Asylanträge und unerlaubte Einreisen zuletzt gestiegen

Faeser äußert Sorge über Entwicklung der Flüchtlingszahlen

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Nancy Faeser

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ist besorgt über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen.

"Neben der großen Fluchtbewegung aus der Ukraine kommen derzeit auch übers Mittelmeer und die Balkanroute wieder mehr Menschen nach Europa und das bereitet mir Sorge", sagte Faeser am Montag bei einem Besuch des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg.

Es seien sowohl die Zahlen der Asylanträge als auch die der unerlaubten Einreisen zuletzt gestiegen. Dies sei nicht nur in Deutschland so, sondern innerhalb der Europäischen Union insgesamt, sagte Faeser. Sie sei deshalb in einem sehr engen Austausch mit den Innenministern von Tschechien und Österreich, die inzwischen auch ihre Grenzen sehr viel stärker schützen und kontrollieren würden.

Faeser sagte vor ihren für Dienstag geplanten Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden und Vertretern der Bundesländer mehr Hilfe des Bundes zu. Es werde in den Kommunen "langsam sehr eng", es gebe wieder die ersten Belegungen von Turnhallen mit Flüchtlingen. Deshalb werde der Bund bei der Unterbringung helfen, indem weitere Bundesimmobilien zur Verfügung gestellt würden für die Aufnahme von Flüchtlingen, sagte die Ministerin. Außerdem sei der Bund dabei, über eine Kooperation mit den Ländern über neue Erstaufnahmeeinrichtungen nachzudenken.

Es gehe aber vor allem auch darum, die Zahlen zu begrenzen, unterstrich Faeser. Es handle sich um ein gesamteuropäisches Thema, weshalb sie es am Freitag bei den Beratungen der EU-Innenministerinnen und -minister in Luxemburg ansprechen werde. ran/cne

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