Polens Außenminister verurteilt die aktuellen russischen Raketenangriffe auf die Ukraine als Zeichen moralischer Schwäche.
Warschau/Brüssel - Polen hat die jüngsten Raketenangriffe auf die Ukraine verurteilt. «Es zeugt von unglaublicher Barbarei, wenn Russland bewusst und absichtlich die Schwächsten trifft: Zivilisten, Frauen und Kinder», sagte Außenminister Zbigniew Rau am Montag in Lodz. Dies sei ein Zeichen von moralischer und politischer Schwäche.
Zuvor hatte es am Montagmorgen schwere Raketenangriffe auf das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew gegeben. Auch aus mehreren anderen Großstädten wurden Explosionen gemeldet.
Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze. Das EU- und Nato-Mitglied Polen gehört zu den größten militärischen und politischen Unterstützern der Ukraine in dem Krieg gegen Russland. Nach Angaben der polnischen Regierung von September leben rund 1,3 Millionen Ukraine-Flüchtlinge im Land.
EU: Attacken auf Kiew sind barbarische Kriegsverbrechen
Ein Sprecher des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) hat die Attacken auf Kiew und andere ukrainische Städte als Kriegsverbrechen bezeichnet. «Diese Angriffe sind barbarische und feige Angriffe», sagte er am Montag in Brüssel. Sie zeigten nur, dass Russland sich für eine Taktik mit gezielten und wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung entschieden habe. «Dies verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht, und diese wahllose Bombardierung von Zivilisten kommen einem Kriegsverbrechen gleich», sagte er. Die EU werde der Ukraine weiter in allen notwendigen Bereichen zur Seite stehen. (dpa)