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Die über den USA abgeschossenen Flugkörper sorgen für Spekulationen. Könnten Aliens dahinterstecken? Bislang ist wenig über die Objekte bekannt.
Washington D.C. – Mehrere abgeschossene Flugobjekte über Nordamerika sorgen für Spekulationen. Am Sonntag hatte die US-Armee das vierte Flugobjekt an der Grenze zwischen den USA und Kanada über dem Huronsee abgeschossen. In den sozialen Medien wird über einen Zusammenhang zur Außerirdischen gerätselt. US-General Glen VanHerck hatte die Spekulationen mit seiner Aussage bestärkt. „Ich habe zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts ausgeschlossen“, sagte VanHerck auf die Frage, ob auch Außerirdische hinter den Flugkörpern stecken könnten. Das Weiße Haus hat nun ein Statement abgegeben.
Flugobjekte über USA befeuern Spekulationen über Aliens: Weißes Haus nimmt Stellung
„Es gibt keinen Hinweis auf Aliens oder außerirdische Aktivitäten bei diesen jüngsten Abschussaktionen“, sagte Sprecherin Karine Jean-Pierre. „Ich wollte sicherstellen, dass das amerikanische Volk das weiß. Und es war uns wichtig, das von hier aus zu sagen.“ Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, betonte ebenfalls: „Ich glaube nicht, dass sich die amerikanische Bevölkerung Sorgen über Aliens machen muss, mit Blick auf diese Flugkörper. Punkt.“ Mehr gebe es dazu nicht zu sagen.
Über die zuletzt über Nordamerika abgeschossenen Flugobjekte wird seit Tagen gerätselt. Die Aufklärung kann dauern. Bislang ist nur bekannt, dass alle drei Objekte kleiner waren und niedriger flogen als der chinesische Ballon, der vor South Carolina abgeschossen wurde. Die US-Regierung habe die Radarbeobachtung nun im Abstimmung mit Kanada verschärft und lasse Objekte konsequenter abschießen, so Kirby weiter. Momentan sei man aber keinem anderen verdächtigen Flugkörper auf der Spur, heißt es.
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Rätsel um Flugobjekt-Abschüsse – was bislang bekannt ist
Das US-Militär hatte innerhalb weniger Tage zunächst einen mutmaßlichen chinesischen Spionageballon abgeschossen und danach drei weitere, nicht näher identifizierte Flugobjekte. Untersucht wird derzeit der Verdacht, ob die Flugobjekte auch zur Überwachung genutzt worden seien. Die Bergungsarbeiten der drei Objekte gestalte sich wegen des Terrains weiterhin sehr schwierig, sagte Kirby. Eines der Objekte sei vor Alaska auf Meereis gestürzt, ein anderes liege am Grunde eines Sees. Die Bergung könne je nach Seegang und Wetterbedingungen lange dauern. Auch die Sicherheit von Tauchern sei zu schützen.
Unterdessen barg das US-Militär die Trümmerteile des chinesischen Ballons, den es am 4. Februar vor der Küste South Carolinas abgeschossen hatte. „Die Besatzungen konnten bedeutende Trümmerteile von der Absturzstelle bergen, darunter alle wichtigen Sensoren und Elektronikteile, die identifiziert wurden, sowie große Teile der Struktur“, teilte das US-Militärkommando Nord mit. Auch Schlüsselsensoren, die vermutlich der Nachrichtengewinnung dienten, seien sichergestellt worden.
Ballon-Affäre sorgt für Spannung zwischen Peking und USA – Objekt auch über China gesichtet
Kürzlich ist auch über den Gewässern in China ein Flugobjekt gesichtet worden. China bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf dessen Abschuss vor. Peking hat die USA beschuldigt, im vergangenen Jahr mehr als zehnmal Ballons in großer Höhe über China fliegen gelassen zu haben. Dies sei ohne Erlaubnis der Volksrepublik geschehen, erklärte Außenamtssprecher Wang Wenbin in Peking.
Die Ballon-Affäre hat die Beziehung zwischen China und den USA vergiftet. Der tagelange Überflug des chinesischen Ballons über die USA hatte zu einem Eklat zwischen Washington und Peking geführt. US-Außenminister Antony Blinken sagte eine geplante Chinareise kurzfristig ab. Inzwischen haben die USA erstmals mit China über den Fall kommuniziert. Es habe „Kontakte zur Volksrepublik China wegen des Höhenballons“ gegeben, gab die stellvertretende Verteidigungsministerin Melissa Dalton am Sonntag vor Journalisten bekannt.(bohy)
