-Lieferung an die Ukraine an.

Die von Polen und der Slowakei angekündigten Lieferungen von Kampfjets an die Ukraine hält Estlands Außenminister Urmas Reinsalu für richtig.

Tallinn - Die «mutigen Entscheidungen» der beiden EU- und Nato-Länder seien ein «bedeutender und wegweisender Schritt», schrieb er am Freitag in einem Namensbeitrag auf der Webseite der estnischen Tageszeitung «Postimees». Der von Russland angegriffenen Ukraine zusätzliche internationale Waffenhilfe bei der Luftverteidigung bereitzustellen, sei von «entscheidender Bedeutung». 

Genauso wie bei der langwierigen Entscheidung zur Lieferung von Kampfpanzern sei nun eine lange Zeit als unüberwindbar geltende Barriere überwunden worden. «Das Tabu der Weitergabe von Kampfjets ist gebrochen, es hat ein entscheidendes Umdenken stattgefunden», schrieb Reinsalu weiter. «Dies sendet auch eine klare Botschaft an Russland – unsere Unterstützung für die Ukraine ist unermüdlich.»

Nachdem am Donnerstag Warschau der Ukraine Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 zugesagt hatte, genehmigte am Freitag auch die Regierung in Bratislava die Übergabe solcher Jets an Kiew. Damit seien die beiden Länder ein Vorbild, dem hoffentlich schon bald weitere Staaten folgen werden, schrieb der estnische Außenminister. Er fügte aber zugleich hinzu, dass Kampfjets allein keinen entscheidenden Erfolg bringen könnten, der zum Sieg der Ukraine im Krieg gegen Russland führe. (dpa)

Kommentare