Krim

Nach Explosionen auf der Krim: Behörden rufen Notstand aus

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Auf der Halbinsel Krim wurde nach den Explosionen am Dienstag nun den Notstand in dem Landkreis ausgerufen.

Nach den Explosionen auf dem Militärstützpunkt Saki auf der Krim haben die Behörden nun den örtlichen Notstand verhangen. Auf der von Russland annektierten Halbinsel kam am Dienstag mindestens ein Mensch ums Leben.

Simferopol - Der Verwaltungschef der Krim, Sergej Aksjonow, sagte am Mittwoch der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge, dass mindestens 252 Bewohner des benachbarten Kurorts Nowofjodorowka in Notunterkünfte umgesiedelt werden. Die Gasversorgung zweier Ortschaften wurde demnach vorübergehend abgestellt.

Bei den Explosionen am Dienstag auf der von Russland annektierten Halbinsel ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, 14 Menschen wurden demnach verletzt.

Aksjonow versprach den Besitzern der beschädigten Wohnhäuser Schadenersatz zwischen 10 000 und 100 000 Rubel (umgerechnet 166 bis 1660 Euro). Laut Aksjonow laufen strafrechtliche Ermittlungen zu den Explosionen.

Das russische Verteidigungsministerium nennt bisher einen Verstoß gegen die Brandschutzregeln als wahrscheinlichste Ursache des Vorfalls. Experten vermuten, dass diese Version aus Imagegründen präsentiert wird. Moskau wolle seine Verletzlichkeit durch ukrainische Waffensysteme nicht eingestehen, hieß es. Zahl und Wucht der Explosionen legten dagegen einen gezielten Angriff der Ukraine nahe. Es wäre die erste militärische Attacke auf Ziele auf der Schwarzmeerhalbinsel, die Russland 2014 annektiert hatte. (dpa)

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