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Europawahl 2019: Die Ergebnisse in Europa im Überblick

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Journalisten am Abend der Europawahl 2019 im Europäischen Parlament.

Europa hat mehrheitlich gewählt! Hier finden Sie die Länder-Ergebnisse der Europawahl 2019 im Überblick.

  • Das Ergebnis der Europawahl 2019 bedeutet: Christ- und Sozialdemokraten werden nach erheblichen Verlusten erstmals nicht mehr in der Lage sein, alleine eine Mehrheit im Europaparlament zu stellen.
  • Liberale, grüne und rechte Parteien gewannen deutlich hinzu.
  • In Frankreich liegen die Rechtspopulisten von Marine Le Pen vor der Partei von Präsident Emmanuel Macron.
  • In Österreich hat die ÖVP von Kanzler Sebastian Kurz einen klaren Sieg geholt. Die FPÖ hat trotz Ibiza-Video „nur“ zwei Prozent verloren.
  • Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2019 ist laut EU-Parlament voraussichtlich die höchste "seit mindestens 20 Jahren". 
  • In Ungarn holt die rechtsnationale Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban bei der Europawahl 2019 mit 56 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit.

Europawahl 2019 in Frankreich: Rechtspopulisten von Le Pen liegen vorne

Die französischen Rechtspopulisten liegen bei der Europawahl vor der Partei von Präsident Emmanuel Macron. Die Partei Rassemblement National (RN, die frühere Front National) von Marine Le Pen wurde laut ersten Prognosen am Sonntag mit rund 24 Prozent stärkste Kraft. Macrons La République en Marche (LREM) kommt demnach auf 22 bis 23 Prozent.

Dies wäre eine empfindliche Schlappe für den Pro-Europäer Macron. RN-Parteichefin Le Pen hatte die Wahl zu einem "Referendum" gegen den Staatschef erklärt. Die Rechtspopulisten waren bereits bei der letzten Europawahl 2014 stärkste Kraft geworden. Aus dem Umfeld des Präsidenten war von einem "Achtungserfolg" für die LRME die Rede.

Für eine Überraschung sorgten die französischen Grünen: Sie landeten auf dem dritten Platz, vor den konservativen Republikanern von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Die Sozialisten kamen den Prognosen zufolge nur auf rund sechs bis sieben Prozent.

Europawahl 2019: Schwere Schlappe für GroKo - ÖVP triumphiert in Österreich

Europawahl 2019 in Österreich: Klarer Sieg der ÖVP von Kanzler Kurz

Einen Tag vor dem Misstrauensvotum gegen den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz hat seine konservative ÖVP bei der Europawahl laut Prognosen einen deutlichen Sieg eingefahren. Die Partei kommt auf 34,5 Prozent der Stimmen und liegt mit einem haushohen Vorsprung vor der sozialdemokratischen SPÖ mit 23,5 Prozent und der rechtspopulistischen FPÖ mit 17,5 Prozent, wie Prognosen für österreichische Medien am Sonntag ergaben. Die Grünen kamen auf 13,5 Prozent und die liberalen Neos auf acht.

Die ÖVP holte demnach mehr als sieben Prozentpunkte mehr als bei der Europawahl vor fünf Jahren. In der Parteizentrale erschallten nach Bekanntgabe der Prognosen immer wieder "Kanzler-Kurz"-Sprechchöre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Generalsekretär Karl Nehammer sprach im ORF von einem "starken Vertrauensvotum" für den Regierungschef.

Der frühere Koalitionspartner FPÖ büßte dagegen im Vergleich zu Umfragen vor Bekanntwerden des Ibiza-Skandals massiv ein. Zeitweise hatte sie in Vorwahl-Umfragen bei 24 Prozent gelegen. Im Vergleich zur Europawahl vor fünf Jahren verloren die Rechtspopulisten gut zwei Prozentpunkte, damals hatten sie 19,7 Prozent erreicht.

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zeigte sich dennoch zufrieden. Die Partei habe seit Bekanntwerden des Ibiza-Skandals ein professionelles Krisenmanagement betrieben und ihr Ergebnis von 2014 beinahe gehalten, sagte er der Nachrichtenagentur APA. Er sah in den Prognosen auch keinen Trend für die vorgezogenen Parlamentswahlen im September. "Die FPÖ ist dafür bekannt, eine Wahlkampf-Lokomotive zu sein."

In einem heimlich auf Ibiza gedrehten Video hatte sich der inzwischen zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor der Parlamentswahl 2017 unter anderem bereit gezeigt, als Gegenleistung für verdeckte Wahlkampfgelder öffentliche Aufträge an die angebliche Nichte eines russischen Oligarchen zu vergeben. Zudem hoffte er, mit Hilfe einer Beteiligung der Russin an der auflagenstarken "Kronen Zeitung" Einfluss auf das mächtige Boulevardblatt zu gewinnen und so die Position seiner FPÖ bei Wahlen zu stärken.

Die Veröffentlichung vor rund einer Woche führte zu einem politischen Erdbeben: Strache musste von seinen Ämtern als Vizekanzler und Parteichef zurücktreten, die Koalition aus FPÖ und ÖVP zerbrach.

Kanzler Kurz führt deshalb derzeit eine Minderheitsregierung, der seit dem Rückzug der FPÖ-Minister mehrere Experten angehören. Es ist unklar, ob seine Regierung das für Montag angesetzte Misstrauensvotum im Parlament übersteht. Offen ist, ob die FPÖ und die sozialdemokratische SPÖ dem Misstrauensantrag der Partei Liste Jetzt zustimmen. In dem Fall wäre die Kanzlerschaft des 32-Jährigen nach knapp anderthalb Jahren beendet.

Laut ORF zog die Europawahl mehr Österreicher an die Urnen als vor fünf Jahren. Die Beteiligung könnte erstmals seit 1996 bei mehr als 50 Prozent liegen.

Die am Sonntag veröffentlichten Prognosen zur Europawahl basierten auf Umfragen mehrerer Meinungsforschungsinstitute, bei denen seit Dienstag mehr als 5200 Wahlberechtigte befragt wurden. Die Vorhersagen wurden laut Meinungsforschern von dem vor gut einer Woche veröffentlichten Enthüllungsvideo um Strache erschwert. Sie gaben die Fehlertoleranz mit plus/minus 2,5 Prozent an.

ÖVP laut Prognosen bei Europawahl 2019 in Österreich klar vorn - FPÖ auf Platz drei

Prognose zur Europawahl 2019: Orban-Partei kommt in Ungarn auf 56 Prozent

Die rechtsnationale Fidesz-Partei hat nach einer Telefonumfrage regierungsnaher Wahlforscher die Europawahl am Sonntag in Ungarn klar für sich entschieden. Die Partei von Ministerpräsident Viktor Orban soll 56 Prozent der Stimmen erhalten haben, teilte das Institut Nezöpont am Sonntagabend nach Schließen der Wahllokale um 19.00 Uhr mit. Um den zweiten Platz würden sich nach diesen Angaben die beiden linken Parteien MSZP und DK mit jeweils 10 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Die staatliche Wahlkommission wollte aussagekräftige Ergebnisse um 23.00 Uhr veröffentlichen. Die Wahlbeteiligung fiel höher aus als bei jeder bisherigen Europawahl. Um 18.30 lag sie bei 42 Prozent und damit um 14 Prozentpunkte über der von 2014.

Medienberichten zufolge dürfte es der Fidesz-Partei gelungen sein, in den ländlichen Gebieten mehr Wähler zu mobilisieren als bisher. Die Beteiligung in Städten und Regionen, in denen Fidesz besonders stark ist, lag teilweise weit über dem Landesschnitt. 2014 war Fidesz auf 51 Prozent der Stimmen gekommen und hatte 12 von 21 ungarischen Mandaten errungen.

Rekordbeteiligung bei Europawahl 2019 in Polen

In Polen zeichnet sich bei der Europawahl eine Rekordbeteiligung ab. Bis 17.00 Uhr MESZ gaben 32,51 Prozent der fast 30 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die staatliche Wahlkommission am Sonntagabend mitteilte. Damit lag die Beteiligung fast doppelt so hoch wie etwa zum gleichen Zeitpunkt 2014. Sie war damit die höchste seit dem EU-Beitritt des Landes 2004. Bei den drei vorangegangenen Wahlen in Polens 15-jähriger EU-Mitgliedschaft hatte die Wahlbeteiligung die 25-Prozent-Marke nicht überschritten.

Umfragen zufolge führt die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit PiS, dicht gefolgt vom oppositionellen pro-europäischen Parteienbündnis Europäische Koalition, dessen größte Kraft die liberalkonservative Oppositionspartei Bürgerplattform PO ist - die politische Heimat von EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Europawahl 2019 in Deutschland: Klatsche für GroKo-Parteien

Die Parteien der großen Koalition in Deutschland haben bei der Europawahl ersten Hochrechnungen zufolge historisch schlecht abgeschnitten. Sie erzielten nach Berechnungen für ARD und ZDF so schwache Ergebnisse wie noch nie zuvor bei einer bundesweiten Wahl. Trotzdem bleiben CDU und CSU zusammen stärkste Kraft. Die Sozialdemokraten dagegen fallen auf den dritten Platz. Erstmals bei einer bundesweiten Wahl kommen die Grünen auf den zweiten Rang, sie können über satte Zugewinne bei der Abstimmung am Sonntag jubeln. Die EU-skeptische AfD verbessert ihr Europawahl-Ergebnis deutlich, bleibt aber hinter ihrem Resultat bei der jüngsten Bundestagswahl.

Die Einbußen der Regierungsparteien dürften der Frage nach der Stabilität des schwarz-roten Bündnisses in Berlin neue Brisanz verleihen. Denn hinzu kommt: Wie bei der Europawahl verloren die Sozialdemokraten auch bei der zeitgleichen Landtagswahl in Bremen stark - der Stadtstaat war immer eine rote Hochburg. Die CDU lag dort nach den Hochrechnungen 1 bis 2 Prozentpunkte vor der SPD.

Die Union erreicht bei der Europawahl nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF (ca. 18.20 Uhr) 27,7 bis 27,9 Prozent - deutlich weniger als bei der Europawahl 2014 (35,4 Prozent) und auch schlechter als bei der jüngsten Bundestagswahl (32,9 Prozent). Die Wahl war der erste Stimmungstest für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer seit ihrem Amtsantritt im Dezember, Kanzlerin Angela Merkel hatte sich weitgehend aus dem Wahlkampf herausgehalten.

Die SPD stürzt auf 15,6 Prozent ab. Das sind fast zwölf Punkte weniger als bei der vorherigen Europawahl (27,3 Prozent) und noch schlechter als bei der Bundestagswahl (20,5 Prozent).

Die Grünen legen den Hochrechnungen zufolge auf 20,8 bis 21,8 Prozent zu - etwa eine Verdoppelung gegenüber der Europawahl vor fünf Jahren (10,7 Prozent). Die AfD kommt auf 10,5 bis 10,6 Prozent (2014: 7,1 Prozent). Die Linke liegt bei 5,5 Prozent (2014: 7,4 Prozent), die FDP ebenfalls bei 5,5 Prozent (2014: 3,4 Prozent). Die Freien Wähler kommen auf 2,2 Prozent (2014: 1,5 Prozent), die Satirepartei Die Partei erreicht 2,6 bis 2,7 Prozent (2014: 0,6 Prozent). Auf andere Parteien entfielen laut ZDF-Hochrechnung 9,4 Prozent.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sprach nach den deutlichen Verlusten seiner Partei bei der Europawahl von einem „enttäuschenden Ergebnis“. „Das Ergebnis kann nicht ohne Folgen bleiben“, sagte er im ZDF. Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak reagierte ernüchtert. „Das entspricht nicht unseren Ansprüchen“, sagte er im ZDF. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner bewertete das Ergebnis seiner Partei als Zeichen eines politischen Wandels in Deutschland.

Europawahl 2019 in Deutschland SPD unter Schock - Barley tief enttäuscht

Europawahl 2019 in Spanien: Hohe Wahlbeteiligung

In Spanien hat sich bei der Europawahl bis zum frühen Abend eine sehr viel höhere Beteiligung abgezeichnet als vor fünf Jahren. Bis 18.00 Uhr seien mehr als 49 Prozent der 37 Millionen Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen, teilte die Wahlbehörde mit. Das sind 15 Prozentpunkte mehr als 2014: Zum selben Zeitpunkt waren es bei der vorherigen EU-Wahl nur rund 34 Prozent. Bereits bei der spanischen Parlamentswahl Ende April war die Wahlbeteiligung mit mehr als 75 Prozent sehr hoch.

Besonderes Augenmerk gilt dem katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont, der von seinem Exil in Belgien aus versucht, als Europaabgeordneter in die Politik zurückzukehren. Ein Gericht in Madrid hatte entschieden, dass der Separatist - der im Zuge des verbotenen Unabhängigkeitsreferendums von 2017 aus Spanien geflohen war - bei der Europawahl kandidieren darf.

Mit Spannung wird auch erwartet, wie viele Sitze die ultrarechte Partei Vox erringt, die bei der Parlamentswahl mehr als zehn Prozent der Stimmen und 24 Mandate geholt hatte.

Gute Chancen, als stärkste Kraft aus der Abstimmung hervorzugehen, hat in Spanien erneut die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez, die bereits die Parlamentswahl gewonnen hatte. Die absolute Mehrheit hatte die PSOE allerdings verfehlt. Um viel geht es für die konservative Volkspartei PP, die befürchten muss, dass sich ihr Debakel von Ende April wiederholt. Bei der Parlamentswahl hatte die Partei mehr als die Hälfte ihrer Mandate verloren. Parteichef Pablo Casado muss um seinen Posten bangen.

Spaniens Wähler konnten am Sonntag nicht nur über das EU-Parlament abstimmen, sondern in weiten Landesteilen auch über ihre Regionalparlamente und Kommunalvertretungen.

Im Nachbarland Portugal gab es einen entgegengesetzten Trend: Bis 16.00 Uhr waren dort nur 23,37 Prozent der 10,7 Millionen Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen. Vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt noch 26,31 Prozent.

Prognose Zur Europawahl 2019 in Dänemark: Starke Verluste für Rechtspopulisten

In Dänemark hat die rechtspopulistische Dänische Volkspartei bei der Europawahl laut ersten Prognosen klare Verluste hinnehmen müssen. Der dänische Rundfunk DR sah die Partei in seiner Prognose unmittelbar nach dem Schließen der Wahllokale am Sonntagabend bei nur noch 11,8 Prozent. Bei der letzten EU-Wahl vor fünf Jahren war sie in Dänemark noch mit 26,6 Prozent stärkste Kraft geworden. Auch in der Prognose des Senders TV2 lag die Partei mit 14,5 Prozent bei einem zweistelligen Verlust. Bestätigen sich diese Zahlen, verlieren die dänischen Rechtspopulisten damit zwei ihrer vier Sitze im EU-Parlament.

Die Sozialdemokraten lagen in den Prognosen bei 22,2 beziehungsweise 23,6 Prozent, während die liberale Venstre-Partei von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen jeweils auf 20 bis 21 Prozent kam. Beide Parteien legen damit jeweils um zwischen drei und fünf Prozentpunkte zu.

Europawahl 2019 in Griechenland: Prognose sieht Konservative als stärkste Kraft

Die konservative griechische Partei Nea Dimokratia (ND) liegt bei den Europawahlen in Griechenland laut ersten Prognosen vorne. Die Partei hat dem Staatsrundfunk ERT zufolge rund 32 Prozent der Stimmen erzielt (2014: 22,7 Prozent). Der amtierende Ministerpräsident Alexis Tispras hingegen erlitt erstmals seit 2014 eine Wahlniederlage: Seine linke Partei Syriza landete auf dem zweiten Platz und kommt der Prognose nach auf 27 Prozent. Das ist ein leichtes Plus im Vergleich zu den 26,6 Prozent von 2014.

Um den dritten Platz kämpfen laut Prognose die rechtsextremistische Partei Goldene Morgenröte und die sozialistische KINAL (Bewegung des Wandels). Beide liegen bei rund 7 Prozent der Stimmen. Die kommunistische Partei KKE kommt demnach auf etwa 6 Prozent.

Mit ersten verlässlich Hochrechnungen auf Basis ausgezählter Stimmen wird in Athen um 20.30 Uhr Ortszeit gerechnet (MEZ 19.30 Uhr).

Prognose zur Europawahl 2019 in Bulgarien: Konservative Regierungspartei gewinnt

In Bulgarien ist die bürgerliche Regierungspartei GERB von Ministerpräsident Boiko Borissow laut ersten Trendprognosen klarer Sieger bei der Europawahl. Die zur Europäischen Volkspartei (EVP) gehörende GERB erhielt nach Angaben von zwei Meinungsforschungsinstituten (Alpha Research und Gallup International) zwischen 32,7 und 30,5 Prozent der Stimmen, wie das Staatsfernsehen BNT am Sonntag berichtete. Die oppositionellen Sozialisten kamen demnach auf 23,2 bis 25,4 Prozent, gefolgt von der Partei der türkischen Minderheit DPS mit 13,6 bis 12,8 Prozent.

Ins EU-Parlament dürfte wieder die in Sofia mitregierende nationalistische WMRO (7,00 bis 8,00 Prozent) einziehen - und mit großer Wahrscheinlichkeit erstmals die neue pro-europäische Koalition Demokratisches Bulgarien (5,9 Prozent bis 6,5 Prozent).

Die Sozialisten (Ex-KP) wollten bei einem Sieg bei der EU-Wahl vorgezogene Parlamentswahlen durchsetzen. Die konservative GERB hat es nach einem Skandal um billige Luxuswohnungen für Regierungsmitglieder geschafft, ihr angekratztes Image zu verbessern. Es war zunächst unklar, ob die Sozialisten (BSP) nun ihren Parlamentsboykott beenden werden. Die sozialistische Parteispitze kam zu einer Sitzung zusammen, ohne sich zu den Trendprognosen zu äußern.

Europawahl 2019 in Zypern: Sieg der Konservativen

Die konservative zyprische Demokratische Gesamtbewegung DYSI hat die Europawahl auf Zypern trotz deutlicher Stimmverluste gewonnen. Nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen kommen die Konservativen auf 29 Prozent (2014: 37,8). Zweitstärkste Kraft wird die linke Partei AKEL mit 27 Prozent (2014: 27 Prozent). Dies berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) am Sonntag. Damit würden diese beiden Parteien jeweils zwei Abgeordnete ins Europaparlament entsenden. Die zwei anderen Sitze Zyperns gehen an zwei kleinere Parteien der politischen Mitte, die Demokratische Partei (DIKO) und die Sozialisten (EDEK). Insgesamt entsendet die kleine Inselrepublik sechs Abgeordnete ins Europaparlament.

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