Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ist nach Polen gereist, um über die Unterstützung für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu beraten.
Rzeszow - Angesichts der steigenden Zahl von Verletzten dürfte auch die Bereitstellung medizinischer Hilfe im Kriegsgebiet und in der Europäischen Union bei dem Treffen mit ihrem französischen Amtskollegen Gérald Darmanin und dem polnischen Innenminister Marius Kaminski eine Rolle spielen. In Korczowa nahe der ukrainischen Grenze wollten die Minister am Donnerstagnachmittag zudem eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge besuchen. Begleitet wurde Faeser unter anderem vom Präsidenten der Bundespolizei, Dieter Romann.
Faeser hatte nach einer Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestages am Mittwoch berichtet, Deutschland liefere medizinische Güter nach Polen. Die Unterstützung für die Nachbarländer der Ukraine wird von der EU koordiniert.
Von den inzwischen weit über zwei Millionen Menschen, die seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine vor zwei Wochen das Land verlassen haben, hält sich der Großteil in Polen, Moldau, Ungarn, Rumänien und der Slowakei auf. Doch auch die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben, steigt mit jedem Tag. (dpa)